Spielberichte

Alexander Bitter (Trainer USV Schrick): "Das 1:0 war der Dosenöffner"

USV Schrick
Schrattenberg/Drasenhofen

In der 22. Runde der 2. Klasse Weinviertel feierte der USV Schrick gegen die SG Schrattenberg/Drasenhofen einen klaren 3:0-Heimsieg. Nach torloser erster Hälfte fiel kurz nach der Pause der Knoten: Ein Eckball brachte die Führung, danach legten die Hausherren eiskalt nach. Trainer Alexander Bitter sprach vom „Dosenöffner“ und lobte die stabile Arbeit gegen den Ball, die kaum etwas zuließ. „Der Sieg hätte auch höher ausfallen können“, meinte er, verwies auf Aluminiumpech und starke Paraden des Gästekeepers. Am Ende stand ein verdienter Erfolg, der Schrick im Spitzenfeld festhält.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach zäher erster Hälfte platzt der Knoten – Maier eröffnet, Mayer legt doppelt nach

Schrick kam mit einer klaren Idee ins Spiel. „Wir wollten von Anfang an Druck machen, Räume kreieren und suchen“, erklärte Alexander Bitter. Gegen sehr tief stehende Gäste war aber zur Pause noch Geduld gefragt – 0:0 nach 45 Minuten. Acht Minuten nach Wiederbeginn zahlte sich die Hartnäckigkeit aus: Nach einem Eckball stieg Oliver Maier am höchsten und köpfelte zum 1:0 (53.) ein. „Oliver ist reingelaufen und hat ins lange Eck geköpft“, schilderte Bitter. Schrattenberg/Drasenhofen musste danach öffnen, Schrick bekam mehr Platz – und nutzte ihn. Wieder nach einer Ecke fiel das 2:0 (80.), als ein geklärter Ball prompt zurückkam und Stefan Mayer über die Linie drückte. Nur drei Minuten später machte Mayer mit einem sauber zu Ende gespielten Konter über rechts seinen Doppelpack perfekt (83.). „Wir hatten auch Pech mit einem Stangenschuss, und der Tormann Daniel Breithut hat zwei-, dreimal sehr gut pariert“, so Bitter. Der 3:0-Sieg war verdient und hätte laut Coach sogar höher ausfallen können.

Schrick lässt hinten kaum etwas zu – Standards und Umschalten als Schlüssel

Die Geschichte des Abends war aus Sicht der Hausherren eine Mischung aus Geduld, Standards und sauberem Umschaltspiel. „Der Gegner stand sehr tief und hat die Räume eng gemacht, dadurch taten wir uns bis 20, 25 Meter vor dem Tor schwer“, erklärte Bitter. Umso wichtiger war der Führungstreffer. „Das 1:0 war der Dosenöffner, weil der Gegner dann höher stehen musste und wir zu mehr Räumen gekommen sind.“ Herausragend präsentierte sich einmal mehr die Defensive. „Zugelassen haben wir sehr, sehr wenig – einen oder zwei Torschüsse in neunzig Minuten“, bilanzierte der Trainer. Auch das kollektive Arbeiten gegen den Ball hob er heraus: „Die Arbeit gegen den Ball und hinter dem Ball bei Ballverlusten war top. Das Umschalten von der Offensive auf die Defensive funktioniert, wir kriegen immer Überzahl.“ So kontrollierte Schrick die Partie über weite Strecken und nutzte die entscheidenden Momente am ruhenden Ball und im schnellen Vorwärtsgang.

Serie, Schiri und Tabelle: Bitter zufrieden – „Das Kollektiv ist großartig“

Nach dem Schlusspfiff blieb bei Alexander Bitter vor allem Zufriedenheit. „Mittlerweile war das der fünfte 3:0-Sieg. Im Frühjahr haben wir in 9 Spielen erst fünf Gegentore erhalten“, sagte er und unterstrich damit die aktuelle Stabilität. Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte ohne Nachkarteln: „Der Schiedsrichter war im Großen und Ganzen okay. Die eine oder andere Gelbe wegen eines taktischen Fouls hätte man geben können, aber die lange Leine ist in Ordnung.“ In der Tabelle steht Schrick nach 22 Runden mit 43 Punkten auf Rang drei, die Gäste halten bei 30 Zählern Platz neun. Den Blick nach vorne formulierte der Coach mit einem Lächeln: „Wenn wir jede Partie 3:0 gewinnen, bin ich hochzufrieden. Das Kollektiv ist großartig, jeder hilft dem anderen – das macht sehr viel Spaß.“

2. Klasse Weinviertel: Schrick : Schrattenberg/Drasenhofen - 3:0 (0:0)

  • 83
    Stefan Mayer 3:0
  • 80
    Stefan Mayer 2:0
  • 53
    Oliver Maier 1:0