In der 2. Klasse Ybbstal feierte der FC Göstling/Ybbs beim SV Gaflenz einen klaren 5:2-Auswärtssieg. Die Gäste legten stark los, setzten Gaflenz unter Druck und stellten noch vor der Pause die Weichen. Sportchef Gerald Leichtfried brachte es auf den Punkt: "Die zwei schnellen Tore vor der Halbzeit waren entscheidend." Selbst eine Rote Karte kurz nach Seitenwechsel änderte nichts am klaren Bild – Göstling blieb zielstrebig, nutzte die Chancen und nahm die Punkte verdient mit.

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Die Partie begann mit einem Ausrufezeichen der Gäste. Göstling war vom Anpfiff weg aggressiv im Anlaufen, suchte schnell den Weg nach vorne und ließ Gaflenz kaum ins Rollen kommen. "Wir sind sehr gut gestartet, sehr aktiv und aggressiv. Wir hatten die Offensive von Gaflenz gut im Griff", sagte Gerald Leichtfried. Der frühe Ertrag ließ nicht lange auf sich warten: In Minute 21 traf Lukas Heigl zum 0:1. Gaflenz brauchte eine Weile, fand dann aber einen Weg zurück. Nach einer intensiven Phase mit vielen Zweikämpfen nutzte Petr Srb in der 38. Minute die erste wirkliche Gaflenzer Chance zum 1:1. Für einen Moment war das Spiel wieder offen, doch Göstling blieb das aktivere Team, suchte weiter den Abschluss und drängte auf die erneute Führung.
Genau in dieser Phase spielten die Gäste ihre größte Stärke aus: Effizienz. Innerhalb weniger Minuten zogen sie davon. Erst netzte Martin Janco in der 43. Minute zum 1:2, dann erhöhte Thomas Lindner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45+1) auf 1:3. Leichtfried sah darin den Knackpunkt: "Das Entscheidende waren die zwei Tore vor der Halbzeit. Mit der 1:3-Führung hatten wir einen sehr positiven Start in die zweite Hälfte." Und der nächste Wirkungstreffer folgte rasch: In Minute 52 köpfte Moritz Roseneder – von Leichtfried als "super Kopfballtor" gelobt – zum 1:4 ein. Der Sportchef ordnete die Entstehung der Treffer klar ein: "Einige Tore fielen nach Abwehrschwächen von Gaflenz, dazu waren es auch schöne Tore unserer Burschen." Göstling belohnte sich in dieser Phase für den mutigen Auftritt.
Die Partie bekam noch einmal eine Wendung, als Maximilian Huber in der 55. Minute die Rote Karte sah. Doch der personelle Rückschlag bremste die Gäste nur kurz. Göstling blieb abgeklärt, nutzte den nächsten Vorstoß eiskalt und erhöhte drei Minuten später durch den doppelt erfolgreichen Martin Janco auf 1:5 (58.). Gaflenz stemmte sich gegen die Niederlage und verkürzte durch Lukas Berger auf 2:5 (69.), mehr ließen die Gäste aber nicht zu. Leichtfried hob die Defensivarbeit hervor: "Besonders gut hat funktioniert, dass wir die beiden Achsen von Gaflenz, Dusek und Motycka, im Griff hatten. So konnten sie offensiv nicht viel in Tore umsetzen." Zudem würdigte er die Leistung des Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war aus meiner Sicht hervorragend." Als Spieler des Spiels nannte er klar: "Moritz Roseneder und Simon Aigner waren heute unsere stärksten Leute."
Mit dem Auswärtssieg bestätigt Göstling seine Ambitionen im oberen Drittel. Laut aktueller Tabelle liegt Gaflenz auf Rang vier (37 Punkte), Göstling auf Rang fünf (36 Punkte) – dicht beisammen und weiter in Schlagdistanz. Leichtfried zollte dem Gegner trotz des klaren Resultats Respekt: "Gaflenz ist offensiv sehr stark und schnell." Sein eigenes Team hatte aber an diesem Nachmittag die besseren Antworten, vom mutigen Start bis zur kaltschnäuzigen Phase um die Halbzeit. Für Göstling gilt nun, die Mischung aus konsequenter Abwehrarbeit und zielstrebigem Umschalten mitzunehmen. Der klare Tenor des Sportchefs passt dazu: "Wir haben uns für einen starken Auftritt belohnt – darauf wollen wir aufbauen."