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„Das 1:0 hat uns Ruhe gegeben“ – Natschbach-L. zieht in Mönichkirchen nach der Pause klar davon

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FC Mönichkirchen
Natschbach-L.

In der 2. Klasse Wechsel hat FC Mönichkirchen gegen Union Natschbach-L. mit 0:5 verloren. Das Ergebnis fiel am Ende klar aus, auch wenn es laut sportlichem Leiter Leopold Weissenböck nicht durchgehend eine glanzvolle Vorstellung seiner Mannschaft war. Entscheidend waren aus seiner Sicht das 1:0 durch Srdan Tonkovic und später das 3:0 von Thomas Ungerhofer, das der Partie endgültig die Richtung gab.

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Geduld gegen einen tiefen Gegner

Natschbach-L. hatte nach der Einschätzung von Weissenböck von Beginn an mehr vom Spiel und war über weite Strecken die aktivere Mannschaft. „Es war über 60, 65 Minuten ein sehr dominantes Spiel unserer Mannschaft“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Ganz so einfach, wie es das Ergebnis später vermuten ließ, war die Aufgabe aber zunächst nicht. Mönichkirchen stand laut Weissenböck in der ersten Halbzeit „sehr, sehr tief“, verschob diszipliniert und machte es dem Favoriten dadurch lange unangenehm. Dazu kam, dass Natschbach-L. die ersten zwei oder drei Möglichkeiten nicht nutzte und sich zunächst nicht für den Aufwand belohnte. Die Gäste blieben aber dran und fanden dann über zwei ruhende Bälle den Weg zum Vorsprung. In der 32. Minute brachte Srdan Tonkovic seine Mannschaft nach einem Eckball mit 1:0 in Führung, fünf Minuten später legte Thomas Ungerhofer per direktem Freistoß das 2:0 nach. Mit diesem Doppelschlag ging es auch in die Pause.

Das 1:0 als Türöffner, das 3:0 als Vorentscheidung

Für Weissenböck war vor allem das erste Tor mehr als nur eine Führung. „Das 1:0 hat der Mannschaft Ruhe und Sicherheit gegeben in so einer komplizierten Partie“, erklärte er. Gerade weil Mönichkirchen davor mit seiner kompakten Art gut dagegenhielt, war dieser Treffer für den weiteren Verlauf besonders wichtig. Trotzdem war die Sache nach dem Seitenwechsel noch nicht sofort erledigt. Der sportliche Leiter sprach davon, dass seine Mannschaft „bis zur 70. Minute etwas gezittert“ habe. Auch den Gegner sah er weiter im Spiel: Mönichkirchen war nach seiner Einschätzung bis dorthin „definitiv in der Partie drinnen“ und kam speziell in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit besser zur Geltung. Schon in der ersten Hälfte hatte der Gastgeber um die 25. Minute einen Torschuss, den Weissenböck ausdrücklich erwähnte. Anders als in früheren Duellen nutzte Mönichkirchen diese Möglichkeit diesmal aber nicht. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 78. Minute, als Thomas Ungerhofer nach Ballgewinn an der Mittellinie aus der eigenen Hälfte abzog und zum 3:0 traf. „Mit dem 3:0 war die Partie wahrscheinlich entschieden“, sagte Weissenböck, und genau so stellte sich die Schlussphase dann auch dar.

In wenigen Minuten wird es deutlich

Nach dem dritten Treffer zog Natschbach-L. das Ergebnis noch klar in die Höhe. Nur zwei Minuten später fiel das 4:0, als die Gäste über die rechte Seite noch einmal sauber durchkamen und Thomas Ungerhofer seinen dritten Treffer an diesem Nachmittag nachlegte. In der 86. Minute setzte Michal Caban mit einem direkten Freistoß zum 5:0 den Schlusspunkt. Damit stand am Ende ein hoher Auswärtssieg, den Weissenböck zwar als „hochverdient“ einordnete, aber bewusst nicht größer machte als nötig. „Das 5:0 war eine solide, aber keineswegs eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft“, sagte er. Darin steckte viel von der eigenen Erwartungshaltung. Natschbach-L. habe inzwischen die Qualität im Kader, um solche Spiele zu ziehen, wisse aber auch, dass in den nächsten Wochen noch mehr kommen müsse. Erwähnenswert aus seiner Sicht war außerdem, dass die Partie trotz des klaren Verlaufs fair blieb. Es habe keine scharfen Szenen gegeben, der Schiedsrichter sei kaum aufgefallen, „was für einen Schiedsrichter ein gutes Zeichen ist“, wie Weissenböck meinte.

Klarer Sieg, aber der Blick geht schon weiter

Gerade dieser nüchterne Ton nach einem 5:0 passte zu den Aussagen des Funktionärs. Weissenböck stellte klar, dass der Erfolg intern richtig eingeordnet wird. „Es ist für jede Mannschaft ein gutes Zeichen, dass trotz des 5:0-Auswärtssiegs niemand an die Decke geht“, sagte er. Statt großer Jubelstimmung überwog die Erkenntnis, dass schon die nächste Aufgabe deutlich mehr verlangen wird. Am Freitag wartet mit dem ungeschlagenen Tabellenführer SC Zöbern ein ganz anderer Prüfstein auf den aktuellen Tabellendritten. Weissenböck sprach von einem „Highlight-Spiel“, auf das sich die Mannschaft sehr freue. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass bis dahin noch Arbeit ansteht: „Wir wissen absolut, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen müssen.“ Der klare Sieg in Mönichkirchen bringt also drei Punkte und Selbstvertrauen, in Natschbach-L. will man ihn aber vor allem als saubere Grundlage für die kommenden Wochen verstanden wissen.

2. Klasse Wechsel: Mönichkirchen : Natschbach-L. - 0:5 (0:2)

  • 86
    Michal Caban 0:5
  • 80
    Thomas Ungerhofer 0:4
  • 78
    Thomas Ungerhofer 0:3
  • 37
    Thomas Ungerhofer 0:2
  • 32
    Srdan Tonkovic 0:1