2. Landesliga Ost

"Bin guter Dinge, was das Frühjahr anbelangt" FC Neudorf peilt einstelligen Tabellenplatz an!

Der FC Neudorf war in der Hinrunde ein echter Zuschauermagnet. Knapp über 400 Zuschauer lockten die Weinviertler im Schnitt bei deren Heimspielen an - und wussten teilweise mit guten Leistungen zu überzeugen. Dennoch liegt die Mannschaft von Coach Jürgen Fangmeyer zur Saisonhälfte auf Platz zwölf in der 2. Landesliga Ost. Der Trainer selbst hat unter anderem über das Wellental der Performances seines Teams über den Herbst hinweg gesprochen.

Ein Auf und Ab der Gefühle

Zum Start der Saison legte die Fangmeyer-Elf gleich richtig gut los. In den ersten fünf Spielen ging man kein einziges Mal als Verlierer vom Feld und war zwischenzeitlich an der Tabellenspitze angelangt. Das Highlight war mit Sicherheit der 1:0-Erfolg im Derby gegen Hohenau vor über 800 Zuschauern. Allerdings flachten die überragenden Leistungen danach ab. Unter anderem verlor man vier Mal in Folge, darunter eine 6:1-Pleite gegen Vösendorf. Die Bilanz zur Saisonhälfte: 15 gesammelte Punkte, neun davon gleich zum Start. "Wir sind sehr gut reingestartet mit einem guten Konzept. Nachbetrachtet waren wir aber sehr am Limit mit unseren Kapazitäten, und dadurch kam es eben zu einem Wellental, in dem man auch unnötige Punkte verloren hat", resümiert der Trainer.

Grund für diese schwunghaften Leistungen waren vor allem Verletzungssorgen, die die Neudorfer im Laufe der Hinrunde klar ausgebremst haben. "Wir sind schon mit einigen Verletzten in die Meisterschaft gestartet. Dann ist unser Innenverteidiger mit einer Knieverletzung ausgefallen, und hinzu kamen noch zwei Corona-Fälle. Das hat natürlich dazu geführt, dass wir viel improvisieren und umstellen mussten. Deswegen war es schwer, Kontinuität reinzubringen. Deshalb bin ich in Summe zufrieden, auch wenn wir sicherlich noch weiter oben sein könnten", meint Fangmeyer.

Zwei kommen, zwei gehen

Was die Winterzugänge anbelangt, verstärkten sich die Neudorfer bereits zweifach. Zum einen wechselt Offensivmann Krystof Petrasek ligaintern nach einem halbjährigen Intermezzo in Wolkersdorf. Zudem sicherte Mann sich die Dienste vom offensiven MIttelfeldspieler Nikola Absolon, der bisher in Tschechiens dritter Liga kickte. "Krystof ist vorne variabel einsetzbar und schon ein bekannter Spieler im Weinviertel. Ich bin guter Dinge, dass er funktionieren wird. Nikola ist eine junge, wendige und variable Offensivkraft, die uns sicher auch helfen wird".

Auf der anderen Seite verlassen mit Keeper Martin Klement und Angreifer Vinicius Leite Telles zwei Sommerzugänge die Weinvierteler wieder. 

Mit einem strammen Programm in die Rückrunde

Die Vorbereitung der Weinvierteler ist bereits seit Dezember mit einem Heimprogramm im vollen Gange. Mit professionellen Bedingungen möchte man in die Frühjahressaison starten -  so steht ein Laktattest zum Trainingsstart an, sowie ein mehrtägiges Trainingslager. Außerdem kehren gleich acht Spieler nach einer Verletzungspause in den Kader zurück. " Eigentlich fange ich jetzt im Winter mit einer neuen Mannschaft an. Wir haben früh mit dem Heimprogramm begonnen, um präventiv gegen potenzielle Verletzungen vorzugehen. Es wird eine intensive Vorbeireitung sein und gerade läuft alles ziemlich gut", so Fangmeyer.

Auch was die Ziele für die Rückrunde angeht, zeigt sich der Trainer optimistisch: "Ich sehe es immer mit einer Bergmetapher. Wir sind gerade in einem Basislager, wollen aber ins Höhenlager kommen. Und das ist für mich der einsteliige Tabellenplatz. Die Vorjahresleistung zu wiederholen wäre super und für mich persönlich auf jeden Fall ein Erfolg. Ich bin guter Dinge, was das Frühjahr anbelangt."