In der 2. Klasse Wechsel hat der USC Hochneukirchen gegen den USV Raika Kirchberg am Wechsel eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben und am Ende 2:3 verloren. Trainer Andreas Renner sah seine Mannschaft lange auf Kurs, machte nach dem Spiel aber klar, woran es gekippt ist: Hochneukirchen verteidigte die Partie nicht konsequent als geschlossener Verbund zu Ende.

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Aus Sicht der Gastgeber begann die Begegnung genau so, wie man es sich vorgenommen hatte. Hochneukirchen startete laut Trainer Andreas Renner sehr gut, stand kompakt und kam immer wieder mit schnellen Umschaltmomenten nach vorne. Diese Phase schlug sich auch am Spielstand nieder. In der 19. Minute brachte Stefan Reschreiter die Heimischen mit 1:0 in Führung, nach 31 Minuten legte Thomas Gamperl das 2:0 nach. Renner sprach deshalb auch von einer verdienten Führung: „Wir sind sehr gut in die Partie reingestartet, haben die ersten dreißig Minuten dominiert und genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.“ Für Hochneukirchen war das zunächst die Bestätigung eines Plans, der mit guter Ordnung und Pässen in die Tiefe aufging. Doch mit dem zweiten Treffer änderte sich das Bild. Kirchberg kam durch Benedikt Kronaus in der 34. Minute auf 1:2 heran, und genau ab dieser Phase sah Renner das Problem seiner Mannschaft immer deutlicher werden. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir defensiv unsere Ordnung verloren, sind nicht mehr kompakt in die Zweikämpfe gekommen“, sagte der Trainer. Damit war schon vor der Pause zu spüren, dass die Partie noch lange nicht entschieden war.
Dass der Anschlusstreffer den Gästen Rückenwind gab, zeigte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Kirchberg glich durch Laszlo Balogh bereits in der 47. Minute zum 2:2 aus und nahm den Heimischen damit genau jenen Vorsprung, auf den sie sich nach einer starken Anfangsphase gestützt hatten. Für Renner war das die entscheidende Stelle im Spiel. „Der schnelle Gegentreffer nach der Halbzeit zum 2:2 war natürlich nicht gut für uns“, erklärte er. Hochneukirchen blieb zwar in der Partie und hielt weiter dagegen, doch aus einer klaren Linie wurde ein offener Schlagabtausch. Renner beschrieb diese Phase als „Hin und Her“, in dem Kirchberg aus seiner Sicht die etwas besseren Möglichkeiten hatte. Der Trainer verwies dabei vor allem auf das Verhalten gegen den Ball. „Wir haben uns vorgenommen, dass wir als Mannschaft zu elft verteidigen. Das hat anfangs sehr gut geklappt. Je länger das Match gedauert hat, umso offener sind wir gestanden.“ Gerade gegen einen Gegner wie Kirchberg sei das schwer zu verteidigen, weil die Gäste immer wieder Überzahl über die Seite schaffen würden. Genau darin sah Renner einen wesentlichen Unterschied im weiteren Verlauf.
Die Entscheidung fiel dann spät. In der 85. Minute erzielte Florian Fahrner das 3:2 für Kirchberg und drehte die Partie damit endgültig. Renner fand für diese Szene deutliche Worte, ohne dabei vom Grundthema seiner Analyse abzuweichen. „Am Ende war es ein Tor des Willens von Florian Fahrner“, sagte er und schilderte die Aktion als Lauf von der Mittellinie bis zum Abschluss. Für den Hochneukirchner Trainer war zugleich klar, dass seine Mannschaft diese Situation besser verteidigen muss: „Das darf nicht passieren.“ Überhaupt kam er in seiner Bewertung immer wieder auf denselben Punkt zurück. „Der Unterschied lag im Verteidigen. Wir haben es nicht geschafft, zu elft zu verteidigen. Das haben wir gewusst, dass wir das müssen, wenn wir gegen Kirchberg bestehen wollen.“ Trotz der Enttäuschung über die vergebene 2:0-Führung fand Renner auch faire Worte für den Rahmen der Partie. Er sprach von einem intensiven und harten, aber fair geführten Spiel und bescheinigte auch dem Schiedsrichter eine starke Leistung: „Er hatte das Match über neunzig Minuten unter Kontrolle und hat eine sehr gute Leistung geboten.“ Für Hochneukirchen bleibt damit eine Niederlage, in der ein guter erster Abschnitt nicht reichte, weil die mannschaftliche Ordnung über die volle Distanz nicht hielt. Kirchberg nimmt nach dem Comeback drei Punkte mit und bleibt damit in der Spitzengruppe, während Hochneukirchen nach acht Runden weiter bei zehn Zählern hält.