Spielberichte

„Der rasche Ausgleich hat uns Selbstvertrauen gegeben“ – Zöbern dreht 0:1 noch in ein 2:1

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SC Zöbern
SC Neunkirchen

In der 2. Klasse Wechsel hat SIVAG SC Zöbern das Heimspiel gegen den SC Neunkirchen mit 2:1 gewonnen. Nach dem 0:1-Rückstand fand Zöbern über einen Elfmeter schnell zurück, legte kurz nach der Pause nach und verteidigte den Vorsprung mit viel Einsatz bis zum Schluss. Für Sektionsleiter Mario Franz Heissenberger war genau dieser Moment entscheidend: „Der rasche Ausgleich hat uns Selbstvertrauen gegeben.“

Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Rückstand nach ordentlichem Beginn

Zöbern kam laut Heissenberger ordentlich in die Partie und wurde gleich in den Anfangsminuten erstmals gefährlich. Die Gastgeber kamen zwar vors Tor, brachten den Angriff aber nicht sauber zu Ende. Danach übernahm Neunkirchen mehr und mehr die Kontrolle, hatte mehr Ballbesitz und war „eine Spur stärker“, wie es der Zöberner Sektionsleiter formulierte. In dieser Phase fiel auch das 0:1 durch Peter Rajzinger in der 20. Minute. Heissenberger sprach von einem Moment der Unachtsamkeit in der Hintermannschaft. Zöbern brauchte danach aber nicht lange, um wieder hineinzufinden. Die Partie wurde ausgeglichener, klare Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten selten. Dann drang der Kapitän der Heimischen in den Strafraum ein und wurde entscheidend gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Bence Jozsef Reizinger in der 27. Minute „souverän ins rechte obere Eck“. Kurz vor der Pause bot sich dem Kapitän noch eine gute Einschussmöglichkeit, doch diesmal blieb der gegnerische Torhüter Sieger. So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Nagl trifft, Kager hält

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Neunkirchen zunächst aktiver. Die Gäste hatten die erste gefährliche Aktion der zweiten Hälfte mit einem Volleyschuss ihres Stürmers mit der Nummer 19, dazu weiterhin mehr Ballbesitz. Zöbern zog sich deshalb nicht einfach nur zurück, sondern stemmte sich mit allem dagegen, was vorhanden war. „Wir haben uns mit allem, was wir gehabt haben, entgegengestellt und defensiv überragend gekämpft“, sagte Heissenberger. Der Lohn folgte in der 53. Minute: Patrick Nagl traf zum 2:1, und für den Zöberner Funktionär war das der spielentscheidende Treffer. „Ausschlaggebend für den Sieg war natürlich das 2:1“, sagte Heissenberger. Er sprach von einem „sehenswerten Tor“, das ein wenig glücklich entstanden sei, ergänzte aber auch: „So ein Tor schießt man nicht alle Tage.“ Danach war Neunkirchen tonangebend und versuchte viel, doch Zöbern ließ laut Heissenberger nicht mehr viele wirklich große Chancen zu. Besonders bei einem gefährlichen Schuss musste Manuel Kager noch einmal ausgezeichnet parieren. „Die Mannschaft hat das sehr gut über die Runden gebracht“, meinte Heissenberger.

Zusammenhalt als Basis

Entscheidend war aus Sicht der Gastgeber weniger ein spielerischer Glanzauftritt als die Art, wie die Mannschaft das Spiel angenommen hat. Heissenberger hob nach Schlusspfiff vor allem die Basis hervor, auf der dieser Heimsieg stand: „Der Zusammenhalt und der Wille waren enorm groß, dazu die Kampfbereitschaft und die Laufbereitschaft.“ Dazu kam, dass Zöbern nach seinen Worten einen erwartet starken Gegner erwischte. Umso wichtiger war es, dass die Heimischen „vor allem die Nummer sieben relativ gut aus dem Spiel nehmen“ konnten. Heissenberger verschwieg auch nicht, dass personell improvisiert werden musste. „Uns haben zwei Spieler gefehlt, die wir kompensieren mussten“, sagte er, verwies aber zugleich darauf, dass auch Neunkirchen mit zwei gesperrten Spielern nicht in Idealbesetzung antreten konnte. Für ihn war das ein Spiel, das seine Mannschaft vor allem über Disziplin, Einsatz und Geschlossenheit für sich entschieden hat.

Umschalten bleibt Thema

Trotz der drei Punkte sah der Zöberner Sektionsleiter genug Dinge, die seine Mannschaft noch besser lösen kann. Gerade in der Schlussphase hätte man einige Umschaltmomente sauberer ausspielen müssen. „Da hätten wir diverse Situationen durchaus besser ausspielen müssen“, sagte Heissenberger und machte damit klar, dass der Sieg kein Grund ist, alles schönzureden. Gleichzeitig ordnete er den Spielausgang nüchtern ein: Ein Unentschieden wäre seiner Meinung nach „vom Endstand her auch in Ordnung gewesen“, trotzdem nehme man „diese drei Punkte sehr gerne mit“. Lob gab es von ihm auch für den Unparteiischen. „Es wird immer strittige Situationen geben, aber insgesamt muss ich dem Schiedsrichter ein Lob aussprechen. Er hat das Spiel aus meiner Sicht für beide Seiten sehr fair und sehr gut geleitet.“ Unterm Strich war es für Zöbern ein enger, hart erarbeiteter Heimsieg, der den Tabellenführer der 2. Klasse Wechsel nach acht Runden mit 19 Punkten weiter vorne hält.

2. Klasse Wechsel: Zöbern : Neunkirchen - 2:1 (1:1)

  • 53
    Patrick Nagl 2:1
  • 27
    Bence Jozsef Reizinger 1:1
  • 20
    Peter Rajzinger 0:1