In der 2. Klasse Wechsel hat sich der USC Krumbach im Heimspiel gegen den SIVAG SC Zöbern mit einem 2:2 begnügen müssen. Die Gastgeber lagen zur Pause 0:1 zurück, drehten die Partie nach dem Seitenwechsel und gaben den Sieg doch noch in der Nachspielzeit aus der Hand. Für Sektionsleiter Norbert Riegler bleibt vor allem eines hängen: „Den letzten Ball müssen wir besser verteidigen.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Krumbach musste zunächst einem Rückstand nachlaufen. In der 17. Minute brachte Csongor Fülöp die Gäste mit 1:0 in Führung. Riegler schilderte die Szene so: „Wir haben Mitte der ersten Hälfte das Gegentor bekommen zum 0:1. Das war eine Hereingabe von der rechten Seite, wo er dann am Elfmeterpunkt, zwischen Elfmeterpunkt und Strafraumgrenze, zum Abschluss gekommen ist und eingeschoben hat.“ Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Umso wichtiger war für die Gastgeber der Start in den zweiten Durchgang. Elias Rodax traf in der 46. Minute zum 1:1, und genau das war aus Sicht des USC der Moment, der das Spiel wieder öffnete. „Das 1:1 gleich nach der Pause war auf alle Fälle wichtig für uns, dass wir da wieder zurückfinden ins Spiel“, sagte Riegler. Ganz ruhig wurde die Partie danach aber nicht, denn „Mitte der zweiten Halbzeit sind die Gäste aus Zöbern immer stärker geworden“, wie der Krumbacher Sektionsleiter einordnete.
Gerade weil Zöbern in dieser Phase zulegte, bekam die Schlussphase noch einmal besonderes Gewicht. Krumbach hielt dagegen und schien sich in der 90. Minute sogar mit dem Heimsieg zu belohnen. Philipp Luckerbauer erzielte das 2:1, nachdem es nach einer Flanke von der linken Seite eine Unsicherheit des Gästetormanns gegeben hatte. „Kurz vor Ende haben wir die 2:1-Führung erzielt. Da war bei den 600 Zuschauern natürlich viel Jubel“, sagte Riegler. Viel länger als ein paar Augenblicke dauerte diese Führung aber nicht. In der Nachspielzeit, genauer in Minute 90+5, traf Bence Jozsef Reizinger noch zum 2:2. Entsprechend gemischt fiel die Einordnung aus. Einerseits hielt Riegler fest, dass „es ein gerechtfertigtes Unentschieden ist“, andererseits war natürlich klar, wie nah Krumbach am Sieg dran war, als die Uhr bereits abgelaufen schien. Phasenweise habe auch Zöbern Vorteile gehabt, nach dem 2:1 schien der Dreier aber plötzlich aufseiten der Gastgeber zu liegen.
Dass Krumbach am Ende trotzdem nur einen Punkt mitnahm, erklärte Riegler weniger mit fehlendem Einsatz als mit der letzten Aktion des Spiels. „Die kämpferische Leistung war sehr, sehr gut heute“, betonte er, und genau das zog sich aus seiner Sicht durch die ganze Partie. „Die Moral war da, wir sind nach einem Rückstand wieder zurückgekommen und dann auch in Führung gegangen. Das muss man der Mannschaft auch bestätigen.“ Was fehlte, sprach er ebenso direkt an: „Im Endeffekt müssen wir den letzten Ball besser verteidigen.“ Gegen den Tabellenzweiten war das für Krumbach am Ende der Unterschied zwischen zwei Punkten mehr und einem Remis, das einerseits weh tut, andererseits aber auch zeigt, dass die Gastgeber mit einem starken Gegner mithalten konnten. „Es war ein guter Gegner“, sagte Riegler über Zöbern. Streitfälle wollte er nicht groß aufblasen: „Wirklich strittige Situationen gab es nicht. Vielleicht hätte er ein, zwei Karten mehr geben können, aber grundsätzlich war die Leistung gut.“ So bleibt für Krumbach nach dem 2:2 gegen einen Gegner aus dem Spitzenfeld ein Auftritt, der von Kampf und Moral lebte, aber in der letzten Aktion doch noch den vollen Ertrag kostete. Mit 17 Punkten bleiben die Krumbacher im Vorderfeld, der ganz große Jubel blieb diesmal aber aus.