Nach dem Auswärtsauftritt von USV 1950 Hauskirchen bei USC Wetzelsdorf in der 2. Klasse Weinviertel ordnete Sektionsleiter Julian Trötzmüller die Lage mit klaren Worten ein. Er sprach von Dominanz, kluger Tempowahl und kaltschnäuziger Chancenverwertung und resümierte: „Ein sehr, sehr souveräner Auftritt war das gestern.“ Gleichzeitig blieb der Blick auf die eigene Linie gerichtet: „Zuerst muss ich sagen, dass es eine Top-Mannschaftsleistung war.“ Die Stimmung: gelöst, aber fokussiert.

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Die Gäste stellten früh die Weichen: In der 10. (zum 0:1), 30. (zum 0:2) und 50. Minute (zum 0:5) traf Norbert Jankto – der erste Treffer entstand nach einem Stanglpass, der zweite fiel nach hohem Zuspiel per Volley über den Tormann, der dritte nach einer Querlegung von Stefan Zeiner. Jankto schnürte damit einen Dreierpack. Trötzmüller beschrieb die Grundlinie so: „Wir haben aus unseren Chancen die Tore gemacht, sehr guten Fußball gespielt, viel Ballbesitz gehabt und gewusst, wann wir das Spiel schnell machen mussten oder wann wir es wieder verzögern mussten.“
Den Ton setzten weitere Treffer vor dem Wechsel: In Minute 38 nickte Florian Schön nach Vorarbeit von Stefan Gstaltner ein (zum 0:3), in der 44. Minute stellte Filip Kukucka noch vor der Pause auf 4:0. Trötzmüller unterstrich die Effizienz: „Man muss auch sagen, unsere Chancen waren Tore.“ Das spiegelte sich im Rhythmus der Partie wider: Ballzirkulation, dann der präzise Moment – die beschriebenen Abläufe griffen nahtlos ineinander.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hauskirchen Herr der Lage: Nach einem Eckball köpfte Marek Ondryas in der 56. Minute zum 6:0. Zum Auftritt des Gegners blieb Trötzmüller sachlich: „Ehrlicherweise habe ich darauf nicht so geachtet. Also sie haben schon probiert, Fußball zu spielen.“ Seine Erklärung für die klare Tendenz: „Wir haben gefühlt aus jeder Chance das Tor gemacht und sie sind dadurch halt nicht wirklich in die Partie reingekommen.“
Individuelle Lorbeeren wollte Trötzmüller nicht verteilen: „Aber da jetzt wen herauszuheben, ist unfair. Gesamte Mannschaft wieder einmal top.“ Gleichzeitig verwies er auf die besondere Motivation an diesem Ort: „Für uns war es wichtig. Wir haben in Wetzelsdorf die letzten Jahre nicht unsere besten Auftritte gehabt und wir wollten das endlich ändern.“
Personell gab es kleinere Fragezeichen, die das Kollektiv auffing: Ein Spieler war angeschlagen, zudem schleppte Trainer Stefan Gstaltner eine leichte Erkrankung schon länger mit. Insgesamt überwogen Zufriedenheit über Auftritt, Kontrolle und Konsequenz.