In der 2. Klasse Wechsel hat USC Hochneukirchen die Saison als Fünfter abgeschlossen. Sportlicher Leiter Herbert Stübegger blickt deshalb mit gemischten Gefühlen zurück, weil seine Mannschaft lange weiter vorne lag und erst im Finish entscheidend nachließ. Gleichzeitig sieht er genug Gründe, warum der Sommer in Hochneukirchen nicht nur von verpassten Punkten handelt: wenige Verletzungen, gute Spiele im Frühjahr, ein Trainerwechsel und junge Spieler, die weiter nach vorne drängen.

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Stübegger macht keinen Hehl daraus, dass der Schluss der Meisterschaft aus seiner Sicht zu viel gekostet hat. "In der zweiten Saisonhälfte, vor allem im Finish, ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen. Daher haben wir auch einen besseren Tabellenplatz verspielt. Das war nicht optimal", sagt er offen. Die Zahlen passen zu dieser Einschätzung. Hochneukirchen hielt sich ab Runde 13 bis Runde 20 auf Rang drei, ehe es in den letzten beiden Runden noch auf Platz fünf zurückging. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft nur zwei Punkte. Die Niederlagen gegen USV Kirchberg, SC Neunkirchen und FC St. Egyden/Stfd. sowie die Remis gegen ASK Ternitz und Natschbach-L. erklären, warum am Ende ein Platz herauskam, mit dem der sportliche Leiter nur bedingt zufrieden ist.
Ganz ohne positive Töne will Stübegger die abgelaufene Saison aber nicht stehen lassen. "Wir hatten wenige Verletzungen und haben einige sehr gute Spiele abgeliefert, vor allem in der ersten Frühjahrshälfte", betont er. Genau darin steckt auch der Grund, warum Rang fünf im Verein nicht einfach als normaler Endstand gesehen wird. Weil die Mannschaft über weite Strecken gezeigt hat, dass mehr drin gewesen wäre, bleibt ein kleiner Nachgeschmack. Auf dem Spielersektor ist der Sommer bisher überschaubar. Zwei Flügelspieler haben den Verein verlassen, Neuzugänge gibt es noch keine. "Bisher haben wir keine Neuzugänge", sagt Stübegger knapp. Umso mehr richtet sich der Blick auf den vorhandenen Kader und auf jene Spieler, die sich zuletzt in den Vordergrund geschoben haben.
Dazu passen auch seine Worte über die Entwicklung im eigenen Aufgebot. "Unsere jungen Spieler haben sich in diesem Jahr, aber auch in den letzten Wochen und Monaten sehr gut weiterentwickelt. Mit ihnen planen wir auch in der kommenden Saison", sagt Stübegger. Im Trainerteam hat sich bereits etwas getan: Der bisherige Trainer wechselte zu Ligakonkurrent SVSF Pottschach, der Nachfolger kommt aus FC Mönichkirchen. Auch bei den verletzten Spielern sieht es vor dem Start der Vorbereitung ordentlich aus. Ein Spieler mit Bänderverletzung im Knöchel soll bis zum Trainingsstart wieder fit sein, zwei Langzeitverletzte nach Kreuzbandverletzungen sollen ebenfalls zurückkehren. Das würde dem Kader mehr Breite geben, zumal nach einem gelungenen Nachwuchsabschluss am vergangenen Wochenende nun eine kurze Pause ansteht, ehe die Vorbereitung beginnt.
Interessant ist auch der Blick auf die Konkurrenz. "Eigentlich hat mich kein Verein besonders beeindruckt", sagt Stübegger, schiebt aber sofort nach: "Ich gratuliere Aspang zum Meistertitel. Sie haben das, obwohl es noch einmal kurz spannend geworden ist, souverän ins Ziel gebracht und sind verdient Meister geworden." Für Hochneukirchen ist diese Einordnung durchaus passend. Der Abstand nach ganz vorne war da, gleichzeitig war die Mannschaft nahe genug an den Spitzenplätzen, um sich über den eigenen Endspurt zu ärgern. Genau deshalb wird die neue Saison intern wohl weniger als kompletter Neuanfang gesehen, sondern eher als nächste Chance, eine gute Ausgangslage diesmal bis zum Schluss mitzunehmen.