In der 2. Klasse Ybbstal hat St. Peter/Au II das Heimspiel gegen FCU Mayr-Bau Ertl trotz einer späten Aufholjagd mit 2:3 verloren. Trainer Thomas Mayrhofer sah seine Mannschaft zwar über weite Strecken als spielbestimmend, fand die Erklärung für die Niederlage aber schnell: Drei Gegentore nach Standards und zu wenig Konsequenz in beiden Strafräumen brachten die Gastgeber am Ende um zumindest einen Punkt.

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Dem Gefühl nach war es für den St.-Peter-Coach eine Niederlage, die weniger mit spielerischer Unterlegenheit als mit den einfachen Dingen zu tun hatte. „Grundsätzlich waren wir die spielbestimmende Mannschaft, die auch vor allem zweite Halbzeit den besseren Fußball gespielt hat“, sagte Mayrhofer nach dem Schlusspfiff. Trotzdem lag seine Elf zur Pause schon 0:2 zurück, weil Paul Lohnecker in der 11. Minute und Lukas Schachermayer in der 35. Minute für Ertl trafen. Dass beide Gegentreffer aus ruhenden Bällen entstanden, passte genau zu jenem Punkt, den Mayrhofer am meisten störte. „Wir haben alle drei Gegentreffer durch Standardtore erhalten, zweimal nach einem Eckball, einmal nach einem Freistoß. Obwohl wir wussten, dass Ertl da sehr stark ist, wir das auch trainiert und besprochen haben, war das viel zu schwach verteidigt. Das ist schon sehr enttäuschend“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er mit einem Satz, der viel über seinen Ärger verriet: „Du kannst nicht ohne Körpereinsatz im eigenen Strafraum verteidigen und dem Gegner so viel Platz lassen. Das war unterirdisch.“
Richtig schwer wurde die Aufgabe in der 71. Minute, als Paul Lohnecker seinen zweiten Treffer des Tages erzielte und Ertl auf 3:0 stellte. Auch dieses Tor fiel nach einem Standard, und genau deshalb sprach Mayrhofer danach vom entscheidenden Moment der Partie. „Das 3:0 nach der Halbzeit, wieder aus einem Standard, da wird es gegen den Titelfavoriten dann schwer“, sagte er. Gleichzeitig stellte er klar, dass seine Mannschaft sich damit nicht abgefunden habe. Matthias Mayrhofer verkürzte in der 79. Minute auf 1:3, nur wenig später sah Ertls Torschütze Paul Lohnecker in Minute 81 die Rote Karte, und in der 83. Minute brachte Benedikt Aichberger die Gastgeber mit dem 2:3 endgültig zurück ins Spiel. „Positiv ist, dass sich die Mannschaft nie aufgegeben und weiter an sich geglaubt hat“, betonte der Trainer. Gerade in dieser Phase habe St. Peter noch mehrere gute Möglichkeiten vorgefunden, „die wir leider dann nicht genutzt haben. Diese fehlende Effizient zeigt sich ja auch nicht zum ersten Mal“, wie Mayrhofer meinte.
Darum blieb bei St. Peter trotz der starken Schlussphase vor allem das Gefühl, dass an diesem Nachmittag mehr drinnen gewesen wäre. „Die Konsequenz in der Strafraumverteidigung und vorne kaltschnäuziger zu sein, das hat eindeutig gefehlt“, brachte es Mayrhofer auf den Punkt. Positiv sei gewesen, dass die Einwechselspieler neuen Schwung gebracht hätten. Bruckschwaiger Lukas mit zwei Assists, Mayrhofer Matthias mit dem Anschlusstreffer und Abdullah Kara haben die Partie nach Angaben des Trainers belebt und in der zweiten Halbzeit mehrere gute Chancen kreiert. Auch die Einschätzung zum Gegner fiel deutlich aus: „Ertl war sicher schlagbar und verteidigen wir ihre Standards konsequent, schießen sie an diesem Tag vermutlich gar kein Tor. Wir sind einfach an uns selbst gescheitert und lassen zum 3x unnötig Punkte liegen.“ Beim Schiedsrichter wollte Mayrhofer kein großes Thema machen, merkte aber an, dass er sich in manchen Situationen eine konsequentere Linie gewünscht hätte. „Am Unparteiischen will ich mich nicht rausreden. In meinen Augen hätte er manch hartes Foul seitens der Gäste früher konsequenter ahnden können, dann kommt es vermutlich gar nicht erst zum Ausschluss für Ertl“, sagte er. In der Tabelle bleibt St. Peter/Au II nach Runde elf mit 20 Punkten Dritter, während Ertl auf 26 Zähler kommt. Für die letzten beiden Herbstrunden formulierte der Trainer jedenfalls ein klares Ziel: „Ich erwarte mir von uns, dass wir jetzt nochmals Gas geben, sechs Punkte holen und den Herbst positiv abschließen.“