Spielberichte

"Mit der Arbeit gegen den Ball ist unser Plan gut aufgegangen" – Altlichtenwarth nimmt das 0:0 gerne mit

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Altlichtenwarth
Schrattenberg/Drasenhofen

In der 2. Klasse Weinviertel hat sich SCU Altlichtenwarth am Sonntag zu Hause ein 0:0 gegen die SG Schrattenberg/Drasenhofen erarbeitet. Es war kein Spiel mit vielen offenen Räumen, sondern eine Partie, in der die Gastgeber ihren Plan konsequent durchzogen und den Gegner lange vom eigenen Tor weghielten. Trainer Patrick Schachinger sprach danach von einem "gewonnenen Punkt" gegen einen starken Gegner.

Schuhe mit Tornetz

Image by Med Ahabchane from Pixabay

Defensiver Plan greift von Beginn an

Altlichtenwarth ging die Partie bewusst defensiver an, und genau das war nach dem Schlusspfiff auch der zentrale Punkt in Schachingers Analyse. Sein Team wollte Schrattenberg schon weit vor dem eigenen Strafraum eng attackieren, den Rhythmus brechen und dem Gegner so wenig Platz wie möglich geben. "Wir wollten wirklich eng am Gegner stehen und das Spiel unterbrechen", sagte der Trainer. Gerade gegen eine Mannschaft, die er als "brandgefährlich" einstufte, sei dieser Zugang notwendig gewesen. Schachinger verwies dabei auch auf die Qualität der Gäste. Umso zufriedener war er damit, wie seine Mannschaft den Matchplan umsetzte. "Das haben wir gut umgesetzt. Wir haben nicht so viel zugelassen", sagte er. Dass es zur Pause 0:0 stand, passte damit zu einer ersten Hälfte, in der Altlichtenwarth vor allem gegen den Ball sehr diszipliniert arbeitete.

Schrattenberg mit mehr vom Spiel, aber ohne Ertrag

Ganz verschwieg der Altlichtenwarth-Coach aber nicht, dass die Gäste über weite Strecken die aktivere Mannschaft waren. "So ehrlich muss man sein, dass wahrscheinlich Schrattenberg schon ein bissl näher dran war und vielleicht auch ein bissl mehr vom Spiel gehabt hat", sagte Schachinger offen. Seine Mannschaft habe eben mehr gegen den Ball arbeiten müssen, und genau deshalb sei das torlose Remis für ihn positiv zu bewerten. Gleichzeitig beschränkte sich Altlichtenwarth nicht nur aufs Verteidigen. "Wir haben trotzdem auch unsere zwei, drei Chancen vorgefunden", erklärte der Trainer und verwies darauf, dass seine Elf sogar die letzte Möglichkeit der Partie hatte. "Mit ein bissl Glück bei unserer letzten Chance schaut die ganze Sache vielleicht anders aus", meinte Schachinger. So blieb es zwar beim 0:0, aus Sicht der Gastgeber fühlte sich dieser Zähler aber nicht wie zu wenig an. "Für meine Mannschaft war es ein gewonnener Punkt dieses Wochenende, und das nehmen wir auch gern mit gegen einen starken Gegner."

Teamgeist trägt die Gastgeber durch die Partie

Was Schachinger an diesem Nachmittag besonders hervorhob, war weniger eine einzelne Szene als die Haltung seiner Mannschaft. "Diese moralische Geschichte und dieser Teamgeist" hätten für ihn den Unterschied ausgemacht, sagte der Trainer. Altlichtenwarth nehme sich Woche für Woche vor, "mit dem Minimalsten eigentlich das Maximum rauszuholen", und genau dieses Selbstverständnis habe man diesmal wieder auf den Platz gebracht. Dabei sprach Schachinger auch offen an, dass der eingeschlagene Weg nicht automatisch zu flüssigem Offensivfußball führt. "Die Offensive leidet leider oft darunter oder wir haben noch nicht so diesen Spielfluss", sagte er. Dass der Ertrag trotzdem stimmt, führt er vor allem auf die Geschlossenheit seiner Mannschaft zurück. "Ich bin so stolz auf die Jungs, wie sie arbeiten, wie sie sich reinhauen, wie wir da wirklich als Mannschaft auftreten." Für ihn sei spürbar, dass jeder im Verein mitziehe und die Entwicklung mittrage.

Kleinlich gepfiffen, aber nicht spielentscheidend

Auch den Gegner ordnete Schachinger nach dem Schlusspfiff mit viel Respekt ein. Schrattenberg sei "eine relativ spielstarke Mannschaft", die nicht nur am Ball stark sei, sondern auch hinten gut stehe und mit Cenek Cenek vorne Qualität habe. Gerade deshalb wertete er es hoch, dass Altlichtenwarth die Offensive der Gäste diesmal "nicht so ganz zur Geltung kommen" ließ. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er dagegen nicht unnötig aufblasen. Schachinger meinte zwar, der Schiedsrichter habe "sehr kleinlich gepfiffen" und damit den Spielfluss nicht immer zugelassen, eine spielentscheidende Szene habe es aus seiner Sicht aber nicht gegeben. "Ich glaub nicht, dass er das Spiel großartig beeinflusst hat", sagte er. So blieb unter dem Strich ein torloses Remis, das für Altlichtenwarth vor allem deshalb etwas wert ist, weil der eigene Plan aufgegangen ist. Auf dieser Basis wollen die Gastgeber nun weiterarbeiten.