Spielberichte

„Nach der Halbzeitpause ist das Spiel verloren gegangen“ – Ulrichskirchen gibt 2:2 noch aus der Hand

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SG Ulrichskirchen
USC Wetzelsdorf

In der 2. Klasse Weinviertel hat SG Ulrichskirchen gegen USC Wetzelsdorf trotz einer starken Aufholjagd bis zur Pause am Ende noch mit 2:5 verloren. Nach 0:2 holte die SG durch einen Doppelpack von Stefan Fürst noch das 2:2, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel davonzogen. Für Trainer Roman Fankhauser lag der Knackpunkt klar im Start der zweiten Hälfte: "Nach der Halbzeitpause ist das Spiel verloren gegangen."

Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Von 0:2 zurück, dann kam der Rückschlag sofort

Zunächst sah es für die Hausherren gar nicht nach einem so deutlichen Abend aus. Wetzelsdorf ging zwar durch Lukas Kocis in der 17. Minute und Pascal Schwungfeld in der 26. Minute mit 2:0 in Führung, Ulrichskirchen kam aber noch vor der Pause stark zurück. Stefan Fürst verkürzte in der 36. Minute auf 1:2 und traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch einmal zum 2:2. Damit war zur Halbzeit wieder alles offen. Genau deshalb wog der Beginn nach Wiederanpfiff aus Sicht der Gastgeber umso schwerer. Schon in der 48. Minute stellte Leon Bajlitz auf 2:3, und genau dieses Tor hob Fankhauser nach dem Spiel besonders hervor. "Das 3:2 nach der Pause war entscheidend", sagte der Trainer und brachte damit den Bruch in dieser Partie auf einen einfachen Punkt.

Wetzelsdorf war konsequenter, Ulrichskirchen fehlte die Reife

Für Fankhauser lag der Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht beim Einsatz, sondern bei der Konsequenz in den entscheidenden Situationen. "Uns haben Abgebrühtheit und Erfahrung gefehlt", sagte er, und diese Einschätzung zog sich für ihn durch den ganzen Abend. Ulrichskirchen hatte sich nach dem 0:2 zwar mit viel Aufwand zurück in die Partie gearbeitet, konnte das Momentum aber nicht mitnehmen. Wetzelsdorf blieb dagegen kaltschnäuzig. "Das war ein Gegner, der aus klaren Situationen Tore gemacht hat und einfach abgebrühter gespielt hat als wir", meinte Fankhauser. Nach dem 2:3 legten die Gäste durch Elias Frantz in der 65. Minute nach, ehe Pascal Schwungfeld mit seinem zweiten Treffer in der 89. Minute den 5:2-Endstand fixierte. So blieb den Ulrichskirchnern am Ende nur die Erkenntnis, dass eine starke Phase allein gegen einen effizienten Gegner nicht reicht.

Kaum Kritik am Unparteiischen, viel Lob für die eigene Moral

Trotz der fünf Gegentore wollte der Ulrichskirchner Trainer die Niederlage nicht auf Entscheidungen des Unparteiischen schieben. Auf die Frage nach strittigen Szenen sagte er zunächst klar: "Grundsätzlich nein." Einzelne Entscheidungen empfand er zwar als "ziemlich hart", insgesamt wollte Fankhauser daraus aber kein Thema machen. Im Vordergrund stand für ihn etwas anderes. "Die kämpferische Leistung meines Teams war positiv. Sie haben wirklich alles probiert, um den Sieg zu holen, aber am Schluss hat es nicht gereicht", sagte er. Damit war der Trainer in seiner Analyse sehr klar: Der Wille stimmte, die Punkte blieben trotzdem aus.

Ein offenes Spiel kippt nach der Pause endgültig

Gerade deshalb tut dieses 2:5 aus Sicht der Gastgeber weh. Ulrichskirchen war nach dem 0:2 nicht auseinandergebrochen, sondern hatte sich mit zwei Treffern von Stefan Fürst zurückgemeldet und sich eine gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte geschaffen. Dass die Partie dann so schnell wieder in Richtung Wetzelsdorf kippte, passte genau zu jener fehlenden Abgeklärtheit, die Fankhauser ansprach. Der Trainer musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach Gründen suchen. Nicht die Einstellung war aus seiner Sicht das Problem, sondern der Umgang mit den entscheidenden Momenten. So bleibt für die SG ein Abend, an dem sie sich kämpferisch nichts vorwerfen lassen muss, an dem aber erneut sichtbar wurde, was noch fehlt, um aus einer offenen Partie am Ende auch Zählbares mitzunehmen.

2. Klasse Weinviertel: Ulrichskirchen : Wetzelsdorf - 2:5 (2:2)

  • 89
    Pascal Schwungfeld 2:5
  • 65
    Elias Frantz 2:4
  • 48
    Leon Bajlitz 2:3
  • 47
    Stefan Fürst 2:2
  • 36
    Stefan Fürst 1:2
  • 26
    Pascal Schwungfeld 0:2
  • 17
    Lukas Kocis 0:1