In der 2. Klasse Weinviertel hat sich der ESV Rabensburg in Runde sieben in einem lange offenen Spiel mit 4:2 gegen den SV Jedenspeigen-Sierndorf durchgesetzt. Nach einem 2:2 zur Pause legten die Gastgeber in der zweiten Hälfte nach. Trainer Daniel Gehart sah seine Mannschaft spielerisch im Vorteil, sprach aber auch davon, dass Rabensburg nach guten Phasen nicht immer entschlossen genug weitergemacht habe.

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Die Partie begann für Rabensburg mit einem Dämpfer, weil Viktor Kozarek die Gäste schon in der 9. Minute in Führung brachte. Gehart sagte danach: "Wir haben zu Beginn etwas unsere Stärken außer Acht gelassen. Beim ersten Tor waren wir zu fehleranfällig." Die Antwort der Hausherren fiel allerdings deutlich aus. Radek Vodicka glich in der 19. Minute zum 1:1 aus und legte in der 27. Minute auch das 2:1 nach. Gerade in dieser Phase sah der Rabensburg-Trainer seine Mannschaft stark. "Bei unseren Toren waren wir sehr zielstrebig", sagte er, und er ergänzte: "In den Momenten, in denen wir unser Spiel auf den Platz gebracht haben, hat Jedenspeigen zu keinem Zeitpunkt Zugriff gefunden." Kurz vor der Pause kam der Gast durch Martin Fuxa aber noch zum 2:2, womit die erste Hälfte wieder völlig offen war.
Die Gastgeber mussten nach dem 2:2 also noch einmal neu ansetzen, und genau dort setzte für Gehart auch die wichtigste Einordnung an. Er fand, dass seine Mannschaft nach guten Szenen nicht immer konsequent genug nachlegte. "Leider waren wir nach dem ersten oder zweiten Tor nicht entschlossen genug, um weiter vorzugehen", sagte der Trainer. Ganz zufrieden war er mit der Gesamtleistung trotzdem. Rabensburg habe den Gegner phasenweise "an die Wand gespielt", auch wenn es für eine durchgehende Dominanz noch nicht gereicht habe. Die Entscheidung fiel dann nach der Pause. In der 69. Minute brachte David Pavelka den ESV mit dem 3:2 wieder nach vorne. Diesen Treffer stellte Gehart besonders heraus: "Entscheidend war definitiv das 3:2. Das war ein Tor des Willens." Als Andre Fiegerl in der 75. Minute auf 4:2 stellte, war die Richtung endgültig vorgegeben.
Auch für den Gegner fand Gehart klare Worte. Jedenspeigen sei "wie erwartet ein anspruchsvoller Gegner" gewesen, vor allem mit langen und weiten Bällen. Genau dort hatten die Rabensburger phasenweise ihre Probleme. "Wir haben uns von den langen Bällen des Gegners anstecken lassen. Aber sobald wir zu unserer Grundformation gefunden haben, waren wir spielerisch überlegen", sagte der Coach. Seine Sicht auf die Entscheidung vor dem 2:2 ließ er ebenfalls durchblicken. Diese sei "strittig" gewesen und "nicht zwingend" zu geben. Trotzdem machte Gehart das nicht zum Hauptthema. "Im Großen und Ganzen war der Schiedsrichter Herr der Lage", meinte er über den Unparteiischen. Am Ende blieb für ihn deshalb eine klare Bilanz: "Wir haben eine sehr eindrucksvolle Leistung hingelegt, der Sieg ist in Ordnung gegangen." Nach sieben Runden hält Rabensburg damit bei elf Punkten.