Deutlicher Auswärtssieg in der 2. Klasse Weinviertel: Der ESV Rabensburg unterlag dem USC Eibesthal mit 2:5 (0:1). Rabensburgs Trainer Daniel Gehart fand klare Worte: "Eibesthal hat zu Recht gewonnen. Sie waren in allen Belangen besser als wir." Die Gäste legten nach der Pause eiskalt nach und nutzten ihre Chancen, angeführt von Dreifachtorschütze Ondrej Konecny. Rabensburg kam nur noch zu zwei Treffern – und diskutierte kurz vor Schluss aus Heim-Sicht über die späte Rote.

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Eibesthal setzte das erste Ausrufezeichen nach einer halben Stunde: Ondrej Konecny traf in Minute 31 zum 0:1, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste sofort nach. Wieder war es Konecny, der in der 51. Minute auf 0:2 stellte. Nur neun Minuten später erhöhte Cenek Cenek auf 0:3 (60.). Rabensburg brauchte lange, um offensiv durchzukommen, meldete sich aber mit dem 1:3 von Lukas Kralik zurück (63.). Die Hoffnung währte nicht lange, denn Konecny schnürte nur sieben Minuten später seinen Dreierpack und stellte auf 1:4 (70.). In der Schlussphase traf Andre Fiegerl noch zum 2:4 (86.), doch Eibesthal antwortete prompt: Karl König legte postwendend das 2:5 nach (87.). Kurz vor dem Ende sah Oliver Wolf auf Rabensburg-Seite Rot (89.). Aus Sicht der Gastgeber blieb es damit bei einer klaren Niederlage, die sich über weite Strecken angekündigt hatte.
Nach dem Abpfiff sparte Trainer Daniel Gehart nicht mit klaren Worten über seine Mannschaft. "Entscheidend für den Spielausgang war in erster Linie unsere fehlende Motivation", sagte der Rabensburg-Coach und legte nach: "Uns haben der Wille, die Laufbereitschaft, die Lust gefehlt." In seinen Augen war der Gegner an diesem Tag in allen Bereichen griffiger. "Eibesthal war bissiger und williger", brachte Gehart die Unterschiede auf den Punkt. Mit Blick auf die beiden Rabensburg-Tore durch Lukas Kralik und Andre Fiegerl blieb sein Fazit nüchtern – die Treffer kamen zu spät und änderten am Ergebnis nichts mehr. Positives nahm der Trainer nur wenig mit, ein Aspekt war ihm dennoch wichtig: "Das Positivste war, dass es keine Verletzten gegeben hat." Insgesamt ordnete er den Auftritt als verdient verlorenes Spiel ein, in dem seine Elf schlicht nicht an ihr Leistungsmaximum herankam.
In einer ansonsten ruhigen Leitung des Unparteiischen gab es kurz vor Schluss noch Aufregung: In Minute 89 sah Oliver Wolf Rot. Daniel Gehart nahm den Schiedsrichter grundsätzlich aus der Schusslinie: "Grundsätzlich hat der Schiedsrichter eine unspektakuläre Leistung geliefert." Mit der Entscheidung am Ende war er aber nicht einverstanden: "Allerdings war die rote Karte zum Schluss nicht notwendig, da keine Torchancenverhinderung vorgelegen hat." Sportlich blieb festzuhalten: Eibesthal nutzte seine Momente konsequent – dreimal durch den eiskalten Ondrej Konecny, dazu Cenek Cenek und Karl König. Rabensburg wiederum lief lange hinterher und fand erst nach dem 0:3 in die Partie. Für die Gastgeber heißt es nun, den Auftritt sauber aufzuarbeiten und im Training jene Basics zu schärfen, die der Coach eingefordert hat – Laufbereitschaft, Wille und Überzeugung.