In der 2. Klasse Wechsel hat FC St. Egyden/Steinfeld die Saison auf Rang sieben beendet, und Trainer Erich Röcher blickt dennoch klar positiv auf die vergangenen Monate zurück. Nach dem Kampf gegen den letzten Platz in der Vorsaison war der Schritt nach vorne deutlich zu sehen. Gleichzeitig sagt der Coach aber auch offen, wo noch Luft nach oben ist: Vor allem bei der Trainingsbeteiligung sieht er einen Punkt, an dem der Verein ansetzen muss.

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Für Röcher ist die Richtung trotz Platz sieben eindeutig. „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit der abgelaufenen Saison“, sagt der Trainer, der den Fortschritt vor allem im Vergleich zur Vorsaison betont. Damals konnte St. Egyden den letzten Platz erst knapp vermeiden, diesmal stand am Ende ein Platz im gesicherten Mittelfeld mit 34 Punkten. Auch der Verlauf der Saison passt zu diesem Eindruck: Die Mannschaft bewegte sich über weite Strecken zwischen Rang vier und Rang acht und blieb damit in einer sehr ausgeglichenen Liga immer in Schlagdistanz nach vorne. Dass in den letzten Wochen noch ein 2:2 gegen FC Mönichkirchen, ein 3:2 gegen SVSF Pottschach, ein 6:1 gegen ASK Ternitz und ein 1:2-Sieg gegen Hochneukirchen herausschauten, unterstreicht zusätzlich, dass die Mannschaft die Saison mit einem ordentlichen Schlussspurt beendet hat.
Besonders wichtig ist dem Trainer, dass sich die Entwicklung nicht an einem einzelnen Namen festmachen lässt. Röcher hebt vielmehr die gesamte Gruppe hervor und sieht genau darin die große Stärke der Mannschaft. „Wir haben sehr viele junge Spieler eingebaut, haben den nächsten Schritt gesetzt“, sagt er und macht damit klar, worauf in St. Egyden in den vergangenen Monaten der Schwerpunkt gelegt wurde. Ebenso deutlich will er niemanden aus der Mannschaft herausheben. „Ich möchte da jetzt nicht einen einzelnen Spieler hervorheben. Es sind einige junge Spieler, die den sicheren nächsten Karriereschritt gemacht haben. Wir sind ein super Kollektiv. Wir spielen als Einheit, und ich bin froh über die Entwicklung der gesamten Mannschaft.“ Gerade in einer Liga, in der laut Röcher kaum ein Team wirklich herausgestochen hat, war dieses geschlossene Auftreten für St. Egyden ein wichtiger Faktor.
Trotz des positiven Grundtons spart der Trainer die offenen Baustellen nicht aus. „Wir haben einige Punkte leider liegengelassen. Das heißt, es wäre wahrscheinlich noch mehr möglich gewesen“, sagt Röcher. Ein Blick auf die Tabelle zeigt auch, warum ihn das beschäftigt: Auf Rang fünf und sechs fehlte jeweils nur ein Punkt, der dritte Platz war ebenfalls nicht weit weg. Für den Coach hängt das aber nicht nur an Ergebnissen, sondern vor allem an der täglichen Arbeit. „Verbesserungswürdig ist sicher die Trainingsbeteiligung. Die war leider in der Mitte der Rückrunde nicht mehr optimal aufgrund des kleinen Kaders. Ich glaube, dort müssen wir den Hebel ansetzen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“ Das ist eine klare Ansage für die kommende Vorbereitung. Röcher sieht also nicht das sportliche Grundniveau als Problem, sondern die Konstanz im Hintergrund, die gerade bei einem kleineren Kader schnell entscheidend werden kann.
Auch personell bleibt es beim FC St. Egyden vorerst ruhig. Größere Umbrüche sind nicht geplant, im Trainerstab und auf Vorstandsebene soll es nach aktuellem Stand keine Veränderungen geben. Im Kader selbst meldet Röcher bislang ebenfalls wenig Bewegung. „Wir haben bis jetzt keine Abgänge und einen Neuzugang“, sagt er zunächst, ergänzt dann aber mit Blick auf den Sommer: „Es wird sich da sicher in den nächsten Wochen noch etwas tun.“ Ein Name ist bereits fix dazugekommen: Fabio Gaitzenauer, der zuletzt laut Röcher eine Karrierepause hatte und davor in Winzendorf aktiv war. Sorgen bereiten weiterhin zwei bis drei Langzeitverletzte, darunter auch Dominik Zenz und Matteo Spritzendorfer, die nicht so schnell zurückerwartet werden. Abseits des Rasens richtet sich der Blick nun auf das kommende Wochenende, wenn mit „Soccer, Beats und Party“ eine große Veranstaltung ansteht. Röcher spricht dabei von einem der größten Feste im Raum Wiener Neustadt und hofft auf viele Teams und zahlreiche Zuschauer. Sportlich ist die Richtung also klar, und im Vereinsumfeld soll der Schwung nun ebenfalls mit in den Sommer genommen werden.