Spielberichte

„Der Reflex unseres Tormanns war der Anfang für den Derbysieg“ – Schrattenberg nimmt das 2:1 mit

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Herrnbaumgarten
Schrattenberg/Drasenhofen

In der 2. Klasse Weinviertel hat sich Herrnbaumgarten im Derby lange gewehrt, am Ende setzte sich aber SG Schrattenberg/Drasenhofen mit 2:1 durch. Trainer Helmut Janecek sprach von einer Partie mit echtem Derby-Charakter und sah den Knackpunkt direkt nach der Pause. „Der Reflex unseres Tormanns war der Anfang für den Derbysieg“, sagte er nach einem Spiel, in dem seine Mannschaft zunächst geduldig bleiben musste und sich dann mit zwei Treffern belohnte.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Viel Derby, wenig Ertrag vor der Pause

Von Beginn an war für Janecek klar, dass das kein Spiel werden würde, in dem eine Mannschaft früh die Kontrolle übernimmt und dann ruhig herunterspielt. „Es war ein richtiges Derby, spannend in der ersten Hälfte“, sagte der Trainer, der bei seiner Elf vor allem die Mischung aus Bereitschaft und spielerischem Ansatz hervorhob. Schrattenberg wollte nicht nur dagegenhalten, sondern selbst Fußball spielen. „Wir haben versucht, Fußball zu spielen, waren aber in der letzten Zone, im letzten Drittel, nicht glücklich genug“, erklärte Janecek. Gleichzeitig musste seine Mannschaft immer wieder auf die Angriffe der Gastgeber achten, die es laut Trainer „mit weiten Bällen“ versuchten. Gerade dort sah er seine Abwehr aber gut eingestellt. „Sie sind zum Glück sehr oft im Abseits gestanden, weil unsere Viererkette sehr gut gestanden ist“, meinte Janecek. So entwickelte sich eine erste Halbzeit, in der viel Einsatz drin war, der große Ausschlag auf der Anzeigetafel aber noch ausblieb. Das 0:0 zur Pause passte deshalb gut zum Spielbild.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Derby

Die entscheidende Phase begann aus Sicht des Schrattenberg-Trainers kurz nach Wiederbeginn. Noch ehe seine Mannschaft in Führung ging, musste sie eine heikle Situation überstehen. „Kurz nach der Pause hat uns unser Tormann vor dem 0:1 bewahrt. Wenn wir da ein Tor bekommen hätten, wäre es wahrscheinlich richtig schwierig geworden“, sagte Janecek. Er begründete das auch mit der Art, wie Herrnbaumgarten verteidigte: konsequent, kompakt und unangenehm zu bespielen. Statt eines Rückstands kam dann aber in der 65. Minute die Führung für die Gäste. Martin Pitel traf zum 0:1, Janecek sprach in diesem Zusammenhang von einem abgefälschten Weitschuss und nannte genau dieses Tor den Beginn der Wende. „Der abgefälschte Weitschuss war schon der Anfang für den Derbysieg“, sagte er. Als Lukas Nestler in der 77. Minute auf 0:2 stellte, war Schrattenberg endgültig auf Kurs. Der Trainer beschrieb diesen zweiten Treffer als weiteren wichtigen Schritt in einer Partie, die bis dahin offen gewesen war und erst nach der Pause klarer in Richtung der Gäste lief.

Der Anschluss kam spät, die Punkte gingen mit

Ganz durch war die Sache trotzdem erst spät, denn Herrnbaumgarten blieb im Derby dran und verkürzte in der Nachspielzeit noch auf 1:2. Adrian Haydn sorgte in Minute 90+1 für den Anschlusstreffer, und Janecek sagte offen: „Die letzten ein, zwei Minuten wurden dann noch spannend.“ Mehr ließ Schrattenberg aber nicht mehr zu. Für den Trainer war es unter dem Strich dennoch kein Sieg, den er groß aufblasen wollte, sondern ein hart erarbeitetes Derby. „Gut funktioniert hat die Balance zwischen Kämpfen und Spielen. Wir waren von der ersten Minute an bereit, dieses Derby auch körperlich zu bestehen“, sagte er. Gleichzeitig vergaß er nicht auf den Gegner: „Die Leistung von Herrnbaumgarten war stark. Es wäre durchaus auch ein Punkt für sie möglich gewesen.“ Auch zum Unparteiischen fand Janecek klare, sachliche Worte. „Der Schiedsrichter hat eine sehr harte Linie gehabt, aber er hat sie von der ersten Minute bis zur letzten Minute durchgezogen.“ Am Ende stand für Schrattenberg damit ein Derbyerfolg, den der Trainer als verdient einstufte. Mit zehn Punkten aus fünf Spielen bleiben die Gäste im oberen Bereich der Tabelle, während Janecek den Nachmittag insgesamt schlicht so zusammenfasste: „Die Stimmung war da, es war ein richtig schöner Samstagnachmittag.“

2. Klasse Weinviertel: Herrnbaumgarten : Schrattenberg/Drasenhofen - 1:2 (0:0)

  • 91
    Adrian Haydn 1:2
  • 77
    Lukas Nestler 0:2
  • 65
    Martin Pitel 0:1