In der 2. Klasse Ybbstal feierte St. Peter/Au II einen späten 1:0-Auswärtssieg bei Sportunion Wolfsbach. Nach einer torlosen ersten Hälfte (0:0) entschied in Minute 84 Marvin Kneissl die enge Partie. Trainer Günter Zach sprach von viel Einsatz, einer starken Abwehr und einem Quäntchen Glück zum Schluss. Wolfsbach hielt mit einer jungen, gut organisierten Elf dagegen und lauerte auf Konter. Der Endstand von 0:1 passte aus Gästesicht zur Leistung, kam aber sehr spät und fühlte sich deshalb zugleich verdient und glücklich an.

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Die 20. Runde brachte in Wolfsbach ein Geduldsspiel, das lange offen blieb. Zur Pause stand es 0:0, St. Peter/Au II hatte laut Trainer Günter Zach aber schon in dieser Phase vieles richtig gemacht: „Es war eigentlich ein gutes Spiel von uns. Wir haben viele Torchancen gehabt. Hinten sind wir stabil gestanden.“ Als sich vieles bereits auf eine Punkteteilung einstellte, nutzten die Gäste ihre späte Möglichkeit. Zach schilderte die entscheidende Szene so: „Ein langer Ball in den Sechzehner, der Ball wurde verlängert, der Torwart wehrte ab, und aus dem Nachschuss hat Marvin Kneissl das 1:0 gemacht.“ Dass das Tor so spät fiel, ordnete er nüchtern ein: „Eigentlich verdient, aber wenn man so spät trifft, ist es natürlich sehr glücklich gewesen.“
Der Trainer der Gäste sprach nach dem Schlusspfiff viel über Stabilität und Erfahrung. „Die Defensive funktioniert schon seit Wochen sehr gut. Wir stehen hinten sehr kompakt, sind stabil“, betonte Günter Zach und verwies damit auf die Basis des Auswärtssiegs. Gleichzeitig blieb er bei der Analyse selbstkritisch: „Probleme haben wir im letzten Drittel beim Torabschluss. Wir treffen eigentlich alles, nur das Tor nicht.“ Dass es diesmal dennoch reichte, führte er auf Erfahrung und Entschlossenheit zurück: „Der Unterschied lag darin, dass wir die routiniertere Mannschaft waren und den Sieg bis zum Schluss wollten – wir haben ihn erzwungen.“ So erklärte sich auch der Spielverlauf: viel Kontrolle, viele Ansätze – und am Ende der eine Nachschuss, der zählte.
Neben der eigenen Leistung hatte Zach auch den Gegner genau im Blick. „Wolfsbach hat mit sehr vielen jungen Spielern gespielt. Sie waren gut organisiert und haben immer wieder auf ihre Konterchancen gewartet. Das haben sie sehr gut gemacht. Sie haben gezeigt, dass viel Potenzial in ihrer Mannschaft liegt“, sagte er anerkennend. Zum Schiedsrichter äußerte er sich knapp, aber eindeutig: „Der Schiedsrichter war herausragend. Er hat auf beiden Seiten grobe Fehler gemacht, damit war es wieder ausgeglichen.“ Sportlich nimmt St. Peter/Au II aus diesem 1:0 zwei klare Hausaufgaben mit: Die Defensive weiter so kompakt halten – und im letzten Drittel konsequenter werden. Mit drei Punkten im Gepäck und dem späten Kneissl-Tor als Mutmacher fällt das Arbeiten daran umso leichter.