Spielberichte

„Das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft war entscheidend“ – SV Gaflenz startet mit 7:3

SV Opponitz
SV Gaflenz

Zum Auftakt der 2. Klasse Ybbstal hat SV Gaflenz beim SV Opponitz mit 7:3 gewonnen und dabei genau das gezeigt, was Philipp Kellnreitner als entscheidenden Punkt nannte: ein gutes Zusammenspiel über weite Strecken. Ganz geradlinig verlief der Nachmittag trotzdem nicht, denn nach einer klaren Führung machte sich SV Gaflenz das Leben mit Eigenfehlern noch einmal selbst schwer, ehe die Gäste nach der Pause den Deckel draufsetzten.

Zwei Fußball im Zweikampf

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Klare Führung, dann wurde es vor der Pause noch einmal eng

SV Gaflenz war aus Sicht von Philipp Kellnreitner vom Start weg die Mannschaft mit mehr Kontrolle im Spiel und brachte diese Überlegenheit ab der 25. Minute auch auf die Anzeigetafel. Tomas Motycka sorgte für das 0:1, Dominik Vlasak legte in der 35. Minute das 0:2 nach. Als Josef Dusek kurz vor der Pause in der 41. Minute auf 0:3 stellte, schien die Partie zunächst schon sehr klar in Richtung der Gäste zu laufen. Genau in dieser Phase begann aber auch jener Teil des Spiels, den Kellnreitner kritisch ansprach. „Wir haben vom Beginn an souverän gespielt, uns das Leben aber selbst schwer gemacht und SV Opponitz durch Fehler in der Abwehr zurückkommen lassen“, sagte der sportliche Leiter. Noch vor dem Seitenwechsel verkürzte Radovan Valentin auf 1:3, ehe David Zedek in der Nachspielzeit der ersten Hälfte sogar auf 2:3 stellte und die Partie damit zur Pause wieder offen erscheinen ließ.

SV Gaflenz antwortet nach der Pause sofort

Gerade weil der Vorsprung bis zur Halbzeit auf nur noch ein Tor geschmolzen war, bekam der Wiederbeginn besondere Bedeutung. SV Gaflenz ließ in dieser Phase aber keinen Zweifel daran, dass die Gäste das Spiel wieder an sich ziehen wollten. Tomas Motycka traf in der 54. Minute zum 2:4 und stellte damit den alten Abstand wieder her. Nur drei Minuten später erhöhte Julian Englisch auf 2:5, ehe Motycka mit seinem dritten Treffer des Tages in der 63. Minute auch noch das 2:6 folgen ließ. Damit war die heikle Phase nach der Pause schnell wieder bereinigt. Zwar kam SV Opponitz durch den zweiten Treffer von Radovan Valentin in der 70. Minute noch auf 3:6 heran, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Markus Dallhammer stellte praktisch umgehend auf 3:7 und setzte damit jenen Schlusspunkt, den Kellnreitner so zusammenfasste: „Dann haben wir uns wieder stark zurückgekämpft und den Sack zugemacht.“

Viel Lob für das Zusammenspiel, aber auch klare Mahnung

Dass Kellnreitner nach sieben Auswärtstoren zufrieden war, überrascht nicht. Interessant war aber, worauf er seinen Schwerpunkt legte. „Das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft war entscheidend“, sagte er und machte damit klar, dass für ihn nicht ein einzelner Spieler oder nur eine Phase des Spiels ausschlaggebend war. Auch die Tore selbst ordnete er eher über die mannschaftliche Leistung ein. Er sprach von „diversen sauber herausgespielten Toren von unterschiedlicher Qualität“, ohne dabei eines besonders hervorzuheben. Gleichzeitig beließ er es nicht beim Lob. „Unser Spiel als Mannschaft hat sehr gut funktioniert. Die Kommunikation war auch gut, könnte aber besser sein. Wir haben uns das Spiel durch Eigenfehler selbst schwer gemacht. Daran müssen wir noch arbeiten.“ Genau darin steckt auch die wichtigste Lehre aus diesem Auftakt, denn aus einem 0:3 wurde vor der Pause eben doch wieder ein 2:3.

Respekt für SV Opponitz und ein torreicher Auftakt

Trotz der klaren sieben Tore hatte Kellnreitner nach dem Schlusspfiff auch anerkennende Worte für den Gegner parat. „SV Opponitz hat sich im Vergleich zur Vorsaison stark verbessert, hat einen guten Kern in der Mannschaft und ein gutes Zusammenspiel gezeigt“, sagte er. Den Unterschied sah er trotzdem deutlich auf Seiten seiner Mannschaft. „Wir haben einfach eine kompakte, gute Mannschaft, die sich sportlich in den letzten Monaten sehr verbessert hat.“ Auch zur Leitung des Spiels bezog er fair Stellung. „Die Schiedsrichterleistung war summa summarum sehr gut. Ohne offizielle Linienrichter ist es in der 2. Klasse immer schwer, ein klares Abseits zu sehen. Das Spiel wurde sicher nicht durch den Schiedsrichter entschieden.“ Für SV Gaflenz ist dieser 7:3-Erfolg damit ein Auftakt, der gleich drei Punkte bringt und nach Runde eins Rang zwei in der Tabelle bedeutet. 

2. Klasse Ybbstal: Opponitz : SV Gaflenz - 3:7 (2:3)

  • 71
    Markus Dallhammer 3:7
  • 70
    Radovan Valentin 3:6
  • 63
    Tomas Motycka 2:6
  • 57
    Julian Englisch 2:5
  • 54
    Tomas Motycka 2:4
  • 47
    David Zedek 2:3
  • 42
    Radovan Valentin 1:3
  • 41
    Josef Dusek 0:3
  • 35
    Dominik Vlasak 0:2
  • 25
    Tomas Motycka 0:1