Es hätte schlechter laufen können für den SC Katzelsdorf. Im Herbst wusste man mit größtenteils guten Leistungen zu überzeugen und steht damit mit 25 Punkten auf dem sechsten Platz der 2. Landesliga Ost. Für die Rückrunde gibt es dennoch eine große Veränderung - und zwar auf der Trainerbank. Sportchef Patrick Kadletz hat über die Hintergründe gesprochen, aber auch die Hinrunde Revue passieren lassen und über das Transfergeschehen gesprochen.
Kurz vor Ende der Hinrunde wurde es offiziell: Trainer Christoph Knaller legte trotz der positiven Ergebnisse seiner Mannschaft das Traineramt in Katzelsdorf nieder. Nach ziemlich genau zwei Jahren beendete man das Kapitel, vor allem aus zeittechnischen Gründen.
Mit dem Start der Vorbereitung übernimmt nun ein prominenter Name das Zepter. Christopher Drazan, der gegen Ende seiner Karriere bereits in Katzelsdorf kickte, übernimmt die Mannschaft. Der 35-Jährige spielte unter anderem beim SK Rapid Wien, in Kaiserslautern und kam auch dreimal für die Nationalmannschaft zum Zug. "Wir haben mit Chrisi einen super Mann gefunden, der auch schon bei uns gespielt hat und mit uns Meister geworden ist. Die Mannschaft ist bereits am funktionieren. Es muss nur noch an ein bis zwei Schrauben gedreht werden, und da haben wir mit ihm eine gute Lösung gefunden", so Kadletz.
Aber nicht nur auf der Trainerbank, auch auf dem Platz hat sich zum Winter einiges getan. Robin Maydl verlässt den Verein in Richtung Ligakonkurrent Bad Vöslau. Ebenso gehen Antonio Stojimenov, Raphael Politschnig und Lukas Pollross. Außerdem veränderte man sich auf der Torwartposition: Markus Lechner geht, der junge Florian Limmer, der zuletzt bei der Admira aktiv war, kommt.
Im Mittelfeld sicherte man sich die Dienste von Regionalligakicker Mirza Jatic aus Gloggnitz. "Er ist ein Spielertyp, der uns noch im Team gefehlt hat - eine Führungspersönlichkeit. Das war auf jeden Fall ein Wunschkandidat", kommentiert der sportliche Leiter seinen Neuzugang.
Es war ein durchaus erfolgreicher Herbst in Katelsdorf. Sieben Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen stehen unterm Strich. Aber: Es wäre auch mehr drin gewesen, findet Kadletz: Wir sind da, wo wir uns vor der Saison gesehen haben - dass wir um die Top 5 mitspielen können. Die Qualität im Kader ist auf jeden Fall vorhanden. Vielleicht ist es aber trotzdem ein bisschen schade, weil viele Teams, die man weiter vorne gesehen hätte, oft ihre Punkte liegen gelassen haben. Deshalb könnte man vielleicht auch weiter vorne stehen."
Auch was die Ziele für die Rückrunde angeht, nimmt sich die Mannschaft Ähnliches vor. Nachdem man zwei Jahre hintereinander auf dem sechsten Platz landete, ist jetzt zumindest eine kleine Rangverbesserung das Ziel: "Ich glaube, wir können ein bis zwei Plätze nach vorne schauen. Wenn wir am Ende der Meisterschaft unter den besten Fünf landen, dann sind wir genau da, wo wir es uns als Verein auch gewünscht haben."