In der 2. Klasse Ybbstal überwintert Josef Bichlbauer mit dem SV Gaflenz auf dem dritten Tabellenplatz – eine bemerkenswerte Zwischenbilanz nach einer starken Herbstserie. Nach drei Siegen in Folge gegen FC Sonntagberg, ASV Kienberg/G. und St. Peter/Au II hat sich die Mannschaft im Spitzenfeld festgesetzt. Trotz der jüngsten Erfolgsserie bleibt der Trainer besonnen: Im Gespräch betont er die gute Entwicklung, eine durchschlagskräftige Offensive und die Zielsetzung, im Frühjahr ohne Druck aufzuspielen. Parallel dazu erlebt der Verein eine Phase des Umbruchs – mit Arbeiten am neuen Trainingsplatz und frisch errichteten Kabinen.

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Bichlbauer blickt auf eine rundum positive Hinrunde zurück: „Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt, wir hatten viel Spaß im Herbst.“ Entscheidenden Anteil daran hatten laut dem Trainer eine stabile personelle Situation und über weite Strecken verletzungsfreie Wochen. „Wir haben sehr viele Tore geschossen, leider das eine oder andere Gegentor zu viel kassiert“, räumt er ein. Entsprechend will das Team die Defensivarbeit gezielt schärfen.
Im Fokus steht, die Balance zwischen offensiver Spielfreude und defensiver Stabilität zu festigen – ein Schwerpunkt für die Winterpause. Nach der Niederlage gegen den FC Ertl und einem Remis gegen den SV Scheibbs zeigte Gaflenz die passende Reaktion: Drei Erfolge am Stück bestätigten das Leistungsvermögen der Mannschaft.
Auch personell ist Bewegung drin. „Thomas Englisch sollte im März nach einer Bänderverletzung wieder zurück sein – auf den warten wir schon sehnsüchtig“, sagt Bichlbauer über den Defensivspieler. Darüber hinaus sollen Rückkehrer und gezielte Verstärkungen die Kaderbreite erhöhen.
Auf der Torhüterposition erhält das Team um Yannis Almer zusätzliche Unterstützung. „Wir hoffen, dass wir mit diesen Ergänzungen im Frühjahr überzeugen können“, so der Coach. Die Anpassungen zeigen: Gaflenz rüstet bedacht nach, ohne den Kern der Mannschaft zu verändern – ein Zeichen für Kontinuität und Planungssicherheit.
Besonders hob der Trainer Benedikt Brenn und Simon Rettensteiner hervor: „Sie hatten ihre beste Halbsaison, waren eine Stütze und für den Gegner auf den Außenverteidigerpositionen ganz schwer zu knacken.“ Auch die Offensivabteilung überzeugte mit vielen Treffern und Konstanz. Eine Ausnahmepartie erlebte der SV Gaflenz gegen den FC Göstling/Ybbs, der an jenem Tag die Oberhand behielt. „Göstling hat uns an diesem Tag keine Chance gelassen und verdient gewonnen“, erinnert sich Bichlbauer, der den Gegner ausdrücklich lobt.
Trotz dieser Erfahrung fällt sein Fazit positiv aus: Die Stimmung im Verein sei sehr gut, auch wenn die Bauarbeiten für Kabinen und Trainingsplatz zusätzlichen Aufwand bedeuten. Für die Frühjahrsrunde sieht der Coach optimale Voraussetzungen: „Wir haben gute Voraussetzungen für das Frühjahr, können ganz ohne Druck spielen. Unser Ziel ist, jedes einzelne Spiel zu gewinnen.“ Mit dieser Haltung geht Gaflenz in die Rückrunde – als ambitionierter Herausforderer hinter den Topteams FC Ertl und SV Scheibbs, mit der klaren Perspektive, im oberen Tabellendrittel zu bleiben und die Entwicklung der Mannschaft weiter voranzutreiben.