In der 2. Klasse Weinviertel hat FC Wilfersdorf am Freitagabend gegen SG Schrattenberg/Drasenhofen mit 4:0 gewonnen und damit genau die Reaktion gezeigt, die sich Trainer Roman Lanscha nach der Niederlage in der Vorwoche erhofft hatte. Ein frühes Tor brachte FC Wilfersdorf sofort auf Kurs, danach blieb die Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team. Für Roman Lanscha war vor allem entscheidend, dass seine Mannschaft ihr Können diesmal wirklich auf den Platz brachte.

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Die Partie lief für FC Wilfersdorf praktisch von Beginn an in die richtige Richtung. Schon in der 2. Minute traf Kevin Habich zum 1:0, und genau dieses Tor hob Roman Lanscha nach dem Schlusspfiff besonders hervor. "Ganz besonders wichtig für unser Spiel war natürlich das erste Tor, weil das direkt mit dem ersten Angriff passiert ist. Das gibt Auftrieb, darauf kann man aufbauen und geht mit einer viel breiteren Brust in den Rest des Matches", sagte der Trainer. FC Wilfersdorf konnte diesen Start auch sofort für sich nutzen. In der 24. Minute legte Fabian Bachmayer das 2:0 nach, und mit diesem Vorsprung ging FC Wilfersdorf auch in die Halbzeit. Für Roman Lanscha war das nicht nur ein guter Zwischenstand, sondern die Basis für einen Auftritt, den er als "brutal guten Angriffsfußball" seiner Mannschaft bezeichnete.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht von FC Wilfersdorf ähnlich. Fabian Bachmayer erhöhte in der 58. Minute auf 3:0, den Schlusspunkt setzte Angelo Kostic in der 87. Minute mit dem 4:0. Für Roman Lanscha lag der entscheidende Unterschied aber nicht nur in den vier Treffern, sondern vor allem in der Arbeitsweise seiner Mannschaft. "Entscheidend war die Kompaktheit in der Mannschaft. Die Defensivarbeit war sehr gut. Die Bälle ins letzte Drittel sind sehr gut angekommen und wir konnten uns so sehr viele Chancen rausspielen", erklärte der Trainer. Gerade dieser Wechsel zwischen Abwehrarbeit und dem Weg nach vorne gefiel ihm besonders gut. "Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Wechsel von Defensive in Offensive waren herausragend", sagte Roman Lanscha. Dass FC Wilfersdorf dabei nach seinen Worten lange nicht alles aus den Möglichkeiten gemacht hat, passte ins Bild eines klaren Heimsiegs, der nach Ansicht des Trainers noch deutlicher hätte ausfallen können.
Interessant war für Roman Lanscha auch, dass SG Schrattenberg/Drasenhofen deutlich offensiver auftrat, als er es im Vorfeld erwartet hatte. "Der Gegner hat viel offensiver gespielt, als ich es erwartet habe. Damit haben wir nicht gerechnet. Aber trotzdem haben wir uns sofort auf die neuen Umstände eingestellt", sagte der Trainer. Dass der Sieg am Ende noch höher hätte ausfallen können, verschwieg er dabei nicht. "Verbesserungsbedarf war heute eindeutig bei der Chancenauswertung, denn wir hätten auf jeden Fall vier, fünf weitere Tore schießen können, wenn nicht sogar müssen", meinte Roman Lanscha. Gleichzeitig betonte er, dass es rund um das Spiel keine Nebenschauplätze gab, die von der eigenen Leistung abgelenkt hätten. "Die Schiedsrichterleistung war für mich absolut in Ordnung. Es gab nicht wirklich etwas zu diskutieren", sagte Roman Lanscha und ordnete damit auch diesen Aspekt kurz und sachlich ein.
Entsprechend zufrieden fiel das Gesamtfazit bei FC Wilfersdorf aus. "Ich bin superzufrieden mit der ersten Elf und auch sehr mit den Einwechselspielern und freue mich, dass wir derzeit so eine gute mannschaftsinterne Balance haben", sagte Roman Lanscha. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung der eigenen Leistung: "Der entscheidende Unterschied war, dass wir unser Können diese Woche auf den Platz gebracht haben. Und wenn wir jede Woche so spielen, sehe ich nicht wirklich viele Gegner, die uns schlagen können." Mit dem 4:0 holte FC Wilfersdorf in Runde zwei den ersten Saisonsieg in der 2. Klasse Weinviertel und stellte sich damit auf drei Punkte. Vor allem die Art und Weise dürfte für FC Wilfersdorf dabei fast genauso wichtig sein wie das Ergebnis selbst, weil sie genau jene Reaktion lieferte, die Roman Lanscha nach der Vorwoche sehen wollte.