In der 2. Klasse Ybbstal hat sich SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg im Heimspiel gegen Union Haag mit 2:1 durchgesetzt. Entscheidend war aus Sicht von Co-Trainer Andreas Moser die schnelle Antwort auf den Ausgleich direkt nach der Pause. Nach einer kurzen Anlaufzeit brachte ein Kopfball die Führung, nach dem 1:1 legte Gresten-Reinsberg wenig später wieder vor und verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff.

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Ganz rund lief es für die Gastgeber zu Beginn noch nicht, und das sprach Moser nach dem Schlusspfiff auch offen an. „Wir haben zehn bis 15 Minuten gebraucht, bis wir in unser Spiel gekommen sind“, sagte der Co-Trainer. Danach wurde Gresten-Reinsberg aber stabiler und bekam die Partie besser in den Griff. Vor allem die Ordnung stimmte mehr und mehr, was sich schließlich auch auf der Anzeigetafel zeigte. In der 37. Minute fiel das 1:0 durch Erich Rülling, der nach einem Eckball per Kopf traf. Für die Heimelf war das ein wichtiger Treffer zu einem günstigen Zeitpunkt, denn mit der knappen Führung ging es anschließend auch in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel war der Vorsprung allerdings sofort wieder dahin. „Nach der Halbzeit haben wir den Start verschlafen“, sagte Moser rückblickend. Union Haag nutzte genau diese Phase und kam durch Peter Schöllhammer in der 46. Minute rasch zum 1:1. Viel Zeit zum Ärgern blieb Gresten-Reinsberg aber nicht, und genau das war aus Sicht des Co-Trainers einer der Schlüssel an diesem Nachmittag. Nur drei Minuten später folgte die direkte Antwort: Nach einem Freistoß war Mevlüt Tekcan per Kopf erfolgreich und stellte auf 2:1. Damit holten sich die Gastgeber die Führung sofort zurück und verhinderten, dass das Spiel nach dem Ausgleich kippen konnte.
Nach diesem Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn entwickelte sich keine einseitige Partie, sondern ein Spiel, das laut Moser über weite Strecken „auf Augenhöhe“ verlief. Haag blieb also im Spiel und suchte weiter seine Möglichkeiten, vor allem über die Außenbahnen. „Sie haben sehr gute Angriffe über die Flügel gemacht, vor allem über die linke Seite“, erklärte Moser. Dass daraus am Ende nicht mehr wurde, war für ihn ein Verdienst der eigenen Abwehrarbeit. Gresten-Reinsberg ließ sich in dieser Phase nicht mehr aus der Ordnung bringen, verteidigte die Vorstöße des Gegners konsequent weg und brachte den knappen Vorsprung dadurch Schritt für Schritt näher an den Schlusspfiff.
Gerade die Defensivleistung strich Moser nach dem Spiel besonders hervor. „Wir haben sehr gut verteidigt und fast keine Chancen zugelassen, bis auf ein paar Ausnahmen“, sagte er. Das erklärt auch, warum das 2:1 bis zum Ende Bestand hatte. Ganz ohne Kritik wollte der Co-Trainer den Auftritt aber nicht stehen lassen. In der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft noch Möglichkeiten gehabt, „die eine oder andere Torchance zu einem Torerfolg zu machen“. So blieb die Begegnung eng, obwohl Gresten-Reinsberg die Chance auf eine ruhigere Schlussphase gehabt hätte. Unter dem Strich fiel Mosers Fazit trotzdem klar aus: „Wir haben im Endeffekt die Tore besser gemacht.“ Genau darin lag an diesem Tag der Unterschied.