Spielberichte

„Sehr bittere Niederlage“: Philipp Schager (SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg)

Union Wolfsbach
Gresten-Reinsberg

Ein offener Schlagabtausch, danach viel Kontrolle der Gäste – so fasst Philipp Schager das Auswärtsspiel seines Teams zusammen. Im Duell der 2. Klasse Ybbstal trafen die Sportunion Wolfsbach und der SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg aufeinander – mit einem Start, der kaum rasanter hätte sein können: Wolfsbach ging praktisch mit dem Anpfiff durch Jakub Rusko in Führung, Gresten antwortete kurz darauf durch Timo Haselreither. Nach einer ersten Hälfte mit etwas mehr Ballbesitz für die Hausherren, aber den klareren Möglichkeiten auf Grestener Seite, übernahmen die Gäste nach der Pause zunehmend das Kommando. Am Ende standen jedoch verpasste Chancen und ein entscheidender Konter der Heimischen durch Jonas Hilmbauer – der 1:2-Endstand aus Grestener Sicht tat besonders weh. „Also in Summe gesehen eine sehr bittere Niederlage für Gresten“, resümierte Schager.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Offener Beginn, dann Kontrolle durch Gresten

„Die erste Halbzeit war sehr offen mit vielen Aktionen. Wolfsbach hatte etwas mehr Ballbesitz, Gresten dafür die zwingenderen Torchancen.“ Den frühen Rückstand steckte Gresten rasch weg und glich nach einem schönen Angriff aus (Timo Haselreither). Zur Pause änderte sich die Statik: „In der zweiten Halbzeit haben wir Grestener das Spiel dominiert. Wir hatten einige gute Möglichkeiten. Wolfsbach verlegte sich aufs Kontern und hatte eigentlich nur ein bis zwei Torchancen – eine davon nutzten sie (Jonas Hilmbauer), das führte leider zur Niederlage.“ Schagers Gesamtblick auf den Ballbesitz passt dazu: „Über das gesamte Spiel betrachtet, würde ich sagen 50:50 – erste Halbzeit Wolfsbach, zweite Halbzeit Gresten.“

Chancen da, Kaltblütigkeit fehlt

Prägend waren zwei Großchancen vor der Pause, die ungenutzt blieben: „Nach dem Ausgleich von Timo Haselreither hatten wir noch zwei sehr gute Möglichkeiten. Einmal kam Erich Rülling nach einem sehr schönen Spielzug über die Mitte alleine vor dem Torwart zum Abschluss, der Keeper parierte stark. Kurz darauf hatten wir eine Kontersituation, bei der ein Grestener Angreifer frei auf den Torwart zulief, aber ebenfalls scheiterte.“ Die Selbstkritik fällt klar aus: „Eine von diesen zwei Chancen hätten wir schon verwerten müssen, keine Frage.“ Aus Standards sprang für Gresten wenig heraus: „Wir hatten insgesamt vier Eckbälle – ohne echte Gefahr.“ Wolfsbach verbuchte deutlich mehr Corner, „aber da fällt mir auch keine wirklich gefährliche Situation ein.“ Ein vielversprechender Freistoß aus rund 17 bis 18 Metern strich nach der Pause knapp vorbei. Positiv verbuchte Schager das Umschaltspiel: „Von Defensive auf Offensive war es wirklich gut, und auch die Rückwärtsbewegung hat gepasst.“

System passt, Schiedsrichter souverän, Fokus auf Effizienz

Taktisch blieb Gresten dem bevorzugten 4-2-3-1 treu – mit Wirkung: „Wir konnten den gefährlichsten Offensivspieler der Wolfsbacher über 90 Minuten gut kontrollieren.“ Insgesamt überzeugten Struktur und Anlage im letzten Drittel, einzig die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte. Lob geht an die Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hatte eine gute Partie, es gab keine strittigen Szenen, die das Spiel beeinflusst hätten.“ Für die Trainingswoche ist der Schwerpunkt gesetzt: „Wir müssen an unserer Effizienz feilen – dann bin ich guter Dinge, dass wir am Samstag als Sieger vom Platz gehen.“

2. Klasse Ybbstal: Wolfsbach : SC Gresten - 2:1 (1:1)

  • 72
    Jonas Hilmbauer 2:1
  • 6
    Timo Haselreither 1:1
  • 1
    Jakub Rusko 1:0