Spielberichte

„Wir haben mit einem weniger einen verdienten Punkt geholt“ – Zefi ordnet das 2:2 ein

FC Sonntagberg
St. Peter/Au II

In der 2. Klasse Ybbstal hat sich der FC Sonntagberg zum Auftakt gegen St. Peter/Au II ein 2:2 erarbeitet. Nach frühem Rückstand, der Roten Karte gegen Furkan Bora und einem neuerlichen Gegentor nach der Pause holten die Gastgeber noch einen Punkt. Trainer Pren Zefi sprach danach von einer „richtig guten Partie“ und hob vor allem hervor, wie seine Mannschaft in Unterzahl dagegenhielt.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Früher Rückstand, dann kommt Sonntagberg ins Spiel

Der Auftakt nahm sofort Fahrt auf. Schon in der 3. Minute brachte Fabian Hirtenlehner die Gäste mit 1:0 in Führung, ehe sich Sonntagberg nach diesem frühen Rückschlag wieder fing und die Partie offen hielt. Zefi sprach von einem Spiel, das „extrem super begonnen“ habe und insgesamt „eine richtig gute Partie“ gewesen sei, weil beide Mannschaften mit hoher Intensität aufgetreten seien. Nach einer halben Stunde gelang dann auch die Antwort: Alex Balogh stellte in der 30. Minute auf 1:1. Noch vor der Pause kam mit der Roten Karte gegen Furkan Bora in der 38. Minute der nächste Einschnitt, trotzdem ging es mit einem 1:1 in die Kabinen. Gerade über die Entstehung des frühen Rückstands haderte Zefi allerdings deutlich und sprach aus seiner Sicht von einem klaren Abseits.

Nach dem Ausschluss musste Sonntagberg umstellen

Nach dem Seitenwechsel bekam die Begegnung durch die Unterzahl eine andere Richtung. St. Peter/Au II nutzte die veränderte Lage zunächst besser und ging in der 53. Minute durch Marcel Seibert wieder in Führung. Zefi ärgerte sich dabei weniger über die grundsätzliche Spielanlage seiner Mannschaft als über die Entstehung dieses Treffers. „Das 2:1 war extrem billig. So ein Tor darf nicht passieren“, sagte der Trainer des FC Sonntagberg. Gleichzeitig erklärte er, warum seine Elf danach nicht mehr so hoch anlief wie davor. „Wir wollten nicht mehr so viel pressen. Wir wollten sicher stehen und dann nach Ballgewinnen ins Umschalten kommen“, beschrieb er die Anpassung. In den letzten zwanzig Minuten stellte er zusätzlich auf Dreierkette um und wurde noch offensiver.

Steineder belohnt die Arbeit in Unterzahl

Dass am Ende trotzdem noch etwas Zählbares blieb, war für Zefi der stärkste Teil des Abends. FC Sonntagberg glich in der 84. Minute durch Manuel Steineder zum 2:2 aus und belohnte sich damit spät für eine Phase, in der viel Arbeit gegen den Ball nötig war. „Wir haben gute fünfzig Minuten mit einem weniger gespielt und einen verdienten Punkt geholt“, sagte der Trainer, der vor allem den Einsatz seiner Mannschaft hervorhob. Besonders wichtig war ihm, dass seine Spieler auch in den schwierigen Phasen dranblieben. „Diese Meter, wo es schmerzt, wo man leiden muss, die haben wir gemacht“, meinte Zefi. Er sprach außerdem davon, dass Sonntagberg einige Umschaltsituationen nicht sauber zu Ende gespielt habe. Trotzdem blieb für ihn unterm Strich hängen, dass seine Mannschaft in Unterzahl „super verteidigt“ und sich den Ausgleich verdient habe.

Viel Lob für die eigene Mannschaft und auch für den Gegner

Bemerkenswert war dieses Remis für Zefi auch deshalb, weil FC Sonntagberg laut seinem Trainer auf mehrere wichtige Kräfte verzichten musste. „Drei Stammspieler muss ich ersetzen, aber so haben sie es extrem gut gemacht“, sagte er und legte den Schwerpunkt damit klar auf die eigene Mannschaftsleistung. Gleichzeitig verteilte er auch Respekt an den Gegner. St. Peter/Au II sei eine junge, laufstarke und spielerisch gute Mannschaft, „die können kicken, das ist eine super Mannschaft“, so Zefi. Auch wenn er mit manchen Entscheidungen des Schiedsrichters klar haderte und von einer Leistung sprach, die das Spiel „in eine falsche Richtung“ gelenkt habe, wollte er den Abend nicht nur darauf reduzieren. Zum Auftakt der neuen Saison blieb für Sonntagberg daher vor allem ein Punkt, der aus Sicht des Trainers hart erarbeitet und absolut verdient war.

2. Klasse Ybbstal: Sonntagberg : St. Peter/Au II - 2:2 (1:1)

  • 84
    Manuel Steineder 2:2
  • 53
    Marcel Seibert 1:2
  • 30
    Alex Balogh 1:1
  • 3
    Fabian Hirtenlehner 0:1