In der 2. Klasse Weinviertel hat sich SV Jedenspeigen-Sierndorf am Freitagabend in der 8. Runde von SCU Altlichtenwarth mit 1:1 getrennt. Nach dem Rückstand durch Manuel Müller glich Lukas Ianosteac noch aus, mehr sprang für die Gastgeber aber nicht heraus. Trainer Hans Kraus sah seine Mannschaft über weite Strecken am Ball, im letzten Drittel aber ohne die nötige Durchschlagskraft.

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Der Blick von Hans Kraus auf diese Partie war ziemlich klar: Jedenspeigen hatte mehr vom Spiel, konnte diese Überlegenheit aber nicht in den erhofften Heimsieg ummünzen. „Es war ein Spiel mit sehr viel Ballbesitz auf unserer Seite“, sagte der Trainer nach dem 1:1, und genau so stellte sich die Partie aus seiner Sicht auch dar. Die Gastgeber kamen ordentlich in ihre Ballbesitzphasen, hielten Altlichtenwarth über weite Strecken weg vom eigenen Tor und spielten sich immer wieder in die Zonen vor dem Strafraum. Dort begann allerdings das Problem, das Kraus mehrmals ansprach. „Wir haben bis zum Strafraum oder bis 20 Meter davor gespielt, konnten aber nicht effizient genug sein“, sagte er. So blieb es zur Pause beim 0:0, obwohl Jedenspeigen laut seinem Trainer über längere Phasen das aktivere Team war.
Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann doch noch seine klaren Ausschläge auf der Anzeigetafel. In der 68. Minute ging Altlichtenwarth durch einen Strafstoß von Manuel Müller mit 1:0 in Führung. Kraus sprach in diesem Zusammenhang von einem Handspiel im eigenen Strafraum und bezeichnete diese Szene zugleich als praktisch einzige zählbare Möglichkeit des Gegners. „Altlichtenwarth ist durch einen Strafstoß 1:0 in Führung gegangen. Das war die einzige zählbare Chance von Altlichtenwarth“, sagte er. Gerade deshalb empfand er den Rückstand auch als Wendepunkt. „Das war wie ein Knackpunkt. Dann sind wir wachgerüttelt worden“, meinte Kraus. Seine Mannschaft reagierte tatsächlich, kam über den Kampf zurück ins Spiel und erzielte in der 77. Minute durch Lukas Ianosteac das 1:1. Für mehr reichte es danach aber nicht mehr, obwohl Jedenspeigen weiter nach vorne spielte und laut Trainer an der grundsätzlichen Spielanlage festhielt.
Kraus musste nach dem Schlusspfiff nicht lange suchen, um den Hauptgrund für die ausgelassenen zwei Punkte zu benennen. Nicht das Ballbesitzspiel war aus seiner Sicht das Problem, sondern die fehlende Genauigkeit und Entschlossenheit in den entscheidenden Zonen. „Gut funktioniert hat das Ballbesitzspiel. Wir haben es aber nicht geschafft, die finalen Pässe zu spielen“, sagte der Trainer. Auch einen Lattenschuss führte er noch an, wirklich viele klar herausgespielte Großchancen wollte er daraus aber nicht machen. Vielmehr blieb bei ihm das Bild einer Mannschaft, die das Spiel in weiten Teilen kontrollierte, vorne aber zu wenig aus ihrer Feldüberlegenheit machte. Über den Gegner sagte Kraus: „Altlichtenwarth hat verbissen gekämpft und sich nach all seinen Möglichkeiten gegen eine Niederlage gewehrt.“ Einen Punkt sprach er außerdem noch an: Ein klares Handspiel im Strafraum in der ersten Halbzeit sei nicht geahndet worden, „ansonsten war die Leistung okay“. Für Jedenspeigen bleibt damit ein Abend, an dem die Richtung im Spiel stimmte, die letzte Konsequenz vor dem Tor aber gefehlt hat. Genau dort wird Kraus nach diesem 1:1 ansetzen müssen.