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„Das 1:0 war wahrscheinlich die Vorentscheidung“ – Hochneukirchen hält lange dagegen, verliert aber 0:2

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SC Neunkirchen
Hochneukirchen

In der 2. Klasse Wechsel hat USC Hochneukirchen am 9. Spieltag beim SC Neunkirchen mit 0:2 verloren. Trainer Andreas Renner sah eine Partie, in der seine Mannschaft lange tief und kompakt verteidigte, sich nach torloser erster Hälfte aber nicht mehr vom Rückstand erholte. Vor allem das 0:1 bezeichnete er als Schlüsselszene eines Nachmittags, an dem der Gegner laut Renner am Ende verdient gewann.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

Image by Lutz Peter from Pixabay

Lange kompakt, aber kaum Entlastung

Aus Sicht von Andreas Renner begann die Partie genau so, wie es für Hochneukirchen schwierig werden konnte. „Neunkirchen ist spielerisch sehr stark in das Match gestartet“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff und verwies damit auf eine Anfangsphase, in der die Gastgeber viel Ballbesitz hatten und das Spiel an sich zogen. Hochneukirchen zog sich tief zurück und versuchte, die Räume engzumachen. „Wir waren sehr tief, haben versucht, gut und kompakt zu verteidigen und wollten immer wieder Nadelstiche durch Konter setzen“, erklärte Renner. Dieser Plan ging zumindest insofern auf, als seine Mannschaft bis zur Pause kein Gegentor zuließ. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, dass es nach vorne kaum Entlastung gab: „Was uns in der ersten Halbzeit leider nicht sehr oft gelungen ist.“ So stand es zur Halbzeit 0:0, obwohl Neunkirchen laut Renner schon in dieser Phase immer wieder zu Chancen kam.

Slukan bricht den Widerstand, Tomaj macht den Deckel drauf

Dass das Spiel nach der Pause kippte, machte Renner vor allem an einer Szene fest. In der 57. Minute brachte Dominik Slukan Neunkirchen mit 1:0 in Führung, und genau dieser Treffer blieb dem Hochneukirchen-Coach besonders hängen. „Das 1:0 war wahrscheinlich die Vorentscheidung“, sagte er, weil seine Mannschaft bis dahin trotz des Drucks lange dagegengehalten hatte. Renner schilderte die Entstehung des Treffers so: „Das 1:0 war ein Pass zwischen unserer Viererkette. Aus meiner Sicht war es Abseits.“ Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, Neunkirchen kam laut Renner über einen Stanglpass zum Abschluss und Slukan vollendete. Auf der anderen Seite sah der Trainer eine ähnliche Situation, in der ein möglicher Hochneukirchner Treffer wegen Abseits nicht zählte. „Damit müssen wir leben“, sagte Renner zwar, machte aber auch klar, wie sehr ihn diese Szene beschäftigte. Als Bernard Tomaj in der 85. Minute das 2:0 nachlegte, war die Partie endgültig entschieden.

Viele Ausfälle, wenig Möglichkeiten nachzulegen

Dass Hochneukirchen die Partie nach dem Rückstand nicht mehr drehen konnte, führte Renner nicht nur auf die Spielstärke des Gegners zurück, sondern auch auf die personelle Lage. „Dadurch, dass wir sehr viele Ausfälle hatten – verletzungsbedingt und krankheitsbedingt –, konnten wir von der Reservebank nicht wirklich mehr entscheidende Akzente setzen, um dem Spiel noch eine andere Richtung zu geben“, sagte er. Immerhin sah er nach der Pause bei den Kontern eine leichte Steigerung: „In der zweiten Halbzeit gelang es uns besser.“ Mehr als einzelne Entlastungsphasen wurde daraus aber nicht. Renner erklärte den Unterschied schließlich damit, dass Neunkirchen den Druck hochhielt und die Räume hinter der Abwehr besser bespielte: „Sie haben in der zweiten Halbzeit die nötigen Räume hinter unserer Abwehr gefunden und diese eiskalt ausgenutzt.“ Trotz der Niederlage stellte er seiner Mannschaft ein ordentliches Zeugnis aus. „Sie hat alles reingehauen, sie hat alles gegeben“, sagte der Trainer. Sein Schlusssatz fiel dennoch klar aus: „Leider war es an diesem Nachmittag gegen Neunkirchen zu wenig. Neunkirchen hat am Ende verdient gewonnen.“ Für Neunkirchen bedeutet das nach neun Runden 19 Punkte und einen Platz im Spitzenfeld, Hochneukirchen hält bei zehn Zählern.

2. Klasse Wechsel: Neunkirchen : Hochneukirchen - 2:0 (0:0)

  • 85
    Bernard Tomaj 2:0
  • 57
    Dominik Slukan 1:0