Spielberichte

Philipp Schager (Trainer SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg): "Wir haben tolle Moral gezeigt"

ASV Kienberg/G.
Gresten-Reinsberg

Der Derby-Nachmittag in der 2. Klasse Ybbstal hatte es in sich: Beim 3:3 zwischen ASV heiserTEC Kienberg/Gaming und SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg fielen nicht nur sechs Treffer, es wechselte auch mehrmals die Richtung. Kienberg führte 2:0, Gresten drehte binnen zehn Minuten auf 3:2, ehe die Gastgeber wieder ausglichen. Trainer Philipp Schager sprach danach von einem gerechten Remis und hob vor allem die Moral seiner Mannschaft hervor – es blieb ein Derby, das den Zuschauern viel bot und bis zum Schluss offen war.

Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Vom 0:2 zum 3:2: wilder Derbyritt mit Toren und Wendungen

Beide Teams starteten mutig in ein intensives Derby. „Es war ein Spiel, wie man es kennt: viel Kampfkraft, viel Einsatz und viele Tore. Die Zuschauer haben ein unterhaltsames Spiel gesehen“, fasste Philipp Schager den Nachmittag zusammen. Kienberg war vor der Pause „ein Stück aggressiver“ und ging in Minute 36 durch David Lengauer mit 1:0 in Führung. Zur Halbzeit stand es 1:0. Gleich nach dem Wiederanpfiff legte erneut David Lengauer nach (50.) und erhöhte auf 2:0. Doch Gresten gab nicht auf. Thomas Wagner verkürzte auf 2:1 (54.), nur zwei Minuten später traf Mevlüt Tekcan zum 2:2 (56.). Der Schwung blieb: Thomas Wagner stellte auf 3:2 (61.). Kienberg antwortete, wie es sich für ein Derby gehört: Bernhard Jakai traf zum 3:3 (70.). „Ab dann war es wieder ein Fifty-fifty-Match. Kick and Rush war immer mehr angesagt“, so Schager. Chancen gab es hüben wie drüben, Gresten hatte nach dem Ausgleich noch gute Möglichkeiten, am Ende blieb es beim Remis.

„Offensivmaschine schmiert“: Schager lobt Moral und Zielstrebigkeit, mahnt Stabilität ein

Nach dem Schlusspfiff überwog beim Trainer der Gäste die Anerkennung für die eigene Reaktion. „Wir haben tolle Moral bewiesen und konnten das Spiel innerhalb von zehn Minuten drehen. Da war das Momentum auf unserer Seite“, erklärte Schager. Vor allem die Wucht nach vorne gefiel ihm: „Unsere Offensivmaschine schmiert zurzeit sehr gut.“ Wagner mit seinem Doppelpack und Tekcan sorgten für die schnelle Antwort auf den 0:2-Rückstand – Gresten blieb am Drücker, spielte geradlinig nach vorne und suchte konsequent den Abschluss. Gleichzeitig nahm Schager die Mannschaft in die Pflicht, was die Absicherung betrifft: „Es hat uns in der Defensive als Mannschaft ein bisschen an Stabilität gefehlt, und dadurch ist Kienberg dort und da zu guten Möglichkeiten gekommen.“ Dass seine Elf dennoch nicht einbrach, war für ihn ein starkes Zeichen: „In Summe war das Unentschieden gerecht. Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber mit der gezeigten Mentalität bin ich zufrieden.“

Gegner stark, Unparteiischer souverän – offenes Derby und enger Blick auf die Tabelle

Respekt gab es auch für den Gegner: „Kienberg hat über 95 Minuten tollen Kampfgeist gezeigt und geradlinig nach vorne gespielt. Oft haben sie mit den zentralen Mittelfeldspielern auf die Stürmer verlängert – da mussten wir hellwach sein“, betonte Schager. Passend zu einem fair geführten Schlagabtausch lieferte der Unparteiische einen ruhigen Rahmen: „Der Schiedsrichter hat eine saubere Leistung abgeliefert“, sagte der Trainer. Sportlich hält das 3:3 die Nachbarn im Klassement dicht beisammen – Gresten-Reinsberg rangiert mit 24 Punkten auf Platz zehn, Kienberg knapp dahinter mit 23 Zählern. Für die Gäste heißt das: Die starke Offensive mitnehmen, die Kompaktheit nachschärfen und die guten Phasen stabiler über 90 Minuten tragen. Oder wie Schager es zusammenfasst: „Das war ein spannendes Derby – und am Ende war es ein gerechter Ausgang.“

2. Klasse Ybbstal: Kienberg/G. : SC Gresten - 3:3 (1:0)

  • 70
    Bernhard Jakaj 3:3
  • 61
    Thomas Wagner 2:3
  • 56
    Mevlüt Tekcan 2:2
  • 54
    Thomas Wagner 2:1
  • 50
    David Lengauer 2:0
  • 36
    David Lengauer 1:0