In der 2. Klasse Wechsel hat USC Hochneukirchen beim ASK Ternitz trotz einer lange offenen Partie bis in die Nachspielzeit auf einen Punkt hoffen dürfen, musste sich am Ende aber 0:1 geschlagen geben. Trainer Andreas Renner sah seine Mannschaft nach schwierigem Beginn gut im Spiel, ärgerte sich nach dem späten Gegentor aber vor allem über die ausgelassenen Möglichkeiten: "Wir müssen das Tor machen."

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Renner hatte von Beginn an den Eindruck, dass Ternitz besser in die Begegnung kam. "Beide Teams sind motiviert in das Match gegangen. Ternitz hat versucht, sofort Druck zu machen, hatte die eine oder andere Halbchance und auch ein, zwei gute Chancen", sagte der Trainer der Gäste. In dieser Phase brauchte Hochneukirchen merklich Zeit, um Ordnung in das eigene Spiel zu bringen. Renner sprach offen davon, dass es zunächst Abstimmungsprobleme gab, verwies aber auch auf die Umstände: "Wir hatten fünf Ausfälle zu verkraften und es war eine sehr junge Mannschaft auf dem Platz." Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Elf nicht auseinanderfiel. "Wir haben uns dann in die Partie reingekämpft und konnten das Match sehr ausgeglichen gestalten", sagte er. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte aus seiner Sicht zu einer ersten Hälfte, in der Ternitz zwar aktiver begonnen hatte, Hochneukirchen sich danach aber immer besser fing.
Im zweiten Durchgang sah Renner dann eine Partie, in der auf beiden Seiten etwas möglich war. "In der zweiten Halbzeit gab es ein paar Halbchancen auf Ternitzer Seite und auf unserer Seite", sagte er, legte den Finger aus seiner Sicht aber sofort auf den entscheidenden Punkt. "Wir hatten wirklich sehr, sehr gute Chancen, das Tor zu machen. Wir müssen es sogar machen." Genau darin lag für ihn auch diesmal wieder das große Problem. "Der entscheidende Knackpunkt zu unseren Ungunsten war, dass wir einfach das Tor nicht gemacht haben. Genauso wie in den vergangenen Spielen haben wir wirklich zwei, drei, vier hundertprozentige Torchancen und können diese leider nicht verwerten." Besonders mit dem Umschalten war Renner phasenweise zufrieden. "Als wir dann im Spiel waren, hat das Umschalten und das schnelle Spiel in die Tiefe sehr gut funktioniert. Genauso stelle ich mir das vor." Gleichzeitig schob er nach, dass diese guten Phasen noch zu kurz waren: "Aber nicht nur fünfzehn, zwanzig Minuten, sondern das müssen wir versuchen, wirklich über neunzig Minuten spielen zu können."
Dass Hochneukirchen am Ende doch noch leer ausging, machte die Sache aus Sicht des Trainers besonders bitter. Das 1:0 für Ternitz fiel in der Nachspielzeit, Torschütze war Robin Schanner. Renner schilderte die Szene so: "Das Tor fiel nach einem Angriff von Ternitz. Wir konnten ihn erst mit dem dritten Verteidiger stoppen. Der anschließende Freistoß sprang unglücklich vor unserem Tormann auf, versprang, sprang an den Kopf unseres Schlussmanns, und den Abstauber konnte dann Robin Schanner über die Linie drücken." Trotz des späten Nackenschlags fand Renner auch anerkennende Worte für den Gegner. "Sie sind eine technisch sehr starke Mannschaft. Man hat gemerkt, sie sind motiviert und wollen sich dem neuen Trainer beweisen", sagte er und ergänzte: "Ein Remis wäre vielleicht gerechter gewesen, aber so ist Fußball." Diskussionen über den Unparteiischen wollte er ausdrücklich keine aufmachen. "Der Schiedsrichter war ausgezeichnet. Es war wirklich einer der besten Schiedsrichter, die wir seit Langem hatten." Für Hochneukirchen bleibt damit nach sieben Runden vorerst Rang sechs mit zehn Punkten, während Ternitz durch den späten Heimsieg auf sieben Punkte kommt und Boden gutmacht.