In der 2. Klasse Wechsel hat USV Raika Kirchberg am Wechsel die Saison nach einem starken Frühjahr auf Rang acht beendet. Das jüngste 4:2 gegen ATSV Puchberg passte dabei ins Bild einer Mannschaft, die in der zweiten Saisonhälfte 21 Punkte holte. Trainer Karl Rupprecht spricht deshalb von einer Entwicklung, die intern so kaum jemand erwartet hatte und die für den Herbst einiges an Hoffnung mitnimmt.
Wer nur auf den Endstand schaut, sieht Kirchberg mit 29 Punkten auf Platz acht. Rupprecht legt den Blick aber bewusst auf die Monate nach der Winterpause, weil dort aus seiner Sicht der eigentliche Schritt gelungen ist. „Die zweite Hälfte war von unserer Seite sehr positiv“, sagt der Trainer, und er begründet das nicht nur mit dem Tabellenplatz. „Wir haben 21 Punkte gemacht, waren die stärkste Frühjahrsmannschaft.“ Gerade das ist für ihn bemerkenswert, weil Kirchberg im Saisonverlauf immer wieder zwischen dem Mittelfeld und den hinteren Rängen unterwegs war und sich erst mit einer stabilen Rückrunde nach vorne schob.
Auch die jüngsten Ergebnisse stützen diese Einschätzung. Kirchberg gewann in der Schlussphase 3:2 gegen Hochneukirchen, 3:1 gegen FC St. Egyden/Stfd. und zum Abschluss 4:2 gegen ATSV Puchberg. Dazwischen standen zwar die Niederlagen gegen Natschbach-L. und Meister SC Aspang, insgesamt änderte das an der positiven Bilanz aber wenig. Rupprecht sagt offen: „Das hat so von uns niemand erwartet.“ Für ihn liegt der Grund dafür vor allem in der täglichen Arbeit. „Die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen, hat sehr gut trainiert und phasenweise schon einen sehr guten Fußball gespielt.“ Genau daraus leitet er auch die Gesamtbewertung ab: „Das war eine ganz positive Entwicklung der Mannschaft.“
Personell ist die Lage in Kirchberg derzeit vergleichsweise ruhig. Ein fixer Abgang steht fest, neue Spieler gibt es nach derzeitigem Stand noch nicht. Große Veränderungen im Trainerteam oder im Vereinsumfeld sind ebenfalls noch nicht spruchreif. Rupprecht formuliert das knapp, aber klar: „Momentan gibt es nichts, das wird erst in ungefähr 14 Tagen spruchreif.“ Ein wichtiges Thema bleibt dafür die Rückkehr von Kilian Schwarz. „Kilian Schwarz ist noch auf Reha. Da hoffen wir sehr, dass er im Herbst wieder dabei ist“, sagt der Trainer. Und er macht auch deutlich, warum diese Personalie für Kirchberg so wichtig ist: „Das wäre für uns vom Kader her eine sehr gute Verstärkung.“ Viel hängt also davon ab, wie rasch Schwarz wieder ins Training einsteigen kann.
Wenn Rupprecht einzelne Entwicklungen hervorhebt, dann spricht er besonders über Krisztian Geresi. „Mit Krisztian Geresi haben wir sicherlich einen ganz starken Spieler bekommen, der uns nicht nur sportlich sehr weitergeholfen hat“, sagt der Trainer. Er betont dabei ausdrücklich auch den menschlichen Faktor und den Einfluss auf das Mannschaftsgefüge. Gleichzeitig ordnet er die Kräfteverhältnisse in der Liga nüchtern ein. „SC Aspang hat sicherlich den besten Lauf gehabt, die beste Defensive der Liga und ist dadurch verdient Meister geworden.“ Für Kirchberg bleibt nach dieser Saisonhälfte damit eine klare Mischung zurück: viel Rückenwind aus einem starken Frühjahr, wenig Unruhe im Sommer und die Hoffnung, dass die Mannschaft im Herbst genau dort weitermacht, wo sie in den letzten Monaten aufgehört hat.