Beim Auswärtsspiel des ESV Rabensburg bei Herrnbaumgarten in der 2. Klasse Weinviertel überwog nach Abpfiff die Zufriedenheit – gepaart mit dem Gefühl, aus den vielen Chancen noch mehr machen zu können. Trainer Daniel Gehart brachte es prägnant auf den Punkt: „Es hätte nach unseren Möglichkeiten höher ausfallen können.“ Besonders der fehlende Killerinstinkt vor dem Tor wurmte ihn: „Na ja, wir haben ungefähr drei- oder viermal Stange beziehungsweise Latte getroffen.“ Gleichzeitig strich er die Spielkontrolle seiner Mannschaft heraus: „Herrnbaumgarten hatte eine Torchance, und die hat zum Tor geführt. Ansonsten haben wir das Spiel dominiert.“ Die Mischung aus Dominanz, Aluminiumpech und klarer Handschrift prägte die Stimmung im Lager der Gäste.

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Die Einschätzung des Trainers, dass „es höher ausfallen können“ hätte, fußt maßgeblich auf den vergebenen Großchancen und mehreren Treffern ans Gehäuse. Die knappen Abschlüsse um Rahmen und Querlatte umrissen den schmalen Grat zwischen komfortabler Führung und offener Partie – ein Erklärstück dafür, warum der Eindruck eines noch deutlicheren Resultats mitschwang, trotz vieler guter Offensivmomente und klarer Möglichkeiten.
„Ansonsten haben wir das Spiel dominiert“ – dieses Fazit untermauerte auch der Spielfilm. Rabensburg ging früh in Führung: Patrik Horelica traf zum 1:0 in der 2. Minute. Herrnbaumgartens Fernando Kostic glich in der 24. Minute zum 1:1 aus. Nach der Pause brachte erneut Horelica seine Farben in der 51. Minute mit 2:1 in Front. Lukas Kralik erhöhte in der 65. Minute auf 3:1, ehe Lukas Heinz in der 86. Minute den 4:1-Endstand fixierte. Viel Kontrolle, früh das Momentum auf der eigenen Seite – und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich eine reife Reaktion mit klarer Kante.
Auch taktisch passte vieles zusammen. „Das hat super funktioniert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spielverlauf“, resümierte Gehart. Bei der Wahl zum besten Spieler blieb der Trainer pragmatisch und orientierte sich an der Torgefahr: „Am ehesten Patrik Horelica mit zwei Toren.“ Die Auszeichnung spiegelt die Effektivität im Offensivdrittel wider – und sie passt zur Gesamtbotschaft des Abends: viel Kontrolle, starke Umsetzung der Vorgaben und das Gefühl, trotz eines klaren 4:1 noch Luft nach oben bei der Chancenverwertung zu haben. Das abschließende Fazit fiel entsprechend rund aus: „Alles super.“