Zum Auftakt in der 2. Klasse Wechsel hat die Union Natschbach-L. gegen den USV Raika Kirchberg am Wechsel trotz klarer Vorteile vor der Pause noch 3:4 verloren. Trainer Karl Rupprecht vom USV Raika Kirchberg am Wechsel sah zunächst eine sehr passive Leistung seiner Mannschaft, ehe nach dem Seitenwechsel alles kippte. Am Ende nahmen die Gäste zum Start drei Punkte mit.

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Karl Rupprecht machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, wie schwierig der Beginn aus Sicht des USV Raika Kirchberg am Wechsel war. „Es war ein sehr flottes Spiel. Union Natschbach-L. war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft sei „defensiv relativ passiv“ gestanden und habe dem Gegner zu viel Raum gelassen. Das zeigte sich auch am Spielstand: Dominik Kugler brachte Union Natschbach-L. schon in der 10. Minute in Führung, Krisztian Horvath legte in der 26. Minute das 2:0 nach. Zwar verkürzte Krisztian Geresi in der 35. Minute für den USV Raika Kirchberg am Wechsel, doch in Minute 45 stellte Michal Caban mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Rupprecht sagte dazu klar: „Dieses 3:1 war in der ersten Halbzeit völlig verdient.“
Entscheidend war aus Sicht des Trainers dann, dass der USV Raika Kirchberg am Wechsel nach dem Seitenwechsel sein Verhalten gegen den Ball deutlich änderte. „Wir haben unser Spiel geändert, sind näher beim Mann gewesen und aggressiver geworden“, sagte Rupprecht. Genau dieser Zugriff brachte sofort Wirkung. Benedikt Kronaus traf in der 47. Minute zum 3:2, und für Rupprecht war genau dieser Treffer der Wendepunkt des Abends: „Gleich nach der Halbzeit, dieses schnelle Tor von Benny, das war sicherlich das Entscheidende.“ Danach habe seine Mannschaft „eine zweite Luft“ bekommen, Union Natschbach-L. stärker unter Druck gesetzt und den spielstarken Gegner aus dem Rhythmus gebracht. In der Folge glich Krisztian Geresi in der 66. Minute zum 3:3 aus, und das Spiel war endgültig gekippt.
Die komplette Wende war dann in der 81. Minute perfekt, als Laszlo Balogh den vierten Treffer für den USV Raika Kirchberg am Wechsel erzielte. Karl Rupprecht hob dabei nicht nur die Bedeutung des Tores hervor, sondern auch die Art, wie es herausgespielt wurde. „Das war eine sehr schöne Kombination aus dem Mittelfeld über Fahrner zu Geresi, und Balogh musste dann aus fünf Metern nur noch einschieben“, sagte der Trainer. Für ihn passte diese Szene gut zur zweiten Halbzeit seiner Mannschaft, weil sie zielstrebiger und torgefährlicher gewesen sei. Gleichzeitig beließ es der Trainer nicht beim Lob. „Besonders gut hat funktioniert, dass wir in der zweiten Halbzeit einfach aggressiver waren“, sagte Rupprecht, schob aber sofort nach: „Verbessern müssen wir, dass wir das zwei Halbzeiten spielen und nicht nur eine.“
Dass der Sieg aus seiner Sicht dennoch verdient war, begründete Rupprecht nicht mit einer schwachen Leistung des Gegners, sondern mit der eigenen Steigerung. „Union Natschbach-L. ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern“, sagte der Trainer des USV Raika Kirchberg am Wechsel. Überrascht habe ihn das nicht, denn das Kombinationsspiel des Heimteams sei schon vor der Pause deutlich zu sehen gewesen. Gerade deshalb fiel seine Bewertung umso klarer aus: „Wir haben das in der zweiten Halbzeit unterbinden können und daher verdient gewonnen.“ Auch mit dem Schiedsrichter war Rupprecht zufrieden. „Von der Leistung her war das sehr gut“, meinte er. Für den USV Raika Kirchberg am Wechsel bleibt damit ein Auftakt, der Warnung und Bestätigung zugleich war: eine schwache erste Hälfte, aber auch die Fähigkeit, ein schon fast entglittenes Spiel noch komplett zu drehen.