Die Erleichterung war spürbar, als sich nach einem zähen Ringen doch noch Jubel löste: In der 17. Runde der 2. Klasse Ybbstal traf St. Peter/Au II auf Union SAR Neuhofen Fußball. Trainer Günter Zach sprach von einer Partie auf Messers Schneide, in der seine sehr junge Truppe diszipliniert arbeitete, Moral zeigte, einen späten Standard nutzte und aus einer insgesamt ausgeglichenen, aber zweikampfbetonten Begegnung Zuversicht für die nächsten Wochen mitnahm.

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Aus Zachs Sicht schwankte das Spiel lange zwischen Geduld und Risiko. Der Beginn gehörte nicht seinem Team, doch nach 20 Minuten fand St. Peter/Au II gut ins Spiel und erspielte sich ein, zwei sehr gute Möglichkeiten auf das 1:0. Weil der Ball zunächst nicht wollte, ging es mit 0:0 in die Pause. Nach Wiederanpfiff agierten die Gastgeber konzentrierter, kamen zu zwei, drei klaren Chancen und bekamen in der 80. Minute einen Elfmeter zugesprochen – der blieb ungenutzt, die Stimmung sackte kurz ab. Doch die Mannschaft rappelte sich auf, blieb bei Standards gefährlich und wurde spät belohnt: In der 93. Minute traf Maximilian Strasser nach einem ruhenden Ball zum 1:0.
In der Gesamtwertung der Spielanteile sah Zach kein klares Übergewicht: „Das war eher ausgeglichen.“ Union SAR Neuhofen Fußball wählte häufig den direkten Weg mit hohen Bällen, die schwer zu verteidigen waren. St. Peter/Au II stellte sich jedoch gut darauf ein und hielt entschlossen dagegen. Chancenmäßig verortete Zach sein Team leicht vorne, ohne die Gefährlichkeit des Gegners kleinzureden. Das körperliche Duell blieb dabei im Rahmen: zweikampfbetont, aber fair. Diese Mischung aus wachem Verteidigen gegen lange Zuspiele, geduldigem Arbeiten an den eigenen Momenten und sauber geführten Zweikämpfen prägte den Abend – bis hin zu jenem Standard, der die Entscheidung brachte.
Der Trainer betonte wiederholt den Charakter seines Teams und die Bedeutung der Ausbildung. Sein Fazit: „Meine sehr, sehr junge Mannschaft hat fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Wöchentlich sollen ein oder zwei junge Spieler integriert und mit Spielpraxis in der zweiten Klasse ausgestattet werden – Schritt für Schritt, mit dem Ziel, kontinuierlich zu punkten. Die späte Entscheidung nach dem vergebenen Elfmeter passt zu diesem Bild: erst Rückschlag, dann Reaktion – und am Ende das 1:0, das Mut für die nächsten Aufgaben gibt.