In der 2. Klasse Ybbstal hat FC Göstling/Ybbs am Samstag bei ASV heiserTEC Kienberg/Gaming einen klaren 7:0-Auswärtssieg gefeiert. Nach dem 2:1 gegen Opponitz war Trainer Daniel Puchner diesmal nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern vor allem mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Nach dem Sieg gegen Opponitz hatten wir zwar die drei Punkte, aber der Auftritt unserer Mannschaft war nicht in Ordnung. Heute haben wir von Minute eins an ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, sagte der Göstlinger Coach.

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Der Spielverlauf passte aus Sicht der Gäste von Anfang an. Schon nach fünf Minuten brachte Thomas Lindner Göstling mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Tor hob auch Puchner als wichtigen Start hervor. „Es war von Anfang an eine einseitige Angelegenheit. Das schnelle 1:0 war natürlich für uns super“, sagte er. Bis zur Pause baute seine Mannschaft den Vorsprung konsequent aus. Lindner legte in der 31. Minute das 2:0 nach, kurz vor der Halbzeit stellte Martin Janco auf 3:0. Damit war schon zur Pause eine klare Richtung vorgegeben, weil Göstling das Spiel nicht nur ergebnistechnisch, sondern laut Trainer auch über die gesamten 90 Minuten kontrollierte. Puchner formulierte es deutlich: „Wir haben einen guten Fußball gespielt, das Spiel über neunzig Minuten dominiert und auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“
Besonders zufrieden war Puchner damit, wie seine Mannschaft die Tore herausspielte. Das 1:0 fiel nach einer Standardsituation über die rechte Seite, bei der Thomas Lindner nach einer Kopfverlängerung richtig stand. Danach sah der Trainer viele sauber ausgespielte Angriffe. „Anschließend waren alle Tore über die Seite super rausgespielt, immer mit einem Stanglpass und dann vollendet. Es war jedes Tor ein schön herausgespieltes Tor“, sagte er. Nach dem Seitenwechsel ging es in derselben Tonart weiter. Janco erhöhte in der 51. Minute auf 4:0, ehe Simon Aigner mit einem Doppelpack in der 69. und 70. Minute den Vorsprung weiter nach oben schraubte. Den Schlusspunkt setzte wieder Lindner, der in der 73. Minute seinen dritten Treffer zum 7:0-Endstand erzielte. Gerade diese Phase mit drei Toren binnen weniger Minuten zeigte, dass Göstling auch bei klarer Führung nicht vom Gas ging.
Für Puchner lag der entscheidende Unterschied nicht nur in den sieben Treffern, sondern in der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. „Das Team hat wieder als Einheit funktioniert. Die Jungs sind jung, hungrig und gierig nach Erfolgen“, erklärte er. Nach seiner Einschätzung wollte Göstling die schwächere Leistung aus dem vorigen Spiel diesmal bewusst nicht bestätigen und brachte genau deshalb von Beginn an viel Intensität auf den Platz. „Wir waren von Minute eins bis zum Schluss extrem gierig auf den Sieg und haben nie nachgelassen“, sagte der Trainer. Auch auf den Gegner blickte er sachlich: Kienberg sei nach dem Trainerwechsel sicher hochmotiviert gewesen und habe aggressiv auftreten wollen, „aber wir haben das wirklich von Minute eins unterbunden“. Unterm Strich führte Puchner den deutlichen Auswärtssieg vor allem auf die eigene Qualität zurück: „Die Qualität meiner Mannschaft war sicher der hauptausschlaggebende Punkt.“ Ganz ohne Anspruch auf Perfektion blieb er trotzdem nicht. „Mit dem Ball können wir noch immer besser werden, aber mit einem 7:0 können wir zufrieden sein.“ Mit diesem klaren Erfolg hält Göstling nach sieben Runden bei 16 Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga voll dabei.