In der 2. Klasse Weinviertel hielt SG Ulrichskirchen gegen SC Dürnkrut zur Pause noch ein 0:0, musste sich am Ende aber mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Roman Fankhauser brachte seinen Eindruck nach dem Schlusspfiff knapp auf den Punkt: "Gut begonnen, wieder mal schlecht aufgehört." Genau dieses Muster zog sich aus seiner Sicht durch einen Abend, an dem vor allem die zweite Hälfte den Ausschlag gab.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Bis zur Pause war für Ulrichskirchen noch alles offen. Das 0:0 zur Halbzeit ließ den Gastgebern alle Möglichkeiten, und genau deshalb wog der Beginn der zweiten Hälfte besonders schwer. Fankhauser sprach nach dem Spiel davon, dass seine Mannschaft gut in die Partie gekommen sei, den Abend aber erneut nicht sauber zu Ende gebracht habe. Schon zwei Minuten nach Wiederbeginn bekam diese Einschätzung ein sehr konkretes Gesicht. In der 47. Minute brachte Maurice Bernhard die Gäste mit 1:0 in Führung und lenkte die Partie damit früh nach der Pause auf die Seite von Dürnkrut. Für Ulrichskirchen war das ein Rückschlag, weil man einer Partie, die bis dahin offen war, plötzlich hinterherlaufen musste und sofort unter Zugzwang geriet.
Besonders ärgerlich war aus Sicht des Trainers, wie das erste Tor zustande kam. "Ich habe in der Halbzeit noch davor gewarnt, dass sie bei Standards gefährlich sind", sagte Fankhauser, und genau so fiel dann auch das 0:1. Nach einer Ecke war Maurice Bernhard zur Stelle und nutzte den ruhenden Ball zur Führung. Ulrichskirchen musste in weiterer Folge mehr investieren, um wieder ins Spiel zu kommen, und genau das öffnete Räume. In der 73. Minute legte Dominic Rohrer das 0:2 nach. Fankhauser ordnete auch diesen Treffer nüchtern ein: "Das ist eine ganz normale Niederlage, weil du hinten aufmachst, wenn du selbst ein Tor machen willst." Damit war beschrieben, warum die Partie aus seiner Sicht endgültig kippte.
Die Analyse des Ulrichskirchen-Trainers ging nach dem Schlusspfiff aber deutlich über die beiden Gegentore hinaus. Fankhauser benannte offen, wo seine Mannschaft derzeit noch Probleme hat. "Die Kondition über neunzig Minuten lässt zu wünschen übrig", sagte er und verwies zugleich auf die personelle Lage: "Ich arbeite seit acht Wochen daran, komme aber nur in Zwischenetappen weiter und hatte heute wieder sechs Ausfälle." Für ihn lag genau dort auch der Unterschied zwischen den beiden Teams. "Die PS über neunzig Minuten auf den Platz zu bringen – und die fehlenden Spieler", nannte er als entscheidende Punkte. Dürnkrut habe schlicht "über neunzig Minuten Fußball gespielt", während Ulrichskirchen das Niveau nicht über die gesamte Distanz halten konnte. Dass Fankhauser dabei keine Nebenschauplätze aufmachte, passte zu seiner klaren Haltung: Auch den Unparteiischen bewertete er ausdrücklich als "okay". Für die nächsten Wochen ist die Richtung damit ebenfalls klar. Der Trainer sieht die Themen, spricht sie offen an und weiß, dass seine Mannschaft vor allem über die volle Spielzeit stabiler werden muss.