In der 2. Klasse Ybbstal hat sich St. Peter/Au II am Samstag in Runde sieben gegen Union SAR Neuhofen Fußball mit 4:2 durchgesetzt, doch so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Abend nicht. Trainer Thomas Mayrhofer sprach von einem holprigen Beginn, einem wichtigen Doppelschlag vor der Pause und vor allem von der direkten Antwort auf das 2:2. Genau dieser Moment gab aus seiner Sicht den Ausschlag.

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Die Gastgeber brauchten nach Einschätzung ihres Trainers einige Zeit, um überhaupt in die Partie zu kommen. „Wir haben uns schwergetan, ins Spiel zu finden. Wir haben viele Ballfehler gehabt, und die ersten zehn bis fünfzehn Minuten war Neuhofen besser in der Partie“, sagte Mayrhofer. Erst danach kam mehr Ruhe ins Spiel der Heimelf, und diese bessere Phase nutzte St. Peter konsequent. In der 34. Minute brachte Fabian Hirtenlehner seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte Lorenz Pichler das 2:0 nach. Mayrhofer verwies darauf, dass man beim Gegner zwar eine gute Mannschaft erwartet habe, aber auch gewusst habe, „wo ihre Schwächen sind“. Genau das habe sein Team bei den Treffern ausgenutzt, weil man über die Seite durchkam und die Angriffe sauber zu Ende spielte. Ganz ruhig wurde der Abend aber nicht mehr, denn schon in der 39. Minute verkürzte Manfred Gürtler auf 2:1. Auch dieses Gegentor ordnete der Trainer klar ein: „Zum 1:2 war es ein Fehler von uns, dann spielen sie drei gegen drei und machen das Tor.“ So ging es trotz des Doppelschlags nur mit einer knappen Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel eng, und St. Peter machte es sich laut Mayrhofer in dieser Phase wieder selbst schwer. In der 72. Minute kam Neuhofen durch Samuel Misik zum 2:2, wobei der Trainer die Szene vor dem Ausgleich deutlich ansprach. „Das war ein unnötiger Ballverlust von unserer Seite, dann gibt es den Elfmeter. Man kann ihn geben, man muss ihn nicht geben“, sagte er über die Aktion, die er als Fifty-fifty-Entscheidung sah. Entscheidend war aus seiner Sicht aber nicht der Ärger über den Ausgleich, sondern die Reaktion seiner Mannschaft. Nur zwei Minuten später stellte Lorenz Pichler mit seinem zweiten Treffer auf 3:2, und genau dort machte Mayrhofer den Wendepunkt fest. „Nachdem wir nach dem 2:2-Ausgleich gleich umgehend das 3:2 gemacht haben, war das sicher der Knackpunkt für dieses Spiel“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe „nicht den Kopf hängen lassen“, sondern sofort wieder nach vorne gespielt. In der 82. Minute machte Ben Staufer mit dem 4:2 alles klar. Auch dieses Tor gefiel dem Trainer, weil es laut seiner Schilderung erneut „schön rausgespielt über die Seite“ war. Unter dem Strich sprach Mayrhofer deshalb von einem verdienten Heimsieg, „aufgrund der zweiten Halbzeit schlussendlich auch verdient gewonnen“.
Trotz der vier erzielten Tore und der drei Punkte wollte Mayrhofer den Auftritt nicht einfach nur abnicken. Die größte Stärke seiner Mannschaft sah er zwar klar in der Antwort auf das 2:2, doch daneben sprach er auch offen an, woran St. Peter weiter arbeiten muss. „Wir haben immer wieder Phasen im Spiel, wo wir gegen und mit dem Ball nicht aktiv genug sind, wo wir unnötige Fehler machen und den Gegner dazu einladen, besser zu werden“, erklärte er. Vor allem die Anfangsphase und auch ein Abschnitt nach der Pause waren ihm dabei ein Dorn im Auge. Er vermisste mehr Bewegung und mehr Tiefe: „Da müssen wir auf jeden Fall ansetzen und das besser machen.“ Den Gegner stufte er dennoch als solide Mannschaft ein, „vor allem offensiv gute Spieler“, die nicht ganz dort stünden, wo sie seiner Meinung nach hingehören. Die Partie selbst beschrieb er als „hitzig“, aber zugleich als fair. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters konnte er insgesamt leben, sprach von einer „sehr soliden“ und „sehr souveränen“ Leitung, auch wenn er das Gefühl hatte, dass Gelbe Karten gegen seine Mannschaft etwas schneller gezeigt wurden. Für St. Peter bleibt nach diesem 4:2 jedenfalls ein Abend, der die Qualität im Offensivspiel gezeigt hat, aber auch deutlich gemacht hat, dass die Mannschaft mit 16 Punkten nach sieben Runden an der Spitze noch Luft nach oben sieht.