Spielberichte

Nach 2:2: ESV Rabensburg hadert mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor

Poysbrunn-F./Ottenthal
ESV Rabensburg

In der 2. Klasse Weinviertel trennten sich SG Poysbrunn-F./Ottenthal und ESV Rabensburg am Freitagabend 2:2. Für den ESV Rabensburg blieb nach einem offenen und abwechslungsreichen Spiel das Gefühl, dass sogar mehr drinnen gewesen wäre. Trainer Daniel Gehart sprach von einem „sehr rassigen Spiel“, in dem die Zuseher „auf ihre Kosten gekommen sind“, sah den Hauptgrund für den verpassten Sieg aber in der Chancenverwertung.

Bällesack

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Starker Beginn des ESV Rabensburg, dann antwortet Radek Vodicka vor der Pause

Der ESV Rabensburg erwischte nach Aussage seines Trainers den besseren Einstieg. „Gerade zu Beginn, die ersten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten, waren wir sehr gefällig, hatten ein gutes Kombinationsspiel und sind auch zügig zum Tor vorgekommen“, sagte Daniel Gehart. Genau in dieser Phase fehlte aber schon, was sich später durch den ganzen Abend ziehen sollte: die Konsequenz im Abschluss. Der ESV Rabensburg kam zwar gut in die Partie, nutzte seine Möglichkeiten aber nicht. SG Poysbrunn-F./Ottenthal ging dann in der 37. Minute durch Alexander Kaiser 1:0 in Führung. Dass der ESV Rabensburg trotzdem mit einem ordentlichen Gefühl in die Pause ging, lag an der späten Antwort: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Radek Vodicka zum 1:1 und stellte damit den Spielstand noch vor dem Seitenwechsel wieder auf Anfang.

Führung durch Vodicka, Ausgleich durch Daniel Fischer

Auch nach der Pause blieb die Partie eng und lebendig. In der 68. Minute drehte der ESV Rabensburg das Spiel, als Radek Vodicka mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 2:1 stellte. Damit hatte sich der Aufwand der Gäste zunächst bezahlt gemacht. Lange hielt die Führung aber nicht, denn zehn Minuten später glich Daniel Fischer für SG Poysbrunn-F./Ottenthal zum 2:2 aus. Daniel Gehart wollte danach nicht behaupten, dass nur der ESV Rabensburg dem Sieg näher gewesen sei. „Das ist schwer zu sagen. Es gab auf beiden Seiten Möglichkeiten, die zu Toren hätten führen können“, meinte er. Gleichzeitig ordnete er den Gegner als gleichwertig ein und verwies darauf, dass SG Poysbrunn-F./Ottenthal vor allem mit langen Bällen stets gefährlich gewesen sei. Bei den beiden Gegentreffern sprach er zudem von einer etwas glücklichen Entstehung aus Sicht der Heimelf, weil der eigene Torwart „etwas unglücklich agiert hat“.

Ein Punkt bleibt, ganz zufrieden war der ESV Rabensburg aber nicht

So steht für den ESV Rabensburg nach zwei Runden in der 2. Klasse Weinviertel nun ein Punktestand von zwei Zählern zu Buche. Das 2:2 bei SG Poysbrunn-F./Ottenthal passt zwar zu einem Spiel, das laut Daniel Gehart von viel Abwechslung lebte und in dem beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten. Trotzdem blieb beim ESV Rabensburg das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Der Trainer brachte das sehr klar auf den Punkt: „Gefehlt hat vermutlich die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“ Gerade weil der ESV Rabensburg die Anfangsphase ordentlich bestritt, noch vor der Pause zurückkam und nach dem Seitenwechsel sogar 2:1 vorne lag, war dieses Remis kein Ergebnis, das Daniel Gehart einfach nur abhaken wollte. Es war ein Punkt, aber eben einer mit dem Beigeschmack, einen Sieg liegen gelassen zu haben.

2. Klasse Weinviertel: Poysbrunn-F./Ottenthal : Rabensburg - 2:2 (1:1)

  • 78
    Daniel Fischer 2:2
  • 68
    Radek Vodicka 1:2
  • 46
    Radek Vodicka 1:1
  • 37
    Alexander Kaiser 1:0