In der 2. Klasse Weinviertel hat sich USC Fallbach gegen SV Jedenspeigen-Sierndorf lange teuer verkauft, am Ende aber mit 0:3 geschlagen geben müssen. Nach einem torlosen ersten Durchgang legten die Gäste nach der Pause entscheidend zu. Trainer Hans Kraus führte den Auswärtssieg vor allem auf einen Punkt zurück: „Wir waren vorm Tor sehr effizient.“ Weil Fallbach seine Möglichkeiten nicht nutzte, kippte die Partie nach dem Seitenwechsel klar zugunsten der Gäste.

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Vom Beginn weg bekam Jedenspeigen die spielerische Qualität der Gastgeber zu spüren. Kraus sprach von einer „sehr starken Mannschaft, spielerisch sehr stark“ und machte deutlich, dass seine Elf in der ersten Halbzeit alles andere als klar überlegen war. Nach seiner Einschätzung war Fallbach vor der Pause mindestens ebenbürtig, vielleicht sogar etwas besser. Auffällig war für ihn allerdings, dass die Heimischen immer wieder in die Abseitsfalle liefen. Sechs- bis siebenmal stand Fallbach laut Kraus im Abseits, was einige Angriffe früh stoppte. Das 0:0 zur Pause passte deshalb gut zu einer ersten Hälfte, in der die Gastgeber viel Qualität nach vorne zeigten, daraus aber keinen Treffer machen konnten.
Entscheidend wurde dann die Phase direkt nach dem Seitenwechsel. Kraus verwies auf eine kleine Umstellung im System, nach der seine Mannschaft zielstrebiger wurde und sich rasch belohnte. In der 50. Minute brachte Martin Fuxa Jedenspeigen mit 1:0 in Führung. „Nach einer kleinen Umstellung im System wurde der Ball zwischen die beiden Innenverteidiger durchgesteckt und Fuxa kam vor dem Torwart zum Abschluss“, schilderte der Trainer die Szene. Nur acht Minuten später baute ein Eigentor von Jakob Schild den Vorsprung auf 2:0 aus. Damit bekam das Spiel eine klare Richtung. In der 69. Minute legte Martin Fuxa noch einmal nach, nachdem Jedenspeigen den Ball im Aufbau des Gegners gewann und den Angriff konsequent zu Ende spielte.
Für Kraus lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften trotz des deutlichen Ergebnisses nicht in einer einseitigen Partie, sondern vor allem in der Verwertung der Chancen. „Wir haben unsere Chancen genutzt. Auch Fallbach hat genug Chancen, um Tore zu erzielen. Die haben die Tore nicht gemacht, wir haben sie gemacht“, sagte der Trainer. Gleichzeitig hob er auch hervor, was bei seiner Mannschaft gut funktionierte. „Besonders gut funktioniert hat die Abseitsfalle“, erklärte Kraus. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht in jedem Punkt, denn auch seine Elf ließ Möglichkeiten liegen. Deshalb sagte er offen, dass bei der Chancenauswertung „noch Luft nach oben“ sei, weil man das erste Tor auch schon früher hätte machen können.
Dass Kraus den Gastgebern trotz des 3:0 großen Respekt zollte, wurde im Gespräch ebenfalls deutlich. Vor allem die Offensivspieler Marek Sehnal, Daniel Pospisil, Manuel Prokesch und Anton Wild stellte er heraus und sprach von „sehr, sehr guten Fußballern“ in einem eingespielten Team. Umso höher bewertete er, dass seine Mannschaft ohne Gegentor blieb. Auch mit dem Schiedsrichter war der Jedenspeigen-Coach sehr zufrieden. Die Leistung des Unparteiischen bezeichnete er als „ausgezeichnet“ und betonte, dass das Spiel fair und ruhig geleitet worden sei. Unter dem Strich blieb für ihn daher eine klare Erklärung dieses Auswärtssiegs: Fallbach war vor allem vor der Pause voll im Spiel, Jedenspeigen aber vor dem Tor deutlich konsequenter.