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„In der zweiten Halbzeit war der Schiedsrichter nicht Herr der Lage“ – Gehart nach Rabensburgs 0:2 gegen Sulz

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ESV Rabensburg
USV Sulz

In der 2. Klasse Weinviertel hat der ESV Rabensburg am Samstag gegen den USV Sulz mit 0:2 verloren. Zur Pause stand es noch 0:0, ehe Rona Bumba die Gäste nach dem Seitenwechsel auf die Siegerstraße brachte und kurz vor Schluss nachlegte. Trainer Daniel Gehart sah lange ein Spiel auf Augenhöhe, haderte danach aber klar mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters. Gerade deshalb fiel sein Fazit trotz eines verbesserten Auftritts seiner Mannschaft entsprechend deutlich aus.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichene erste Halbzeit, früher Rückschlag für Rabensburg

Dass Rabensburg am Ende ohne Punkte dastand, passte für Daniel Gehart nur bedingt zum Bild der ersten 45 Minuten. „Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen. Es gab auf beiden Seiten Chancen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Vieles deutete für ihn darauf hin, dass die Partie offen war, zumal beide Mannschaften auch Aluminium trafen. „Auf beiden Seiten ist die Stange getroffen worden“, hielt Gehart fest und unterstrich damit, dass sich zunächst kein klares Übergewicht entwickelt hatte. Dazu kam aus Sicht der Gastgeber noch ein früher Einschnitt, denn schon nach rund 20 Minuten musste Rabensburg wechseln. Dadurch wurde laut Gehart „unser gesamter Matchplan so ein wenig über den Haufen geworfen“. Auch das gehörte für ihn zu den Umständen eines Nachmittags, an dem seine Mannschaft zwar ordentlich in der Partie war, sich aber trotzdem nie für diesen Aufwand belohnen konnte.

Bumba trifft nach der Pause doppelt, Gehart hadert mit den Entscheidungen

Nach dem 0:0 zur Pause bekam das Spiel rasch eine Richtung, weil Sulz in der 49. Minute durch Rona Bumba mit 1:0 in Führung ging. Das zweite Tor fiel erst spät, wieder war es Bumba, der in der 88. Minute zum 2:0 traf und damit endgültig alles klar machte. Genau an diesen beiden Treffern machte Gehart seine größte Kritik fest. „Entscheidend waren heute definitiv die beiden Abseitstore“, sagte der Rabensburg-Coach. „Diese beiden Tore sind aus meiner Sicht aus Abseitsstellungen von zwei bis drei Metern entstanden.“ Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung der Spielleitung: „In der zweiten Halbzeit war der Schiedsrichter leider nicht Herr der Lage.“ Gehart betonte zugleich, dass seine eigene Mannschaft nach dem ersten Gegentor mit Reklamationen reagierte und sich damit aus seiner Sicht zusätzlich schadete. In der Nachspielzeit kam bei Rabensburg noch die Rote Karte gegen Andreas Lösch dazu, die an der Niederlage zwar nichts mehr änderte, den unbefriedigenden Schlusspunkt dieses Nachmittags aber setzte.

Trotz Ärger sieht der Trainer einen Schritt nach vorne

So groß der Frust über das 0:2 und über die strittigen Szenen auch war, völlig negativ wollte Gehart den Auftritt seiner Mannschaft nicht stehen lassen. „Im Vergleich zu den letzten Wochen war unser Auftreten sehr, sehr positiv“, sagte er und verwies damit auf eine Entwicklung, die er trotz der Niederlage gesehen haben will. Auch den Gegner stufte er nicht als klar überlegen ein. „Sulz war ein Gegner auf Augenhöhe“, meinte der Rabensburg-Trainer, was seine Sicht auf den Spielverlauf noch einmal unterstrich. Für die kommenden Wochen nimmt er deshalb vor allem die erste Halbzeit und das insgesamt bessere Auftreten mit. „Ich bin positiv gestimmt, dass wir die nächsten Wochen besser gestalten können“, sagte Gehart. Für Rabensburg bleibt damit unter dem Strich zwar eine bittere Heimniederlage, aber eben auch das Gefühl, dass die Mannschaft diesmal näher an ihrer gewünschten Leistung war als zuletzt.

2. Klasse Weinviertel: Rabensburg : Sulz - 0:2 (0:0)

  • 88
    Rona Bumba 0:2
  • 49
    Rona Bumba 0:1