In der 2. Klasse Ybbstal musste sich FCU Mayr-Bau Ertl im Duell der 8. Runde gegen SV Opponitz zwar nicht sofort absetzen, am Ende stand aber ein klares 6:0. Opponitz-Trainer Robert Rössler sah bis zum Handelfmeter eine ordentliche Leistung seiner Elf, ehe die Partie kippte. „Das 1:0 hat uns ein bissl aus der Konzentration gebracht“, sagte er mit Blick auf das 0:3 zur Pause.

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Rössler konnte seiner Mannschaft die erste Phase trotz der klaren Niederlage durchaus anrechnen. „Die ersten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten haben wir ganz gut dagegengehalten und unseren Spielplan gut umgesetzt“, sagte der Trainer. Bis zum 0:1 war Opponitz also im Spiel und defensiv, wie er es formulierte, „halbwegs kompakt“. Dann brachte ein aus seiner Sicht unglücklicher Handelfmeter Ertl in der 24. Minute durch Daniel Turyna in Führung, und genau dieser Treffer veränderte die Partie aus Sicht der Gäste deutlich. „Bis dahin war ich relativ zufrieden. Nach dem 1:0 haben wir leider ein bissl mehr zugelassen“, erklärte Rössler. Die Folge war eine starke Phase der Gastgeber: Patrik Halda erhöhte in der 31. Minute auf 2:0, nachdem Opponitz laut seinem Trainer nach einem eigenen Angriff unsortiert war, und Elias Lohnecker stellte in Minute 40 noch vor der Pause auf 3:0.
Damit war die Aufgabe zur Pause schon groß, nach dem Wiederbeginn wurde sie aus Sicht der Gäste noch einmal schwieriger. Rössler berichtete davon, dass seine Mannschaft nach einer gelb-roten Karte in Unterzahl weiterspielen musste. „Zu zehnt gegen starke Ertler ist es natürlich schwierig, das Ergebnis niedrig zu halten“, sagte er. Ertl nutzte diese Phase rasch aus und legte in der 52. Minute durch den zweiten Treffer von Patrik Halda das 4:0 nach. In der Schlussphase schraubte Daniel Turyna das Ergebnis mit Toren in der 78. und 86. Minute noch auf 6:0. Trotz der sechs Gegentreffer wollte Rössler seiner Mannschaft aber nicht den Willen absprechen. „Das Herz und der Einsatz waren wirklich da, wir haben uns voll reingehaut“, betonte er. Gerade mit einem Mann weniger sei es für Opponitz dann vor allem darum gegangen, „nicht eine zu hohe Niederlage einzufahren“.
Bei aller Enttäuschung richtete der Opponitz-Coach den Blick auch klar auf die Stärken des Gegners. Ertl sei „sehr spielstark“, habe über Turyna, Halda und über schnelle Außen immer wieder gefährliche Angriffe aufziehen können. Dazu komme, dass die Gastgeber laut Rössler auch nach Wechseln kaum an Qualität verlieren, während seine Mannschaft das personell nicht im selben Ausmaß auffangen könne. Einzelne Situationen sah er zwar kritisch. Vor dem 2:0 sei der Ball laut einem seiner Spieler schon im Out gewesen, außerdem meinte er, dass auch Opponitz einen Handelfmeter hätte bekommen können. Den Spielausgang wollte er daran aber ausdrücklich nicht festmachen. „Der Schiedsrichter hat nicht dazu beigetragen, dass wir sechs Gegentore bekommen“, sagte Rössler. Für Opponitz bleibt es damit nach acht Runden bei null Punkten, während Ertl mit dem klaren Heimsieg in der Spitzengruppe der Liga bleibt.