Zum Auftakt der 2. Klasse Wechsel musste sich der USC Hochneukirchen beim SVSF Pottschach mit 1:4 geschlagen geben. Für Trainer Andreas Renner lief die Partie schon früh in eine schwierige Richtung: eine ungeplante Umstellung nach einem Zusammenstoß, drei Gegentore vor der Pause und zu wenig Zugriff gegen einen sehr aggressiven Gegner. Daran änderte auch der schöne Treffer von Jonas Beisteiner nichts mehr.

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Die Partie bekam aus Sicht von USC Hochneukirchen sehr früh einen Einschnitt, der den gesamten weiteren Verlauf mitbestimmte. Renner berichtete von einem Zusammenstoß zweier Spieler, die mit Platzwunden am Kopf ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Für USC Hochneukirchen war das doppelt bitter, weil dabei auch der Abwehrchef vom Feld musste und die Ordnung sofort verändert werden musste. „Somit musste ich die ganze Mannschaft umstellen, und wir haben dann einige Zeit gebraucht, bis wir uns richtig gefunden haben“, sagte Andreas Renner. Dass USC Hochneukirchen trotzdem ordentlich begonnen hatte, wollte der Trainer ausdrücklich festhalten. Seine Mannschaft sei gar nicht so schlecht in die Partie gekommen und habe auch ein, zwei Möglichkeiten gehabt, die aus seiner Sicht wegen Abseitsstellungen zurückgepfiffen wurden.
Danach nutzte SVSF Pottschach die schwierige Phase der Gäste konsequent aus und stellte die Weichen schon vor dem Seitenwechsel klar auf Heimsieg. In der 19. Minute brachte Norbert Imre Kokenszky den Gastgeber mit 1:0 in Führung, und Renner ordnete diese Szene klar ein: „Dann passiert uns leider ein Fehler im Aufbauspiel, und SVSF Pottschach hat das eiskalt ausgenutzt.“ Auch beim zweiten Gegentor sah der Trainer seine Mannschaft in der Verantwortung. Das 2:0 durch Norbert Imre Kokenszky in der 37. Minute fiel nach einem Eckball, bei dem USC Hochneukirchen laut Renner „ein bisschen geschlafen“ habe. Kurz vor der Pause, in Minute 45, erhöhte Daniel Kleinander auf 3:0, nachdem es in der Defensive einen Kommunikationsfehler gegeben hatte. Entsprechend deutlich fiel die Analyse des Trainers aus: „Wir waren zu wenig nah am Mann, zu wenig aggressiv. Da war uns SVSF Pottschach einen Schritt voraus.“
USC Hochneukirchen wollte nach dem 0:3-Rückstand noch einmal zurück ins Spiel finden, doch auch dieser Versuch wurde schnell gestoppt. Renner sagte, seine Mannschaft habe nach der Halbzeit versucht, noch einmal Gas zu geben. Doch mit der ersten Möglichkeit nach Wiederbeginn stellte SVSF Pottschach durch Görkem Orhan in der 52. Minute auf 4:0. „Damit war die Partie endgültig entschieden“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Immerhin kam USC Hochneukirchen noch zum Ehrentreffer. Jonas Beisteiner verkürzte in der 66. Minute auf 4:1, und genau dieses Tor hob Renner nach dem Spiel ausdrücklich hervor. Er sprach von einem „wunderschönen Tor“, das aber zu spät gekommen sei. Die Schlussphase beschrieb er als ruhiger, mit Halbchancen auf beiden Seiten. Dem Schiedsrichter wollte er trotz einiger enger Entscheidungen keinen Vorwurf machen: „Er war in Ordnung, da darf man nichts sagen.“
Am klarsten wurde Andreas Renner bei der Frage, was USC Hochneukirchen an diesem Abend am meisten gefehlt hat. „Ich glaube, der Glaube an uns selbst hat am meisten gefehlt, dass wir SVSF Pottschach schlagen können, dass wir unsere Aufgaben erledigen, dass wir nah am Mann sind, dass wir aggressiv gegen diese Spieler spielen“, sagte der Trainer. In einem Satz fasste er seine Sicht auf die Niederlage noch deutlicher zusammen: „Halbherzig funktioniert das gegen SVSF Pottschach nicht. Dafür ist die Mannschaft zu stark.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Gegner, den er als „sehr giftig, sehr aggressiv“ und technisch stark beschrieb. Ganz ohne positive Punkte wollte Renner den Auftakt aber nicht stehen lassen. „Wir haben nie aufgegeben. Wir haben immer gekämpft“, sagte er und hob dazu hervor, dass viele junge Spieler ihre Chance bekommen hätten und ihn „nicht enttäuscht“ hätten. Für USC Hochneukirchen bleibt nach diesem 1:4 damit ein Abend, aus dem vor allem in Sachen Zugriff, Aggressivität und Selbstvertrauen die richtigen Lehren gezogen werden müssen.