In der 2. Landesliga Ost feierte der SC Katzelsdorf gegen die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn einen 3:2-Heimsieg, der deutlicher anlief, als er am Ende aussah. Ein frühes 1:0 durch Matthias Lindner und das 2:0 von Tobias Imnitzer legten zur Pause den Grundstein, nach dem Seitenwechsel erhöhte Bernhard Fucik auf 3:0. Spät traf Armen Aleksanjan doppelt, doch Sportchef Patrick Kadletz blieb gelassen: „Wir sind schnell ins Spiel gekommen, das frühe Tor war wichtig. Schlussendlich war der Sieg verdient.

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Katzelsdorf erwischte den perfekten Start. Bereits in der 6. Minute stellte Matthias Lindner auf 1:0 und gab der Partie die Richtung. Der frühe Treffer zahlte auf das ein, was Patrick Kadletz später betonte: „Wir sind gleich gut reingekommen, haben ein frühes Tor gemacht und das Spiel unter Kontrolle gehabt.“ Die Gastgeber ließen nicht locker, blieben am Drücker und belohnten sich in der 17. Minute ein zweites Mal, als Tobias Imnitzer zum 2:0 traf. Dieses 2:0 brachte der SCK abgeklärt in die Kabine. „Wir haben das dann gut in die Pause gebracht“, so Kadletz. Zur Halbzeit stand ein klares 2:0, das das Gefühl vermittelte, dass die Heimischen das Geschehen im Griff hatten und die Gäste bis dahin nur wenig ins Rollen kamen.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Katzelsdorf den besseren Moment. In der 56. Minute legte Bernhard Fucik nach und stellte auf 3:0 – ein Zwischenstand, der normalerweise Ruhe bringt. Genau diese Ruhe war zunächst auch spürbar, doch mit fortlaufender Spielzeit ließ die Heimelf etwas nach. „Dann sind wir körperlich ein bisschen schwächer geworden“, erklärte Kadletz. Die Gäste witterten ihre Chance und kamen durch Armen Aleksanjan in der 72. Minute zum 3:1. Neun Minuten vor dem Ende legte derselbe Mann das 3:2 nach, und plötzlich war wieder Pfeffer in der Partie. „Es ist noch einmal ein bisschen spannend geworden“, räumte der Sportchef ein. Am Ende stand aber ein Heimsieg, der über weite Strecken nie ernsthaft wackelte.
Woran es lag, dass Katzelsdorf so früh die Spur gefunden hat, konnte Kadletz klar benennen: „In den Standardsituationen waren wir diesmal sehr gut im Spiel und haben die gut ausnutzen können. Das war ein Knackpunkt.“ Die offensiven Standards gaben den Hausherren Sicherheit und sorgten immer wieder für gefährliche Momente, die Bad Vöslau/Kottingbrunn verteidigen musste. Auf der anderen Seite fand Kadletz den Gegner so vor, wie vorbereitet: „So wie erwartet, ein normaler Gegner.“ Kein hochtrabendes Urteil, eher eine nüchterne Einordnung nach einem Match, in dem Katzelsdorf lange den Ton angab und die entscheidenden Situationen vor allem vor der Pause auf seine Seite zog.
Für Diskussionsstoff sorgte aus Katzelsdorfer Sicht das zweite Gegentor in der 81. Minute. Patrick Kadletz sprach von einer klaren Fehlentscheidung im Vorfeld: „Beim zweiten Gegentor muss es Freistoß für uns geben. Unser Spieler liegt am Boden, der Ball wird trotzdem abgespielt, und daraus fällt das 3:2.“ Gleichzeitig wollte er das Thema nicht größer machen, als es ist: „Ich will die Schiedsrichterleistung gar nicht zu viel diskutieren.“ Unterm Strich zählt der Dreier – und der passt auch zur Tabelle: Katzelsdorf hält nach 23 Runden bei 37 Punkten auf Rang acht, Bad Vöslau/Kottingbrunn bei 26 Zählern auf Platz elf.