Nach dem 1:1 zwischen FC Wilfersdorf und SV Zistersdorf in der 2. Klasse Weinviertel überwogen Erleichterung und Respekt. Roman Lanscha sprach von einem späten, eher glücklichen Ausgleich und hob die Wucht des Gegners hervor. Er schilderte eine Partie mit vielen hohen Bällen und harten Duellen – wenig spielerischem Glanz, dafür mit einer intensiven Schlussphase. Sein Fazit: Zistersdorf war über weite Strecken, vor allem 1. Halbzeit, die bessere Mannschaft.

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Im Rückblick beschrieb Roman Lanscha eine Begegnung, die mehr von Physis als von Ballzirkulation lebte. Es sei keine schöne Partie mit viel sauberem Ballbesitz gewesen, sondern ein Spiel mit vielen hohen Bällen und harten Zweikämpfen. Trotz der Härte blieb es großteils fair; wirklich strittige Szenen habe es kaum gegeben. Über weite Phasen dominierte die Arbeit gegen den Ball, denn auf beiden Seiten überlagerte der direkte, vertikale Stil den Aufbau – Faktoren, die Zistersdorf vor allem vor der Pause in die Karten spielten.
Offensiv kam Wilfersdorf nur schwer in Fahrt. Laut Lanscha hatte sein Team vor der Pause keine nennenswerte Möglichkeit, nach dem Seitenwechsel dann noch ein paar Chancen; Zistersdorf verzeichnete vor der Pause eine und nach der Halbzeit weitere Großchancen im Konter. Prägend war aber ein Standard, den Wilfersdorf zwar erwartet hatte, aber nicht sauber verteidigte: In der 26. Minute stellte Michael Seimann nach einem Eckball auf 0:1, zur Pause blieb es bei diesem Spielstand. Danach blieb das Spiel zäh, die Gastgeber fanden jedoch mehr Durchbrüche, während Zistersdorf im Konter gefährlich blieb. Erst in der Schlussminute und nach der Umstellung auf volle Offensive belohnte sich Wilfersdorf: Adam Konecny traf in der 90. Minute zum 1:1.
Lanscha sparte nicht mit Lob: Man müsse Zistersdorf anerkennen, die Mannschaft sei sehr gut eingestellt gewesen und über weite Strecken die bessere Elf. Gleichzeitig formulierte der Wilfersdorfer Trainer klare Erwartungen an die kommende Woche: Sein Team solle wieder an den starken Fußball der Vorwoche anknüpfen. Der späte Ausgleich taugt dabei als mentaler Ankerpunkt – ein Ergebnis, das trotz Anlaufproblemen hoffentlich Selbstvertrauen spendet.