Spielberichte

Andreas Knoll (Trainer FC Sonntagberg): "Wir waren dominant am Ball"

Union Wolfsbach
FC Sonntagberg

In der 2. Klasse Ybbstal feierte der FC Sonntagberg bei der Sportunion Wolfsbach einen klaren 0:5-Auswärtssieg. Trainer Andreas Knoll sprach nach dem Schlusspfiff von einer dominanten Vorstellung und einem verdienten Sieg in dieser Höhe. Sonntagberg hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, Wolfsbach verteidigte tief und lauerte auf Umschaltmomente. Die Gäste trafen durch David Suhajda, Sebastian Plank und Jan Gruber (zweimal), ehe ein spätes Eigentor den Deckel draufmachte – und blieben dabei geduldig, wie Knoll mehrfach betonte.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Sonntagberg setzt früh Zeichen und trifft zum richtigen Zeitpunkt

Von Beginn an übernahm Sonntagberg das Kommando. Andreas Knoll brachte es auf den Punkt: "Über die neunzig Minuten klare Dominanz mit Ball." Gleich zu Beginn vergaben die Gäste mehrere gute Möglichkeiten, unter anderem eine große Chance nach zwei Minuten sowie Abschlüsse nach einem Eckball und einem Kopfball – die Führung ließ aber bis zur 32. Minute auf sich warten. Dann nahm David Suhajda Maß und traf per Distanzschuss zum 0:1, mit dem es auch in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste das nächste Tempo drauf. In Minute 51 erhöhte Sebastian Plank – nach einer Vorlage von Florian Eder, wie Knoll schilderte – auf 0:2. Nur sechs Minuten später stellte Jan Gruber auf 0:3, und in der 64. Minute legte derselbe Spieler erneut nach. Den Schlusspunkt setzte in der 86. Minute ein Eigentor von Patrik Carnota zum 0:5. "Ein verdienter Sieg", resümierte Knoll.

Der Dosenöffner und der schnelle Doppelschlag nach der Pause

Als Schlüssel nannte Knoll eindeutig das 0:1. "Das 1:0 durch David Suhajda war der Dosenöffner, weil Wolfsbach sehr auf Verteidigen fixiert war und auf Umschaltmomente gewartet hat", erklärte der Sonntagberg-Coach. Er beschrieb die Gastgeber phasenweise mit "acht, neun Männern am eigenen Sechzehner". Genau darum war der Start in die zweite Hälfte so wichtig: "Auch das rasche 2:0 war ausschlaggebend dafür, dass wir in unseren Rhythmus, in unseren Flow gekommen sind. Dass Wolfsbach aus dem dichten Abwehrblock kaum Nadelstiche setzen konnte, ordnete Knoll so ein: "Wir hatten anfangs nach Ballverlust kleine Probleme im Pressing." Am Ende stand das, was der Spielverlauf andeutete: Sonntagberg blieb am Drücker und nutzte die Phasen, in denen das Spiel offen war.

Respekt für Wolfsbach, Lob für den Unparteiischen – und ein Punkt zum Nachschärfen

Bei aller Deutlichkeit fand Knoll anerkennende Worte für den Gegner. "Wolfsbach ist eine junge, kämpferische Truppe, in der viel Potenzial steckt. Großes Lob an die jungen Burschen." Auch der Schiedsrichter bekam gutes Feedback: "Es gab keine einzige strittige Szene. Der Schiedsrichter hat über neunzig Minuten hervorragend gepfiffen." Den eigenen Auftritt fasste Knoll so zusammen: "Unsere größte Stärke heute war die Disziplin. Wir hatten die Ruhe, ließen den Ball laufen und wurden nicht ungeduldig." Verbesserungswürdig bleibt für ihn vor allem die Effizienz vor dem Tor: "Wir hätten schon früher das 1:0 machen können. Die Chancenverwertung kann man verbessern – das ist bei einem 5:0 aber auch Kritik auf hohem Niveau."

In der Tabelle rangiert Sonntagberg auf Rang vier, Wolfsbach ist Achter – und die Gäste wollen den geduldigen, klaren Auftritt nun mit besserer Ausbeute im Abschluss bestätigen.

2. Klasse Ybbstal: Wolfsbach : Sonntagberg - 0:5 (0:1)

  • 86
    Eigentor durch Patrik Carnota 0:5
  • 64
    Jan Gruber 0:4
  • 57
    Jan Gruber 0:3
  • 51
    Sebastian Plank 0:2
  • 32
    David Suhajda 0:1