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„Das 2:0 hat die Richtung vorgegeben“ – Neunkirchen holt sich das Derby gegen Ternitz

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SC Neunkirchen
ASK Ternitz

In der 2. Klasse Wechsel hat sich der SC Neunkirchen im Derby gegen den ASK Ternitz mit 4:2 durchgesetzt. Nach dem 2:0 zur Pause wurde es kurz noch einmal enger, am Ende blieb der Heimsieg aber verdient. Sportlicher Leiter Leon Balaj sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit vorne und brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: "Das 2:0 hat die Richtung vorgegeben."

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Nach kurzer Ternitzer Anfangsphase kippte das Derby früh

Balaj schilderte ein Derby, das zunächst nicht nur vom Ergebnis, sondern auch vom Charakter her hielt, was man sich davon erwartet. "Derbyspiele sind besonders", sagte der Neunkirchner Funktionär und verwies darauf, dass Ternitz in den ersten fünf Minuten gleich eine Möglichkeit hatte. Danach aber kam der SC immer besser hinein. "Ab circa der zehnten Minute waren wir in der ersten Halbzeit überlegen", meinte Balaj, und genau diese Phase spiegelte sich dann auch im Spielstand wider. In der 17. Minute brachte Burak Bayram die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später erhöhte Peter Rajzinger auf 2:0. Für Balaj war diese frühe Doppelführung ein ganz wesentlicher Teil des Spiels. "Die ersten Tore zum 1:0 und 2:0 waren sehr wichtig für uns", sagte er. Dazu kam, dass Neunkirchen laut Balaj vor der Pause noch weitere gute Möglichkeiten hatte. Dass es zur Halbzeit trotzdem nur 2:0 stand, schrieb er auch der Leistung des gegnerischen Tormanns zu: "Wir haben riesige Chancen gehabt, aber der Torwart vom Gegner hat einen sehr guten Tag gehabt."

Das 2:1 brachte kurz Spannung, Neunkirchen blieb aber am Drücker

Nach dem Seitenwechsel bekam das Derby noch einmal einen kleinen Schub, weil Ternitz schnell verkürzte. Das 2:1 fiel in der 48. Minute durch Serkan Silan. Für einen Moment war die Partie damit wieder offener, doch Neunkirchen verlor den Faden nicht. "Wir waren trotzdem tapfer", sagte Balaj, und diese Reaktion war aus seiner Sicht ein klares Zeichen dafür, dass seine Mannschaft an diesem Tag die reifere war. In der 61. Minute stellte Bernard Tomaj auf 3:1, damit hatte sich der Gastgeber wieder Luft verschafft. Balaj formulierte es deutlich: "Mit dem 3:1 war das Spiel schon entschieden." Hakan Neziri legte in der 75. Minute das 4:1 nach, ehe Cvijetin Klincov in der 79. Minute noch auf 4:2 stellte. Am grundsätzlichen Eindruck änderte das für Balaj nichts mehr, weil Neunkirchen die Antwort auf die stärkste Phase der Gäste gegeben hatte und das Spiel danach wieder auf seine Seite zog.

Kompakter, aggressiver und mit Respekt vor einem guten Gegner

Interessant war nach dem Schlusspfiff vor allem, wie klar Balaj die Leistung seiner Mannschaft einordnete, ohne dabei den Gegner kleinzureden. "Über neunzig Minuten waren wir kompakter und aggressiver", sagte er, und genau darin sah er den Unterschied. Gleichzeitig sprach er Ternitz ausdrücklich Qualität zu. "Was ich bis jetzt von diesem Gegner gesehen habe, war das eigentlich eine der besten Leistungen der Saison", erklärte Balaj. Er betonte, dass die Gäste spielerisch "nicht schlecht" gewesen seien, in der zweiten Halbzeit aber kräftemäßig etwas nachgelassen hätten. Auch abseits des Resultats blieb das Derby aus seiner Sicht in geordneten Bahnen. "Für ein Derby war es ein ziemlich faires Spiel", sagte Balaj, auch über den Schiedsrichter gebe es "nichts zu diskutieren". Unterm Strich stand für ihn deshalb eine klare Bewertung: "Im Großen und Ganzen waren wir über neunzig Minuten die bessere Mannschaft und sind verdient als Sieger vom Platz gegangen." Für Neunkirchen ist dieser Derbysieg in Runde sechs nicht nur emotional etwas wert. Mit 16 Punkten nach sechs Spielen bleibt der SC ganz vorne dabei und nimmt aus einem besonderen Spiel genau den Schwung mit, den man in dieser Phase der Saison gerne mitnimmt.

2. Klasse Wechsel: Neunkirchen : Ternitz - 4:2 (2:0)

  • 79
    Cvijetin Klincov 4:2
  • 75
    Hakan Neziri 4:1
  • 61
    Bernard Tomaj 3:1
  • 48
    Serkan Silan 2:1
  • 22
    Peter Rajzinger 2:0
  • 17
    Burak Bayram 1:0