In der 2. Klasse Wechsel setzte sich USC Hochneukirchen gegen Gloggnitz II mit 1:0 durch. Das Ergebnis fiel knapp aus, aus Sicht von Trainer Andreas Renner hätte seine Mannschaft die Partie aber schon viel früher auf ihre Seite ziehen müssen. Hochneukirchen war vor allem in der ersten Hälfte klar tonangebend, ließ wenig zu und machte sich das Leben mit einer schwachen Chancenverwertung am Ende selbst schwer.

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Renner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken sehr einverstanden, weil Hochneukirchen von Beginn an das aktivere Team war. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet. Wir waren läuferisch präsent, wir waren kämpferisch präsent und wir sind auch spielerisch super hineingekommen“, sagte der Trainer. Gerade die erste Hälfte gefiel ihm, weil sich seine Elf immer wieder Möglichkeiten erarbeitete und Gloggnitz II kaum zur Entfaltung kommen ließ. Der einzige Treffer fiel in der 18. Minute, als Tamas Baliko eine Situation nach einem Abschlag aus der Defensive schnell erkannte. Renner schilderte die Entstehung so: „Der Verteidiger von Gloggnitz hat sich verschätzt. Baliko hat die Situation schnell erkannt, hat Gegenspieler und Tormann ausgespielt und ins Tor eingeschossen.“ Mit dem 1:0 ging es auch in die Pause, obwohl aus Sicht der Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mehr drin gewesen wäre.
Dass der Abend am Ende dennoch spannend blieb, lag für Renner nicht daran, dass seine Mannschaft das Spiel aus der Hand gegeben hätte. Vielmehr störte ihn, dass aus der Überlegenheit zu wenig Ertrag gemacht wurde. „Eigentlich hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass wir das Spiel gewinnen können, weil wir uns sehr viele Chancen herausgespielt haben“, sagte er. Gerade deshalb wurde es in der Schlussphase noch einmal unerquicklich, weil ein 1:0 im Fußball eben immer offen ist. Renner sprach offen an, dass mit jeder ausgelassenen Möglichkeit auch die Gefahr auf der anderen Seite steigt: „Als wir wirklich sehr viele Chancen liegen gelassen haben, hatte ich zum Schluss schon Angst, dass wir uns ein Gegentor fangen.“ Vor allem mit hohen Bällen in den Strafraum rechnete er noch einmal, weil Gloggnitz II bei einem knappen Rückstand nichts mehr zu verlieren hatte. Dass es am Ende trotzdem beim knappen Heimsieg blieb, schrieb er vor allem dem geschlossenen Auftreten seiner Mannschaft gegen den Ball zu.
Die größte Stärke sah Renner deshalb auch eindeutig in der Arbeit gegen den Ball. „Wir waren kampfstark, wir waren laufstark. Wir haben ein super Stellungsspiel gehabt in der Verteidigung“, sagte der Hochneukirchen-Coach und schob gleich ein „großes Kompliment an die gesamte Mannschaft“ nach. Auch den jungen Gästen stellte er ein ordentliches Zeugnis aus, weil Gloggnitz II „alles reingehauen“ und bis zum Schluss nicht aufgegeben habe. Den einen Kritikpunkt wollte Renner nach dem Schlusspfiff trotzdem nicht kleinreden: „Verbesserungspotenzial liegt eindeutig in der Chancenauswertung.“ Gerade in den vergangenen beiden Spielen habe seine Mannschaft viele Möglichkeiten vorgefunden, deshalb fordert er: „Da müssen wir eindeutig cooler und kaltschnäuziger werden. Dann können wir leichter spielen und die Matches früher entscheiden.“ Unterm Strich überwog bei den Gastgebern aber die Zufriedenheit, auch weil Renner die Haltung seiner jungen Mannschaft hervorhob: „Sie geben nie auf, sie fighten bis zum Schluss.“ Mit dem Heimsieg hält Hochneukirchen nach sechs Runden bei zehn Punkten und bleibt in der oberen Tabellenhälfte dran.