Nach zwei Niederlagen erkämpfte sich USV Schrick gegen ESV Rabensburg in der 2. Klasse Weinviertel einen wichtigen Zähler und neue Zuversicht. Trainer Alexander Bitter ordnete die Partie als zähes, kampfbetontes Ringen auf schwierigem Untergrund ein und sagte: „Den Punkt nehme ich gerne mit. Wir haben glücklich durch ein Eigentor ausgeglichen.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Selbstkritik an der Offensivleistung und formulierte klare Hausaufgaben für die kommende Trainingswoche.

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„Der Start in der ersten Halbzeit war von beiden Seiten sehr verhalten“, beschrieb Alexander Bitter den Beginn. „Es war nicht von spielerischen Aktionen geprägt, sondern eher kämpferisch und läuferisch – auch weil unser Platz wegen Rasenlänge und Unebenheiten schwer zu bespielen ist. Es war kein einfaches Spiel.“ Chancen gab es dennoch: „Rabensburg hatte in der 10. Minute einen Abschluss, der knapp am langen Eck vorbeistrich.“ Schrick verbuchte im Gegenzug eine dicke Möglichkeit: „Nach einem Stanglpass klärte ein Spieler auf der Linie – es war um die 20. Minute herum. Dazu kam ein Kopfball alleine vor dem Tor.“ Im Ballbesitz sah Bitter über die gesamte Partie ein Gleichgewicht: „Es war relativ ausgeglichen. Nach dem 0:1 stellte sich Rabensburg aufs Verwalten ein, blieb aber im Konter immer wieder gefährlich.“
Den Nackenschlag kassierte Schrick kurz vor dem Seitenwechsel. Bitter haderte mit dem Zeitpunkt: „Das Tor kurz vor der Pause ist denkbar ungünstig. Wenn es mit 0:1 in die Kabine geht, ist das bitter.“ Torschütze der Gäste war Patrik Horelica, der in Minute 45 per Kopf zum 0:1 traf – Pausenstand: 0:1. Nach dem Wechsel übernahm Rabensburg phasenweise die Kontrolle. „In der zweiten Halbzeit war Rabensburg überlegen und hatte die klareren Tormöglichkeiten“, blieb Bitter klar. In einer hitzigen Schlussphase mussten die Gäste nach einer Roten Karte für Andreas Hesek (69.) in Unterzahl agieren; zur Szene wollte Bitter sich nicht festlegen: „Ich kann nicht beurteilen was der gegnerische Spieler zum Schiedrichter gesagt hat. Der Schlusspunkt fiel spät – und glücklich aus Sicht der Heimelf: Ein Eigentor von Lukas Heinz sorgte in Minute 88 für das 1:1 und bescherte Schrick den erhofften Zähler.
In der Analyse nahm Bitter die eigene Offensivabteilung deutlich in die Pflicht: „Mit unserem Offensivspiel – vor allem in der zweiten Halbzeit – bin ich nicht zufrieden, weil uns im letzten Drittel zu wenig eingefallen ist. Wir haben die Tiefe nicht bespielt, suchen keine tiefen Läufe und Räume.“ Für die Trainingswoche ist der Plan eindeutig: „Wir werden gezielt Offensivaktionen trainieren, um mit tiefen Bällen hinter die letzte Kette zu kommen.“ Ein Sonderlob verdiente sich Sechser Pascal Lackner: „Pascal verrichtet enorm viel Arbeit gegen und mit dem Ball, gibt keinen Ball verloren und ist eine echte Größe im Zentrum.“ Trotz der schwierigen Wochen blieb Bitter zuversichtlich: „Wir arbeiten uns gemeinsam heraus. Woche für Woche arbeiten – und das am Spieltag umsetzen. Dann bin ich positiv, dass wir in den nächsten Wochen wieder ein Erfolgserlebnis feiern.“