In der 2. Klasse Ybbstal liegt Günter Zach mit seinem Team von St. Peter/Au II nach 13 Runden auf Platz sechs der Tabelle. Die letzten Wochen vor der Winterpause brachten gemischte Ergebnisse: Auf ein 1:1 gegen Gresten-Reinsberg folgten eine 0:2-Niederlage beim FC Göstling/Ybbs, ein weiteres 1:1 gegen den FC Ertl, ein 1:1 beim SV Scheibbs und zuletzt ein 1:3 gegen den starken SV Gaflenz. In seiner Herbstbilanz spricht Günter Zach über defensive Stabilität, eine angespannte Personalsituation und die gezielte Integration junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

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„Defensiv waren wir über weite Strecken stabil“, hält Günter Zach rückblickend fest. Die Ergebnisse untermauern diese Einschätzung: In fünf Partien vor der Winterpause hielt das Team dreimal ein 1:1, nur gegen den SV Gaflenz geriet man deutlicher ins Hintertreffen.
Problematischer sieht der Trainer den Angriff. „Offensiv hatten wir phasenweise Probleme, das ist auf unseren dünnen Kader zurückzuführen“, erklärt Günter Zach. Weil der Kader „nicht sehr viele Möglichkeiten“ bietet, habe man den erhofften Tabellenplatz verpasst.
Ein wesentlicher Faktor sind personelle Veränderungen. Günter Zach bestätigte den Abgang von Alexander Leutgeb und sprach von einem weiteren Abgang: „Beide waren wichtige Spieler. Und wenn man junge Stützen verliert, weil sie ihr Glück weiter oben versuchen wollen, wird es im Frühjahr noch schwieriger.“
Um gegenzusteuern, plant das Trainerteam, Talente aus der U23 einzubauen. „Wir müssen auf ganz junge, teilweise U16-Spieler zurückgreifen, um eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen“, sagt Günter Zach. Gleichzeitig sieht er darin auch eine Chance: „Durch die Abgänge versuchen wir, junge Spieler aus der U23 in den Kader hochzuziehen und einzubauen. Es wird nicht leicht, aber es wird uns, glaube ich, gelingen.“
Im Gespräch hob Günter Zach einen Spieler besonders hervor: Julian Wilhelm. „Er ist ein Spieler, der auf vielen Positionen einsetzbar ist und für die Stimmung in der Mannschaft sehr wichtig ist“, betont der Trainer. Solche Typen seien entscheidend, um Zusammenhalt und Energie in einer Übergangsphase zu bewahren. In der Liga liegen die Topteams FC Ertl und SV Scheibbs derzeit punktgleich an der Spitze, während St. Peter/Au II mit 19 Punkten im gesicherten Mittelfeld überwintert.
Mit konsequenter Nachwuchsarbeit will Günter Zach dafür sorgen, dass die Mannschaft im Frühjahr weiterhin konkurrenzfähig bleibt – auch wenn der Weg dorthin kein leichter sein wird. „Defensiv passt es oft, aber vorn müssen wir uns breiter aufstellen“, fasst er zusammen. Trotz der Herausforderungen bleibt die Stimmung im Team positiv: Im Fokus steht nun, die Entwicklung der jungen Spieler voranzutreiben und die Mannschaft Schritt für Schritt weiter zu stabilisieren.