In der 2. Klasse Ybbstal hat SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg am Freitagabend gegen FC Hollenstein ein deutliches 5:0 eingefahren. Trainer Philipp Schager sah von Beginn an genau jenes Spiel seiner Mannschaft, das er sich erhofft hatte: stabil in der Defensive, konsequent in den Zweikämpfen und vorne effizient. Schon vor der Pause war die Partie beim 3:0 klar in der Hand der Gastgeber, danach legten sie noch zwei Treffer nach.
Schager musste nicht lange überlegen, als er den Beginn einordnete. „Wir haben von der ersten Minute an genauso gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben“, sagte der Trainer. Diese Linie war früh zu sehen. Schon in der 7. Minute brachte Thomas Wagner die Heimischen mit 1:0 in Führung, nachdem Gresten-Reinsberg laut Schager über die linke Seite gut durchkam. Nur sechs Minuten später legte Lukas Bogenreiter nach. Der Offensivspieler setzte sich rechts durch, überwand den Tormann und traf trotz spitzem Winkel sehenswert zum 2:0. Damit war der Gastgeber aber noch lange nicht fertig. Gresten-Reinsberg blieb sauber in der Defensivarbeit, hielt Hollenstein vom eigenen Tor fern und erhöhte in der 27. Minute durch Timo Haselreither auf 3:0. So ging es mit einem klaren Vorsprung in die Halbzeit.
Mit diesem Polster ging es in die zweite Hälfte, und auch danach änderte sich am Charakter der Partie wenig. Hollenstein versuchte zwar, noch einmal ins Spiel zu kommen, doch Schager hatte auch in dieser Phase nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft die Kontrolle verlieren würde. „Natürlich sind solche frühen Torerfolge sehr gut für das Gesamtgefüge der Mannschaft. Das Selbstvertrauen wird dann noch größer“, sagte er. Für ihn sei es von Anfang an ein Spiel gewesen, bei dem er „ein sehr gutes Gefühl“ gehabt habe. Gresten-Reinsberg hielt weiter dagegen und blieb selbst gefährlich. In der 59. Minute staubte Andreas Pöchacker zum 4:0 ab. Den Schlusspunkt setzte erneut Wagner, der in der 72. Minute nach einer Flanke von Lukas Bogenreiter per Kopf zum 5:0 traf.
Auffällig war für den Trainer dabei nicht ein einzelner Moment, sondern das Zusammenspiel vieler Dinge. „Ich will kein Tor besonders hervorheben. Es war einfach die mannschaftliche Gesamtleistung, die uns heute auf die Siegerstraße gebracht hat“, betonte Schager. Er sah seine Mannschaft in mehreren Bereichen stark: im Gegenpressing nach Ballverlust, im schnellen Umschalten nach hinten und im Offensivspiel über die Flügel. Dazu kam eine gute Präsenz im Strafraum und an diesem Abend auch die nötige Effizienz vor dem Tor. Dass dieser klare Sieg gegen einen unangenehmen Gegner gelang, hob Schager ebenfalls hervor. Hollenstein sei „die Überraschungsmannschaft in der Herbstsaison“, habe nie aufgegeben und besitze Qualität. Gerade deshalb sei es wichtig gewesen, die Gäste über neunzig Minuten nicht ins Spiel kommen zu lassen.
Viel Anlass zur Kritik fand der Trainer nach dem Schlusspfiff entsprechend nicht. „Heute etwas Negatives aus diesem Spiel rauszusuchen, da tue ich mir schwer“, sagte Schager, der seine Elf sowohl mit als auch gegen den Ball sehr konzentriert sah. Er verwies zwar darauf, dass unter der Woche immer an Verbesserungen gearbeitet werde, wollte diesen Abend aber vor allem als rundes Gesamtpaket stehen lassen. Dazu passte auch seine Einschätzung zur Leitung des Spiels: Der Schiedsrichter habe sehr souverän gepfiffen, strittige Szenen habe es keine gegeben. Unterm Strich blieb für Gresten-Reinsberg damit ein Heimsieg, bei dem aus Sicht des Trainers „heute einfach alles gestimmt“ hat.