In der 2. Klasse Ybbstal hat SV Gaflenz gegen FC Göstling/Ybbs mit 0:4 verloren. Trainer Daniel Puchner sprach nach dem Auswärtssieg von einem frühen Knackpunkt, weil die Gastgeber schon nach zwei Minuten einen Elfmeter vergaben. Danach nutzte Göstling seine Chancen konsequent, führte zur Pause bereits 3:0 und brachte die Partie nach einem laut Puchner „reifen Auftritt“ in der zweiten Hälfte souverän nach Hause.

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Aus Sicht von Daniel Puchner begann die Partie alles andere als ruhig für seine Mannschaft. „Gaflenz ist sehr aktiv gestartet und hat nach zwei Minuten schon den Elfmeter bekommen, den sie aus unserer Sicht Gott sei Dank verschossen haben“, sagte der Trainer. Genau diese Szene stellte er nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt seiner Einordnung, weil sie den weiteren Verlauf aus seiner Sicht stark beeinflusste. „Der wichtigste Moment war sicher nach zwei Minuten, wie Gaflenz den Elfmeter verschossen hat. Das war so ein Knackpunkt für Gaflenz, für uns ein Hallo-wach.“ Puchner machte aber auch klar, dass die Anfangsphase klar an die Gastgeber ging. Gaflenz stand hoch, spielte aggressiv und kam gut hinein, doch nach diesem frühen Warnsignal fand Göstling Schritt für Schritt besser in die Partie.
Was danach folgte, war aus Sicht der Gäste vor allem eines: enorme Effizienz. „Wir haben mit den ersten drei Chancen die drei Tore gemacht und 3:0 geführt“, brachte es Puchner auf den Punkt. In den Spieldaten spiegelt sich das klar wider. Bereits in der 8. Minute traf Matthias Roseneder zum 0:1. Puchner schilderte den Treffer so: „Das erste Tor von uns war gut herausgespielt und dann ein Abschluss aus rund 25 Metern, richtig platziert von Matthias Roseneder.“ Danach schlug Göstling bei Standards zu. In der 12. Minute erhöhte Martin Janco auf 0:2, in der 20. Minute legte er das 0:3 nach. Beide Treffer beschrieb der Trainer sehr ähnlich: „Das zweite und dritte Tor war jeweils ein Standard von Tobias Hirner, perfekt getreten und jeweils von Martin Janco mit dem Kopf vollendet.“ Aus einer Partie, in der Gaflenz zunächst Druck gemacht hatte, wurde so schon vor der Pause eine klare Angelegenheit.
Puchner beließ es nach dem 4:0 aber nicht bei der bloßen Freude über das Ergebnis, sondern hob vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. „Bei meiner Mannschaft funktioniert Woche für Woche dieser Zusammenhalt in der Mannschaft unendlich gut“, sagte er. Dass ihm dieser Punkt wichtig war, hatte auch mit der Personalsituation zu tun. „Heute hatten wir viele Ausfälle in der Mannschaft, beruflich bedingt und auch gesperrte Spieler. Und die Jungs, die in die Startelf gekommen sind, haben das hervorragend gelöst.“ Für den Trainer war genau das ein wesentlicher Grund, warum seine Mannschaft nach der schwierigen Anfangsphase nicht den Faden verlor. Puchner sprach davon, dass Göstling ab etwa der 20. Minute „richtig gut ins Spiel gekommen“ sei und dann „alles kontrolliert“ habe. Gerade weil der Gegner zunächst druckvoll auftrat, war für ihn diese Reaktion ein starkes Zeichen innerhalb der eigenen Mannschaft.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Puchner seine Mannschaft in der besseren Rolle. „In der zweiten Halbzeit war es dann ein reifer Auftritt einer Mannschaft“, sagte er, und genau so ordnete er auch den vierten Treffer ein. In der 60. Minute stellte Thomas Lindner auf 0:4. Der Trainer sprach von einem sauber ausgespielten Angriff: „Das vierte Tor war super herausgespielt über die Seite mit Martin Janco, Stanglpass in Richtung Lindner und der hat eiskalt vollendet.“ Gleichzeitig verteilte Puchner auch Respekt an den Gegner. Gaflenz sei „eine richtig starke Mannschaft mit super Einzelspielern“, habe aber im Lauf der Partie immer mehr nachgelassen, während Göstling das Spiel zunehmend in die eigene Richtung lenkte. Dass auch der Schiedsrichter für ihn kein Thema war, passte ins Gesamtbild. „Der Schiedsrichter hat das Spiel richtig gut geleitet, hat auf beiden Seiten eine klare Linie gehabt.“ Für Göstling steht damit nach elf Runden ein weiterer deutlicher Auswärtssieg zu Buche, mit dem die Mannschaft in der Tabelle ganz vorne bleibt.