Der donnerstägige Triumph im Admiral-NÖ-Meistercup hinterließ beim SC Leopoldsdorf/Mfd. seine Spuren: Die Truppe von Martin Grabenbauer trat am Samstag in der 24. Runde der 2. LL Ost beim FCM Traiskirchen stark ersatzgeschwächt an. Die Heimischen nutzten im Spiel der letzten Chance die Gunst der Stunde, feierten einen klaren 4:1-Sieg und verließen vorm Schlusstag wieder die Abstiegsränge.
Die Gäste mussten einige gesperrte bzw. verletzte Spieler vorgeben: Vom Stamm-Personal fehlten Goalie Zechner, Stefan & Reinhard Trunner, Vogler & Pellinger. Traiskirchens sportlicher Leiter Erich Kroboth rückte den Sieg ins rechte Licht: "Das war heute von uns eine durchschnittliche Leistung gegen ein halbes Reserve-Team." Das Spiel fand, da in Traiskirchen der Platz saniert wird, in Trumau statt.
Die Gastgeber nutzten auch ohne ihren nach wie vor gesperrten Torjäger Koch (er darf nächste Woche wieder ran) die Chancen vor der Pause eiskalt: Raphael Buchart traf in der 14. Minute nach einer Flanke von Schantl zum 1:0. In der 25. Minute signalisierte der Schiri-Assistent ein Foul an Kevin Kohl im Strafraum, der Gefoulte verwandelte den Elfmeter zum 2:0. Und in der 43. Minute war nach Schantl-Querpass Alexander Weninger zur Stelle, schloss zum 3:0 ab. Die Gäste kamen auch durchaus zu ihren Chancen, scheiterten aber am starken Heim-Goalie Vondrak.
Nach der Pause glückte Traiskirchen dank Mario Plematl im Konter das rasche 4:0 (50.). Die Heimischen zogen sich nun zurück, Leopoldsdorf bemühte sich, mehr als der Ehrentreffer schaute aber trotz mehrer sehr guter Chancen (2 x Palka, 2 x Grill) nicht heraus: Stefan Navracsics schoss in der 83. Minute zum 4:1 ein. "Ich bin jetzt nicht euphorisch, denn dieser Sieg war erst die halbe Mitte auf unserem Weg zum Klassenerhalt", relativierte Kroboth.
Gäste-Coach Grabenbauer meinte: "Wir waren spielerisch nicht klar schlechter, Traiskirchen führte ohne echte Torchance 3:0." Hier spielte er auch auf die individuellen Fehler von Bör (beim 1:0) und Skoda (beim 3:0) an. Vorwurf konnte Grabenbauer seinem Team keinen machen: "Alle haben sich bemüht, natürlich war zwei Tage nach dem Cupsieg abgesehen von den vielen Ausfällen auch etwas der Akku leer. Und Traiskirchen hatte einen sehr starken Vondrak im Tor stehen."
Damit wird das Saisonfinish nächste Woche unglaublich dramatisch. Noch steht kein Team als Absteiger fest, aus dem Quintett Tulln (23 Punkte), Vösendorf (26), Traiskirchen (26), Wolkersdorf (27) und Wiener Neudorf (28) wird es zwei erwischen. Scheiblingkirchen (29) scheint dank des klar besseren Torverhältnisses bereits gerettet. Wolkersdorf (in Mistelbach) und Vösendorf (in Ebreichsdorf) haben in der letzten Runde am Papier die schwierigsten Aufgaben. Traiskirchen muss bei den Wiener Neustadt Amateuren ran, Tulln in Lassee. Heimvorteil genießt nur Wiener Neudorf, das auf Absdorf trifft.